Hund pupst ständig? Wenn Blähungen irgendwann nicht mehr lustig sind
Du sitzt auf der Couch, dein Hund liegt entspannt neben dir und plötzlich möchtest du nur noch eins: Fenster auf. Sofort.
Ein Hundepups kann lustig sein. Beim ersten Mal vielleicht auch beim zweiten.
Wenn dein Hund aber jeden Abend die Couch räumt, sein Bauch ständig grummelt und du beim Geruch ernsthaft überlegst, was um alles in der Welt da gerade in diesem Hund gärt, hört der Spaß irgendwann auf.
Vielleicht kennst du das längst. Besuch kommt und du hoffst, dass es heute nicht wieder passiert. Nachts gluckert der Bauch. Beim Spaziergang kontrollierst du den nächsten Haufen und zuhause fragst du dich:
Ist das eigentlich noch normal?
Und während du dich über den Gestank ärgerst, ist da noch jemand: dein Hund.
Blähungen bedeuten, dass sich Gase im Verdauungstrakt bilden. Treten sie ständig oder sehr stark auf, kann das für den Hund unangenehm sein. Besonders dann, wenn gleichzeitig der Bauch grummelt, der Kot immer wieder weich ist oder andere Verdauungsauffälligkeiten dazukommen.
Ständiges Pupsen ist keine lustige Eigenart, mit der ihr euch einfach abfinden müsst.
Pupst dein Hund wirklich „nur ein bisschen“?
Bei der Verdauung entstehen Gase. Ein gelegentlicher Pups gehört deshalb auch beim Hund dazu.
Interessanter wird es, wenn du deinen Hund hier wiedererkennst:
- Er pupst jeden Tag oder mehrmals täglich.
- Die Blähungen riechen extrem.
- Sein Bauch gluckert oder grummelt regelmäßig.
- Der Kot wechselt zwischen fest und weich.
- Er hat häufiger Durchfall.
- Er frisst auffällig oft Gras.
- Er schmatzt immer wieder.
- Er erbricht sich wiederholt.
- Sein Appetit verändert sich.
- Sein Bauch wirkt aufgebläht.
Ein Punkt allein sagt noch nicht viel.
Wenn du beim Lesen aber mehrfach innerlich „Ja!“ sagst, würde ich das nicht mehr einfach unter „Mein Hund ist halt ein kleiner Stinker“ verbuchen.
Dann lohnt sich ein genauerer Blick.
Warum pupst ein Hund überhaupt?
Blähungen entstehen, wenn sich Gase im Magen-Darm-Trakt sammeln. Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben.
Manche Hunde schlucken beim hastigen Fressen viel Luft. Auch eine Futterumstellung kann vorübergehend für Unruhe im Bauch sorgen.
Bei wiederkehrenden Blähungen interessiert mich aber vor allem eines:
Was landet jeden Tag im Hund?
Und zwar wirklich alles.
Nicht nur das Futter, das ordentlich im Napf liegt.
Leckerlis, Kauartikel, Trainingssnacks, Tischreste und Ergänzungen gehören genauso dazu. Vielleicht gibt es morgens einen Käsewürfel, beim Spaziergang Trainingsleckerlis und abends noch einen Kauartikel.
„Er bekommt eigentlich immer dasselbe“ kann plötzlich ganz anders aussehen, wenn wir einen kompletten Tag durchgehen.
Wenn der Hund jeden Raum leerpupst, gehört das Futter für mich auf den Prüfstand
Nicht jeder Hund kommt mit jeder Fütterung gleich gut zurecht.
Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Futter schlecht ist. Es kann schlicht nicht zu diesem Hund passen.
Wenn ein Hund ständig pupst, schaue ich deshalb sehr genau auf die gesamte Fütterung: Was ist im Hauptfutter? Welche Proteinquellen werden gefüttert? Wie viele unterschiedliche Dinge kommen über den Tag dazu? Wie viel bekommt der Hund? Was wurde in letzter Zeit verändert?
Und vor allem:
Was wurde schon alles ausprobiert?
Denn genau hier beginnt häufig der Futter-Marathon.
Ein anderes Futter. Neue Leckerlis. Irgendetwas für die Darmflora. Dann empfiehlt jemand ein Pulver. Zwei Wochen später kommt das nächste Produkt.
Und irgendwann steht der Schrank voll und der Hund pupst immer noch.
Genug herumprobiert?
Wenn du schon länger Futter wechselst, Zusätze ausprobierst und trotzdem nicht weiterkommst, können wir uns die Fütterung deines Hundes gemeinsam anschauen.
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Zu schnelles Fressen kann ebenfalls dahinterstecken
Manche Hunde inhalieren ihr Futter regelrecht.
Wer eine Mahlzeit innerhalb weniger Sekunden herunterschlingt, schluckt dabei auch Luft. Das kann Blähungen begünstigen.
Wenn dein Hund ein extremer Schlinger ist, lohnt es sich deshalb, auch die Art der Fütterung anzuschauen. Kleinere Portionen oder ein geeigneter Anti-Schling-Napf können hier einen Versuch wert sein.
Wenn dein Hund dagegen langsam frisst und trotzdem jeden Abend die Wohnung verpestet, würde ich an anderer Stelle weitersuchen.
Auch die Futterumstellung kann den Bauch durcheinanderbringen
Gestern Futter A, heute Futter B und morgen vielleicht doch wieder etwas anderes.
Gerade bei einem empfindlichen Hund ist das keine besonders gute Idee.
Bei einer Umstellung bekommt der Verdauungstrakt plötzlich eine andere Zusammensetzung vorgesetzt. Deshalb gehe ich bei der Futterumstellung lieber geplant vor, statt von heute auf morgen alles auf links zu drehen.
Hier findest du meinen ausführlichen Leitfaden zur Futterumstellung bei Hund und Katze.
Der Hauptverdächtige ist nicht immer das Hauptfutter
Das erlebe ich bei Gesprächen immer wieder: Über das Hundefutter wurde stundenlang nachgedacht.
Und dann frage ich nach den Leckerlis.
Oder den Kauartikeln.
Oder danach, was beim Abendessen unter den Tisch fällt.
Plötzlich wird aus einer Futtersorte eine ziemlich lange Zutatenliste.
Gerade wenn die Verdauung immer wieder auffällig ist, gehört deshalb alles auf den Tisch.
Auch das kleine Stück Käse zählt.
Was hat die Darmflora mit Blähungen zu tun?
Im Darm leben zahlreiche Mikroorganismen. Zusammen werden sie als Darmmikrobiom oder umgangssprachlich Darmflora bezeichnet.
Diese Mikroorganismen sind an Verdauungsprozessen beteiligt. Ihre Zusammensetzung kann unter anderem durch Ernährung, Medikamente und Erkrankungen beeinflusst werden.
Deshalb kann es sinnvoll sein, bei wiederkehrenden Blähungen auch die Darmgesundheit mitzudenken.
Aber daraus wird bitte nicht:
Hund pupst = Darmflora kaputt = irgendein Darmprodukt kaufen.
Dafür ist das Thema zu komplex.
Warum ich bei der Fütterung mit Reico arbeite
Wenn ein Hund immer wieder Verdauungsauffälligkeiten zeigt, möchte ich nicht nur versuchen, den nächsten Pups irgendwie wegzubekommen.
Ich möchte mir anschauen, wie dieser Hund insgesamt gefüttert wird.
Genau deshalb arbeite ich in meiner Beratung mit Reico Vital-Systeme.
Reico setzt bei seinem Ernährungskonzept auf naturbelassene Rohstoffe und das vom Unternehmen beschriebene mineralische Gleichgewicht. Dieser Ansatz passt zu meiner Art zu beraten: Erst das Gesamtbild anschauen und dann entscheiden, wie ich die Fütterung aufbauen würde.
Dabei geht es nicht darum, jedem Hund einfach dieselbe Dose oder denselben Sack Trockenfutter hinzustellen.
Ich möchte wissen, was dein Hund bisher bekommt, wie alt und aktiv er ist, was bereits ausprobiert wurde und welche Auffälligkeiten du beobachtest.
Danach kann ich dir sagen, welche Reico-Fütterung ich für deinen Hund wählen würde.
Und wenn beim Bauch schon länger einiges im Argen liegt?
Dann muss die Überlegung nicht zwangsläufig beim Grundfutter enden.
Reico bietet auch ausgewählte Kräuter und Ergänzungsfuttermittel, die je nach Situation in ein Fütterungskonzept einbezogen werden können.
Welche Mischung bei Blähungen?
Genau die schreibe ich hier nicht hin.
Denn wenn dein Hund seit Wochen oder Monaten pupst, Bauchgrummeln hat und vielleicht noch wechselnden Kot, möchte ich dir nicht aufgrund eines einzigen Symptoms irgendeine Dose empfehlen.
Sonst machen wir genau dort weiter, wo viele Hundehalter längst feststecken:
Noch etwas kaufen. Noch etwas ausprobieren. Noch zwei Wochen hoffen.
Ich möchte zuerst wissen, was bei deinem Hund überhaupt los ist.
Dann können wir entscheiden, ob neben einer angepassten Fütterung eine Ergänzung überhaupt sinnvoll erscheint.
Können Blähungen auch durch Stress entstehen?
Ja, auch Aufregung und Stress können sich auf den Magen-Darm-Trakt auswirken.
Vielleicht kennst du das: Zuhause ist alles unauffällig. Im Urlaub, nach einer Autofahrt, beim Training oder in einer anderen aufregenden Situation verändert sich plötzlich die Verdauung.
Wenn die Blähungen immer in bestimmten Situationen auftreten, ist das eine wichtige Beobachtung.
Denn auch das gehört zum Gesamtbild.
Der Geruch allein verrät dir die Ursache nicht
Manche Hundepupse sind einfach nur unangenehm.
Andere lassen dich ernsthaft an der Luftqualität im Wohnzimmer zweifeln.
Ein besonders intensiver Geruch sagt dir allein aber noch nicht, warum dein Hund Blähungen hat.
Deshalb würde ich nicht aufgrund des Geruchs anfangen, wahllos bestimmte Zutaten aus dem Futter zu streichen.
Wenn gleichzeitig der Kot auffällig ist, lohnt sich ein genauerer Blick darauf.
Was Farbe und Konsistenz des Hundekots verraten können, findest du in meinem Kot-Ratgeber.
Wann muss ein Hund mit Blähungen zum Tierarzt?
Nicht hinter jedem Pups steckt ein gesundheitliches Problem.
Regelmäßige oder starke Blähungen können aber auch mit Erkrankungen, Parasiten oder anderen Problemen des Verdauungstrakts zusammenhängen.
Tierärztlich abklären lassen solltest du die Beschwerden besonders dann, wenn dein Hund zusätzlich:
- wiederholt erbricht
- starken oder länger anhaltenden Durchfall hat
- Gewicht verliert
- Schmerzen zeigt
- Blut im Kot hat
- ungewöhnlich matt wirkt
Ein plötzlich stark aufgeblähter oder harter Bauch zusammen mit Unruhe, erfolglosem Würgen oder Kreislaufproblemen ist ein Notfall. Dann bitte nicht weiterlesen oder herumprobieren, sondern sofort tierärztliche Hilfe holen.
Was kannst du selbst schon beobachten?
Bevor du das nächste Futter oder den nächsten Zusatz kaufst, mach ein paar Tage lang den Detektiv.
Schreib auf:
- wann dein Hund pupst
- was er vorher gefressen hat
- welches Hauptfutter er bekommt
- welche Leckerlis und Kauartikel dazukommen
- wie sein Kot aussieht
- ob sein Bauch grummelt
- ob er Gras frisst oder häufig schmatzt
- welche Ergänzungen und Medikamente er bekommt
- ob etwas Besonderes passiert ist
Und wirklich alles aufschreiben.
Auch den Käsewürfel.
Auch das Stück Wurst.
Auch das Leckerli vom Nachbarn.
Aus „Der pupst halt ständig“ wird damit ein Verlauf, den man sich vernünftig anschauen kann.
Häufige Fragen zu Blähungen beim Hund
Sind Blähungen beim Hund normal?
Ein gelegentlicher Pups gehört zur Verdauung. Wenn dein Hund aber sehr häufig oder extrem pupst oder weitere Auffälligkeiten dazukommen, würde ich genauer hinschauen.
Können Blähungen vom Hundefutter kommen?
Die Fütterung kann eine Rolle spielen. Dabei zählt allerdings nicht nur das Hauptfutter. Leckerlis, Kauartikel, Tischreste und Ergänzungen gehören genauso zur täglichen Ernährung.
Sollte ich bei Blähungen sofort das Futter wechseln?
Nicht wegen eines einzelnen Pups. Wenn dein Hund ständig Blähungen hat, ist es sinnvoller, zuerst die bisherige Fütterung und mögliche Begleitumstände anzuschauen. Wer ständig wechselt, weiß irgendwann kaum noch, worauf der Hund eigentlich reagiert.
Kann zu schnelles Fressen Blähungen verursachen?
Beim Schlingen kann ein Hund viel Luft schlucken. Deshalb gehört auch das Fressverhalten zu den Punkten, die ich mir bei Blähungen anschauen würde.
Braucht mein Hund etwas für die Darmflora?
Nicht automatisch. Ob eine Ergänzung sinnvoll ist, hängt von der Situation und der gesamten Fütterung ab. Nur weil ein Hund pupst, braucht er nicht zwangsläufig ein Darmprodukt.
Gibt es Kräuter, die bei der Fütterung interessant sein können?
Es gibt Kräuter, die traditionell im Zusammenhang mit der Verdauung verwendet werden. Ob eine pflanzliche Ergänzung für deinen Hund sinnvoll ist und welche infrage kommt, würde ich aber nicht anhand des Symptoms „Blähungen“ allein entscheiden.
Wann sind Blähungen ein Fall für den Tierarzt?
Wenn Blähungen stark oder dauerhaft auftreten und gleichzeitig Erbrechen, anhaltender Durchfall, Schmerzen, Gewichtsverlust, Blut im Kot oder deutliche Mattigkeit dazukommen, solltest du deinen Hund tierärztlich untersuchen lassen.
Dein Hund pupst ständig und du hast langsam die Nase voll?
Vielleicht lachst du schon lange nicht mehr darüber.
Vielleicht öffnest du jeden Abend das Fenster, kontrollierst ständig den Kot und hast schon wieder ein anderes Futter im Warenkorb.
Und vielleicht fragst du dich inzwischen einfach:
Was soll ich denn noch ausprobieren?
Meine Antwort wäre: erst einmal gar nichts auf Verdacht.
Wir schauen gemeinsam darauf, was dein Hund wirklich jeden Tag bekommt, was du bereits ausprobiert hast und was sonst noch auffällt.
Danach kann ich dir sagen, wie ich seine Fütterung mit Reico aufbauen würde und ob ich eine Ergänzung dazu für sinnvoll halte.
Meine persönliche Futterberatung ist kostenlos – auch nach der Futterumstellung bin ich für dich da.
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Du musst dich nicht daran gewöhnen, dass dein Hund ständig die Wohnung leerpupst.