Dein Hund hockt sich hin.

Er presst.

Du wartest.

Nichts.

Hundert Meter weiter versucht er es wieder. Vielleicht kommen ein paar kleine, steinharte Stückchen. Vielleicht gar nichts.

Beim nächsten Spaziergang beginnt das gleiche Spiel.

Und irgendwann gehst du nicht mehr einfach mit deinem Hund spazieren. Du beobachtest bei jedem Hinhocken ganz genau, ob endlich ein normaler Haufen kommt.

Wann hat er eigentlich das letzte Mal richtig gekotet?

Wenn du dir diese Frage inzwischen regelmäßig stellst, würde ich Verstopfung nicht mehr als kleine Macke der Verdauung abtun.

Denn während du hoffst, dass endlich etwas kommt, versucht dein Hund es wieder und wieder. Hinhocken. Pressen. Weiterlaufen. Noch einmal hinhocken.

Er kann dir nicht sagen, warum es nicht funktioniert.

Du siehst nur: Da stimmt etwas nicht.

Woran erkennst du Verstopfung beim Hund?

Bei einer Verstopfung, medizinisch Obstipation genannt, wird Kot erschwert, seltener oder gar nicht abgesetzt.

Vielleicht erkennst du deinen Hund hier wieder:

  • Er hockt sich immer wieder hin und presst.
  • Es kommt trotz Pressen kaum oder gar kein Kot.
  • Der Kot ist sehr hart und trocken.
  • Er setzt nur kleine harte Stückchen ab.
  • Er macht deutlich seltener als sonst.
  • Der Kotabsatz scheint ihm Schwierigkeiten zu bereiten.
  • Sein Bauch wirkt angespannt oder aufgebläht.
  • Er wird beim Spaziergang zunehmend unruhig.
  • Sein Appetit verändert sich.
  • Er erbricht zusätzlich.

Nicht jeder Hund setzt jeden Tag zur gleichen Uhrzeit die gleiche Menge Kot ab.

Aber:

Wenn dein Hund regelmäßig minutenlang versucht zu koten, ist „Der hat halt manchmal Verstopfung“ keine Erklärung.

Dann sollten wir herausfinden, warum.

Wenn sich plötzlich der ganze Spaziergang ums Kacken dreht

Beim ersten Versuch denkst du noch: Dann eben später.

Beim zweiten schaust du schon genauer hin.

Beim dritten wirst du nervös.

Und am nächsten Morgen stehst du wieder mit dem Kotbeutel in der Hand daneben und hoffst auf einen Haufen.

Das klingt banal, bis man es selbst erlebt.

Denn irgendwann beginnt das Grübeln:

Hat er zu wenig getrunken? Ist der Kot zu hart? War es der Kauartikel? Das Futter? Hat er vielleicht etwas gefressen, das da nicht hingehört?

Und dann kommt das Internet.

Öl soll helfen.

Jemand empfiehlt Milch.

Der Nächste schwört auf bestimmte Ballaststoffe.

Irgendein Pulver wird als Geheimtipp gehandelt.

Aber wenn du nicht weißt, warum dein Hund nicht richtig koten kann, ist „Wir geben einfach irgendetwas dazu“ kein besonders guter Plan.

Warum bekommt ein Hund Verstopfung?

Verstopfung kann unterschiedliche Ursachen haben.

Die Fütterung und Flüssigkeitsaufnahme können eine Rolle spielen. Auch Bewegungsmangel kann den Kotabsatz beeinflussen.

Manche Hunde fressen Knochen, Haare oder andere schwer beziehungsweise unverdauliche Dinge. Auch Fremdkörper können Probleme verursachen.

Daneben gibt es medizinische Ursachen. Schmerzen können beispielsweise dazu führen, dass ein Hund den Kotabsatz vermeidet. Veränderungen im Bereich des Darms, Beckens oder der Prostata können ebenfalls infrage kommen.

Deshalb interessiert mich bei wiederkehrenden Problemen nicht nur:

Wie bekommen wir den nächsten Haufen aus dem Hund?

Sondern:

Warum passiert das überhaupt immer wieder?

Ganz wichtig: Pressen bedeutet nicht automatisch Verstopfung

Das ist ein Punkt, bei dem ich nicht herumexperimentieren würde.

Wenn dein Hund sich ständig hinhockt und presst, muss dahinter nicht zwingend eine Verstopfung stecken.

Auch bei Problemen des Dickdarms können Hunde häufig versuchen, Kot abzusetzen und dabei nur kleine Mengen verlieren.

Und manchmal sieht ein Hund, der verzweifelt versucht zu urinieren, für den Halter auf den ersten Blick ähnlich aus.

Kann dein Hund keinen Urin absetzen, ist das ein dringender tierärztlicher Notfall.

Deshalb bitte nicht allein aus der Haltung deines Hundes schließen: „Der ist verstopft.“

Wann muss ein Hund mit Verstopfung zum Tierarzt?

Ein einmalig ungewöhnlich harter Haufen bei einem ansonsten fitten Hund ist etwas anderes als ständiges erfolgloses Pressen.

Tierärztlich abklären lassen solltest du es insbesondere, wenn:

  • dein Hund immer wieder erfolglos presst
  • über längere Zeit kein Kot kommt
  • er Schmerzen zeigt
  • sein Bauch stark aufgebläht oder schmerzhaft wirkt
  • er erbricht
  • er deutlich matt wird
  • er nicht mehr fressen möchte
  • Blut auffällt
  • du einen Fremdkörper vermutest
  • er größere Mengen Knochen gefressen hat
  • die Probleme immer wieder auftreten

Wenn dein Hund offensichtlich leidet, musst du nicht erst warten, bis noch drei weitere Punkte dieser Liste dazukommen.

Dann gehört er zum Tierarzt.

Und wenn es immer wieder passiert?

Genau dann möchte ich die Fütterung sehen.

Nicht, weil jede Verstopfung automatisch vom Futter kommt.

Aber ein Hund, der immer wieder steinharten Kot absetzt, ständig presst oder regelmäßig Schwierigkeiten beim Kotabsatz hat, gibt uns einen guten Grund, genauer hinzuschauen.

Was bekommt er als Hauptfutter?

Wie viel Feuchtigkeit nimmt er darüber auf?

Wie viel trinkt er?

Welche Leckerlis und Kauartikel gibt es?

Werden Knochen gefüttert?

Welche Ergänzungen bekommt er?

Wie viel bewegt er sich?

Und wie sieht sein Kot eigentlich an den guten Tagen aus?

Die Antwort auf „Was frisst dein Hund?“ besteht eben nicht nur aus dem Namen auf dem Futtersack.

Farbe, Konsistenz und Warnzeichen: Hier findest du meinen ausführlichen Ratgeber zum Hundekot.

Bevor du das nächste Hausmittel ausprobierst

Öl. Milch. Gemüse. Ballaststoffe. Pulver.

Bei Verstopfung findet man schnell etwas, das angeblich helfen soll.

Das Problem dabei:

Du behandelst damit möglicherweise einen harten Haufen, ohne zu wissen, warum er überhaupt so hart geworden ist.

Und wenn hinter dem erfolglosen Pressen eine Blockade oder eine andere medizinische Ursache steckt, bringt dir der beste Fütterungstipp nichts.

Deshalb würde ich bei wiederkehrender Verstopfung nicht einfach die Küche zum Versuchslabor machen.

Erst klären, womit wir es zu tun haben. Dann sinnvoll handeln.

Welche Rolle spielt die Fütterung bei hartem Kot?

Bei wiederkehrend sehr hartem Kot gehört die Fütterung für mich klar auf den Prüfstand.

Dabei interessiert mich die gesamte Ration.

Ein Hund, der Nassfutter bekommt, nimmt über seine Nahrung beispielsweise deutlich mehr Feuchtigkeit auf als ein Hund, der ausschließlich Trockenfutter frisst.

Dazu kommen Kauartikel, Knochen, Leckerlis und Ergänzungen.

Auch Menge und Zusammensetzung der Nahrung können die Kotbeschaffenheit beeinflussen.

Und genau deshalb halte ich wenig von pauschalen Tipps.

Was beim Hund des Nachbarn einen perfekten Haufen produziert, muss bei deinem Hund noch lange nicht funktionieren.

Mehr Ballaststoffe? Nicht einfach auf Verdacht

Bei hartem Kot landet man ziemlich schnell beim Thema Ballaststoffe.

Sie können die Kotbeschaffenheit beeinflussen.

Daraus wird im Internet schnell:

Verstopfung? Mehr Ballaststoffe.

So einfach würde ich es mir nicht machen.

Art und Menge spielen eine Rolle. Vor allem aber muss klar sein, womit wir es überhaupt zu tun haben.

Wenn du gleichzeitig Öl, Gemüse, Flohsamenschalen, ein neues Futter und irgendein Darmprodukt ausprobierst, weißt du hinterher wieder nicht, was tatsächlich etwas verändert hat.

Mehr ist nicht automatisch besser.

Trinkt dein Hund wirklich genug?

Bei sehr hartem und trockenem Kot gehört auch die Flüssigkeitsaufnahme zum Gesamtbild.

Dabei reicht mir die Aussage:

„Er trinkt eigentlich normal.“

nicht wirklich.

Ein Hund nimmt schließlich nicht nur über den Wassernapf Flüssigkeit auf. Auch die Art der Fütterung macht einen deutlichen Unterschied.

Deshalb möchte ich wissen:

Was frisst dein Hund und wie sieht seine gesamte Flüssigkeitsaufnahme aus?

Frisches Wasser sollte ihm selbstverständlich jederzeit zur Verfügung stehen.

Bewegung kann ebenfalls eine Rolle spielen

Regelmäßige Bewegung unterstützt die Darmtätigkeit.

Das wird besonders bei älteren Hunden interessant.

Wenn ein Hund aufgrund von Schmerzen weniger läuft oder Schwierigkeiten beim Hinhocken hat, sieht es für den Halter möglicherweise zunächst wie ein reines Verdauungsproblem aus.

Deshalb würde ich bei einem Hund, der plötzlich Schwierigkeiten beim Kotabsatz entwickelt, obwohl sich an seiner Fütterung nichts verändert hat, auch fragen:

Kann er sich überhaupt noch so bewegen und hinhocken wie früher?

Warum ich bei der Fütterung mit REiCO arbeite

Wenn medizinische Ursachen abgeklärt sind, möchte ich nicht einfach irgendeine Zutat in den Napf geben, damit der nächste Haufen hoffentlich weicher wird.

Genau hier setze ich mit meiner REiCO-Futterberatung an.

Wir schauen darauf, was dein Hund wirklich jeden Tag frisst und ob seine bisherige Fütterung zu ihm und seiner Verdauung passt.

Ich arbeite dabei mit REiCO Vital-Systeme. REiCO setzt bei seinem Ernährungskonzept auf naturbelassene Rohstoffe und das vom Unternehmen beschriebene mineralische Gleichgewicht.

Dieser Ansatz passt zu meiner Art zu beraten, weil ich nicht nur ein einzelnes Symptom sehen möchte.

Alter, Gewicht und Aktivität gehören genauso zum Bild wie die bisherige Fütterung, Kauartikel, Flüssigkeitsaufnahme und das, was dir sonst noch an deinem Hund auffällt.

Danach kann ich dir konkret sagen, wie ich seine Fütterung mit REiCO aufbauen würde.

Wenn im Darm schon länger etwas im Argen liegt

Manchmal reicht es nicht, nur über das Grundfutter zu sprechen.

REiCO bietet auch Kräuter und Ergänzungsfuttermittel, die je nach Situation in ein Fütterungskonzept einbezogen werden können.

Und ja: Auch für den Verdauungsbereich gibt es interessante Möglichkeiten.

Welche?

Die schreibe ich hier bewusst nicht hin.

Denn genau da würden wir wieder beim nächsten pauschalen Internet-Tipp landen.

Hund kann nicht richtig koten? Kauf Produkt X.

Nein.

Ich möchte vorher wissen, ob wir tatsächlich über ein Fütterungsthema sprechen oder ob etwas ganz anderes dahintersteckt.

Wenn eine Ergänzung für deinen Hund sinnvoll erscheint, können wir sie gezielt auswählen.

Wenn der Kot nicht immer hart ist

Vielleicht denkst du gerade:

Na ja, manchmal ist er steinhart. Aber dann hat er auch wieder weichen Kot.

Oder dein Hund pupst zusätzlich ständig.

Sein Bauch grummelt.

Er frisst auffällig häufig Gras.

Dann haben wir nicht mehr nur das Thema Verstopfung.

Dann lohnt sich ein Blick auf die gesamte Verdauung.

Wenn bei deinem Hund mehrere Verdauungsauffälligkeiten zusammenkommen, lies meinen Ratgeber zur Darmgesundheit beim Hund.

Dein Hund pupst ständig? Hier findest du meinen Artikel über Blähungen beim Hund.

Schreib auf, was wirklich passiert

Wenn dein Hund immer wieder sehr harten Kot hat, lohnt es sich, ein paar Tage mitzuschreiben.

Notiere:

  • wann dein Hund Kot absetzt
  • wie der Kot aussieht
  • ob er dabei stark presst
  • welches Futter er bekommt
  • wie viele Mahlzeiten er bekommt
  • welche Kauartikel und Leckerlis dazukommen
  • ob Knochen gefüttert werden
  • wie viel er ungefähr trinkt
  • welche Medikamente oder Ergänzungen er bekommt
  • ob sich Bewegung oder Alltag verändert haben

Damit wird aus:

„Mein Hund kann irgendwie schlecht koten.“

eine Reihe konkreter Beobachtungen.

Das hilft beim Tierarzt und später auch bei der Futterberatung.

Häufige Fragen zur Verstopfung beim Hund

Wie erkenne ich eine Verstopfung beim Hund?

Sehr harter und trockener Kot, seltener Kotabsatz oder wiederholtes Pressen mit wenig oder keinem Kot können auf eine Verstopfung hindeuten. Pressen allein reicht allerdings nicht für eine sichere Einschätzung der Ursache.

Mein Hund presst, aber es kommt nichts. Was soll ich tun?

Wenn dein Hund wiederholt erfolglos presst, solltest du genauer hinschauen und bei anhaltenden Beschwerden tierärztlichen Rat einholen. Kommen Schmerzen, Erbrechen, ein stark aufgeblähter Bauch oder ein schlechter Allgemeinzustand hinzu, sollte er zeitnah untersucht werden.

Wie lange darf ein Hund keinen Kot absetzen?

Dafür gibt es keine sinnvolle pauschale Stundenangabe für jeden Hund. Entscheidend sind sein übliches Kotabsatzverhalten und mögliche Begleitsymptome. Wiederholtes erfolgloses Pressen oder deutliche Beschwerden gehören tierärztlich abgeklärt.

Kann Verstopfung vom Hundefutter kommen?

Die Fütterung kann die Kotbeschaffenheit beeinflussen. Wiederkehrende Verstopfung kann aber auch andere Ursachen haben. Deshalb sollte nicht automatisch das Hauptfutter verantwortlich gemacht werden.

Hilft Öl bei Verstopfung?

Öl würde ich nicht pauschal als Lösung empfehlen. Solange nicht klar ist, warum dein Hund Schwierigkeiten beim Kotabsatz hat, kann eine allgemeine Hausmittelempfehlung am eigentlichen Problem vorbeigehen.

Helfen Ballaststoffe bei hartem Kot?

Ballaststoffe können die Kotbeschaffenheit beeinflussen. Ob sie für deinen Hund sinnvoll sind und in welcher Form beziehungsweise Menge, hängt von seiner Fütterung und der Ursache des Problems ab.

Kann zu wenig Flüssigkeit harten Kot begünstigen?

Die Flüssigkeitsversorgung beeinflusst die Kotbeschaffenheit. Dabei zählt nicht nur das Wasser aus dem Napf. Je nach Fütterungsart nimmt ein Hund bereits unterschiedlich viel Feuchtigkeit über sein Futter auf.

Wann ist Verstopfung beim Hund ein Notfall?

Starkes oder anhaltendes erfolgloses Pressen zusammen mit Schmerzen, Erbrechen, einem stark aufgeblähten Bauch oder einem deutlich schlechten Allgemeinzustand sollte sofort tierärztlich abgeklärt werden. Kann dein Hund keinen Urin absetzen, ist ebenfalls sofort tierärztliche Hilfe notwendig.

Hoffst du bei jedem Spaziergang inzwischen nur noch auf einen normalen Haufen?

Dann ist das Thema längst nicht mehr nur ein bisschen harter Kot.

Du beobachtest deinen Hund. Du siehst ihn pressen. Du probierst vielleicht schon herum und bist jedes Mal erleichtert, wenn es endlich funktioniert.

Bis es wieder losgeht.

Wenn das bei euch regelmäßig passiert, würde ich nicht dauerhaft mit dem nächsten Hausmittel weitermachen.

Medizinische Ursachen gehören zum Tierarzt.

Wenn wir anschließend bei der Fütterung ansetzen können, schauen wir gemeinsam darauf, was dein Hund tatsächlich bekommt, was du schon ausprobiert hast und welche anderen Auffälligkeiten es gibt.

Dann kann ich dir konkret sagen, wie ich seine Fütterung mit REiCO aufbauen würde und ob eine Ergänzung für ihn sinnvoll erscheint.

Ich schaue mir eure Ausgangssituation persönlich an und begleite euch auch bei einer möglichen Futterumstellung weiter.

Am einfachsten schickst du mir die wichtigsten Angaben direkt per WhatsApp.

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Transparenzhinweis: Ich bin selbstständige REiCO Vertriebspartnerin und seit vielen Jahren als Hundetrainerin aktiv. Meine persönliche Beratung rund um Fütterung und passende Produkte ist für dich kostenlos.