Wie konnte ich das nicht sehen?

24,7 kg → 19,4 kg

Wie konnte ich das nicht sehen?

Dass Sally zu dick geworden war, habe ich tatsächlich ziemlich lange nicht richtig gesehen. Natürlich wusste ich, dass sie zugenommen hatte. Aber wenn man seinen Hund jeden Tag vor sich hat, fällt einem gar nicht auf, wie viel es langsam geworden ist.

Heute sehe ich die alten Bilder und frage mich wirklich: Wie konnte ich das nicht sehen?

Es kommt schleichend. Und es geht schleichend.

Bei Sally kam damals noch einiges zusammen. Warum sie so zugenommen hatte und was Cortison damit zu tun hatte, habe ich hier ausführlicher erzählt.

Kommt dir davon etwas bekannt vor?

Dein Hund hat langsam immer mehr auf den Rippen?

Er scheint ständig Hunger zu haben?

Du gibst schon weniger Futter und trotzdem tut sich nicht wirklich etwas?

Oder du weißt eigentlich gar nicht so genau, wie viel über den ganzen Tag zusammenkommt?

Genau da würde ich anfangen hinzuschauen.

Denn es geht nicht nur darum, wie voll der Napf ist. Es kommt auch darauf an, was darin landet. Ein Futter kann ordentlich Kalorien liefern, die dein Hund in dieser Menge gar nicht braucht. Dann die Portion einfach immer kleiner zu machen, finde ich nicht besonders sinnvoll. Wie viel ein Hund tatsächlich braucht, ist sowieso sehr individuell. Warum die Angaben auf der Packung nur ein Anhaltspunkt sind, habe ich hier genauer erklärt.

Und zum Futter gehört für mich auch alles, was gerne mal unter „Das bisschen zählt doch nicht“ läuft. Leckerlis beim Training, Belohnungen unterwegs oder ein Kauartikel am Abend. Das möchte ich meinen Hunden überhaupt nicht streichen. Ich rechne es nur inzwischen als das, was es ist: Futter.

Bei Sally war für mich nämlich eines klar: Sie soll abnehmen, aber sie soll nicht den ganzen Tag Hunger haben.

Deshalb schauen wir uns bei deinem Hund erstmal an, was wirklich im Napf und über den Tag im Hund landet. Dazu kommen Alter, Bewegung und euer ganz normaler Alltag.

Wenn die Gewichtszunahme dazu überhaupt nicht passt oder noch andere Auffälligkeiten dazukommen, gehört das natürlich tierärztlich abgeklärt.

Und dann kommt Bewegung ins Spiel

Damit meine ich nicht: Ab morgen doppelt so lange Gassi und am Wochenende Vollgas.

Gerade bei einem Hund, der ein paar Kilo zu viel mit sich herumträgt, möchte ich Bewegung langsam aufbauen. Lieber regelmäßig ein bisschen und dann steigern, als einen Tag richtig viel und danach zwei Wochen nichts.

Und „mehr Bewegung“ ist mir als Tipp auch zu wenig.

Deshalb bekommst du nach der Futterumstellung von mir einen Bewegungsplan mit einfachen Übungen, die du mit deinem Hund machen kannst. Ich schreibe dir auch dazu, wie du anfangen kannst, wie lange ihr etwas machen sollt und wie ihr es steigern könnt.

Da kommt dann übrigens die Hundetrainerin in mir durch.

Und du darfst mir gerne Videos schicken. Wenn etwas nicht klappt, schaue ich natürlich drauf. Aber bitte nicht nur dann. Wenn dein Hund etwas richtig gut macht, will ich das genauso sehen. Schließlich darf ich euch auch mal loben.

Und bitte mach dich nicht mit der Waage verrückt

Ich habe Sally ganz bewusst nicht jede Woche auf die Waage gestellt.

Ganz einfach: Der Hund macht vorher einen ordentlichen Haufen und wiegt plötzlich ein halbes Kilo weniger. Da freut man sich erstmal – nur hat das natürlich nichts damit zu tun, dass er tatsächlich ein halbes Kilo abgenommen hat.

Und beim nächsten Wiegen sind die 500 Gramm vielleicht wieder drauf.

Genau dieses ständige Auf und Ab wollte ich bei Sally gar nicht haben. Bei uns ging es nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Kilos runterzubekommen.

Mir war wichtiger, dass sich dauerhaft etwas verändert und Sally dabei nicht ständig Hunger hat.

Und das hat funktioniert.

Und das war für mich völlig okay.

Viel wichtiger fand ich irgendwann die anderen Veränderungen. Das Geschirr saß lockerer, die Taille kam wieder und auf Fotos konnte ich den Unterschied immer deutlicher sehen.

Es kommt schleichend. Und es geht schleichend.

Heute wiegt Sally 19,4 kg statt 24,7 kg.

Und ganz ehrlich: Lieber so, als drei Wochen Diät, ständig auf die Waage und danach wieder von vorne anfangen.

Ran an die Pfunde – aber bitte ohne Hunger.

Du musst vorher nichts ausrechnen und auch keinen perfekten Futterplan parat haben.

Schreib mir einfach, wie alt dein Hund ist, was er wiegt und was aktuell im Napf landet. Dann schauen wir gemeinsam, wo wir anfangen können.

Meine Beratung ist kostenlos.

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