Hund durch Cortison zugenommen? Unsere Geschichte mit Sally – und was wir daraus gelernt haben

Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Conny Bierling

Sally wog nach ihrer Cortisonbehandlung fast 25 Kilo.

Ich fütterte weniger.

Dann noch weniger.

Ich kochte selbst.

Ich barfte.

Ich wechselte das Futter.

Ich rechnete Leckerchen ein und wog die Portionen genau ab.

Und Sally nahm trotzdem nicht vernünftig ab.

Heute wiegt sie rund 19 Kilo.

Das Verrückte daran:

Die Lösung war nicht, Sally einfach immer weniger zu füttern. Genau das hatte ich nämlich längst versucht.

Und wenn dein Hund nach Cortison ebenfalls deutlich zugenommen hat und du inzwischen das Gefühl hast, du könntest ihm eigentlich nur noch Luft in den Napf legen, weiß ich ziemlich genau, wie frustrierend das ist.

„Nach dem Cortison wird das Gewicht schon wieder runtergehen“

Genau das dachte ich damals.

Sally war früher ein aktiver Hund. Während einer längeren Cortisonbehandlung wurde sie zunehmend schwerer und bewegte sich weniger.

Dass Cortison den Appetit steigern und eine Gewichtszunahme begünstigen kann, wusste ich.

Also dachte ich:

Wenn das Cortison weg ist, verschwinden die zusätzlichen Kilos bestimmt auch wieder.

Taten sie nicht.

Wochen vergingen.

Dann Monate.

Sally blieb dick.

Und irgendwann stand ich vor demselben Problem, das mir heute Hundehalter in der Beratung beschreiben:

„Mein Hund bekommt doch schon weniger. Warum nimmt er trotzdem nicht ab?“

Also bekam Sally weniger Futter

Das erscheint erst einmal völlig logisch.

Hund zu dick = weniger Futter.

Also reduzierte ich ihre Portion.

Kaum Veränderung.

Noch etwas weniger.

Wieder kaum Veränderung.

Teilweise lag Sally mit ihrer Futtermenge sogar unter dem errechneten Tagesbedarf.

Und natürlich fängst du irgendwann an, an dir selbst zu zweifeln.

Habe ich falsch gerechnet?

Sind es die Leckerchen?

Bekommt sie irgendwo heimlich etwas?

Also wurde noch genauer hingeschaut.

Portionen abwiegen.

Leckerchen reduzieren oder einrechnen.

Keine zusätzlichen Kalorien nebenbei.

Die Waage war trotzdem beeindruckend unbeeindruckt.

Irgendwann kannst du die Portion nicht immer weiter verkleinern

Das war für mich ein entscheidender Punkt.

Natürlich spielt die Energieaufnahme beim Abnehmen eine zentrale Rolle.

Wenn ein Hund mehr Energie aufnimmt, als er verbraucht, wird Abnehmen schwierig.

Aber irgendwann hatte ich Sallys Portion bereits so weit reduziert, dass mein nächster Gedanke hätte sein müssen:

Dann bekommt sie eben noch weniger.

Und genau das wollte ich nicht.

Denn mein Hund braucht nicht nur möglichst wenige Kalorien.

Er braucht Eiweiß.

Fette.

Vitamine.

Mineralstoffe.

Spurenelemente.

Und er soll nach dem Fressen nicht das Gefühl haben, dass ich versehentlich die Hälfte seines Abendessens vergessen habe.

Mein Ziel war nicht, Sally möglichst schnell dünn zu bekommen.

Ich wollte sie wieder leichter und beweglicher bekommen – ohne sie einfach immer weiter herunterzufüttern.

Warum Hunde unter Cortison zunehmen können

Cortison beziehungsweise Glukokortikoide können unter anderem den Appetit steigern. Gleichzeitig kann sich während einer Erkrankung die Aktivität deutlich reduzieren.

Auch Veränderungen der Körperzusammensetzung können eine Rolle spielen.

Und genau das ist wichtig:

Nach dem Absetzen des Medikaments springt der Körper nicht automatisch auf den Zustand von vorher zurück.

Der Hund trägt inzwischen zusätzliches Gewicht.

Vielleicht hat er Muskulatur verloren.

Er bewegt sich weniger.

Seine Kondition hat nachgelassen.

Sein tatsächlicher Energiebedarf kann sich verändert haben.

Bei Sally war genau dieses „Das wird danach schon wieder“ deshalb keine Strategie.

Es passierte nämlich schlicht nicht.

Wenn dein Hund während oder nach einer Cortisonbehandlung stark zunimmt, sollte das Gewicht mit dem behandelnden Tierarzt besprochen werden. Auch andere Erkrankungen können Gewicht und Stoffwechsel beeinflussen.

Dann begann meine Futtersuche

Wenn weniger Futter nicht funktioniert, liegt es bestimmt am falschen Futter.

Zumindest dachte ich das.

Also fing ich an zu suchen.

Ich kochte für Sally selbst.

Ich stellte auf BARF um.

Ich verglich Zusammensetzungen.

Ich beschäftigte mich mit Protein und Fett.

Ich probierte verschiedene Futtersorten.

Und jedes Mal dachte ich:

Vielleicht ist es das jetzt.

Kurze Hoffnung.

Waage.

Enttäuschung.

Nächster Versuch.

Rückblickend hat mich genau diese Suche unglaublich viel Zeit und Nerven gekostet.

Denn ich suchte nach dem einen Futter, das meinen Hund schlank macht.

Das war der falsche Ansatz.

Es gibt kein Futter, das Übergewicht einfach wegfüttert

Auch Reico nicht.

Das möchte ich ganz klar sagen.

Sally hat nicht irgendwann eine Reico-Dose gefressen und drei Wochen später waren fünf Kilo verschwunden.

So funktioniert Abnehmen nicht.

Der entscheidende Unterschied kam für mich, als ich aufgehört habe, nur auf den Futtersack und die Grammzahl zu schauen.

Ich musste Sally als Ganzes betrachten.

Wie viel bewegt sie sich tatsächlich?

Wie viel kann sie sich aufgrund ihrer körperlichen Vorgeschichte bewegen?

Wie viel frisst sie insgesamt?

Was bekommt sie zusätzlich?

Wie entwickelt sich ihre Muskulatur?

Wie ist ihr Gewicht?

Und welche Fütterung können wir dauerhaft durchziehen?

Nicht für drei Wochen. Sondern jeden Tag.

Die Umstellung auf Reico war ein Teil unserer Lösung

Irgendwann stellte ich Sally auf Reico um.

Nicht, weil ich ein „Diätfutter“ gesucht habe.

Sondern weil ich ein Fütterungskonzept wollte, das für Sally und unseren Alltag funktioniert.

Reico arbeitet mit naturbelassenen Rohstoffen und dem vom Unternehmen beschriebenen mineralischen Gleichgewicht als Bestandteil seines Ernährungskonzepts.

Für Sally passte die Fütterung.

Aber genauso wichtig waren die anderen Teile:

passende Futtermenge, kontrollierte Extras, Bewegung im Rahmen ihrer Möglichkeiten, keine ständigen Futterwechsel und Zeit.

Das Zusammenspiel hat für uns funktioniert.

Und genau deshalb erzähle ich Sallys Geschichte heute nicht als:

„Mein Hund hat mit Reico sechs Kilo abgenommen.“

Das wäre mir viel zu billig.

Sondern als:

Wir haben endlich aufgehört, nur immer weniger zu füttern und angefangen, ihre gesamte Ernährung und Lebenssituation sinnvoll aufzubauen.

Reico wurde ein Teil davon.

Du reduzierst das Futter schon – und dein Hund nimmt trotzdem nicht ab?

Dann würde ich nicht automatisch die Portion noch kleiner machen.

Schauen wir lieber erst einmal darauf, was tatsächlich im Hund landet.

Hauptfutter, Menge, Leckerchen, Kauartikel, Trainingsbelohnungen, Bewegung und bisherige Versuche.

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Die Leckerchenfalle: „Der bekommt doch fast nichts“

Das Hauptfutter wird grammgenau abgewogen.

65 Gramm.

Kein Gramm mehr.

Und dann?

Ein Leckerchen nach dem Spaziergang.

Zwei beim Training.

Ein Stück Kauartikel am Abend.

Ein bisschen Käse beim Tablettengeben.

Und der Partner hat dem Hund natürlich „wirklich nur ein winziges Stück“ gegeben.

Das Problem ist nicht dieses eine winzige Stück.

Es ist die Summe.

Deshalb schaue ich bei einem Hund mit Übergewicht nicht nur auf die Futtermenge im Napf.

Ich möchte wissen, was innerhalb von 24 Stunden tatsächlich im Hund verschwindet.

Und zwar alles.

Gerade Trainingsleckerlis werden gerne unterschätzt.

Als Hundetrainerin weiß ich selbst, wie schnell bei einer Trainingseinheit einiges im Hund landet.

Das muss nicht weg.

Es muss nur mitgerechnet werden.

Bewegung: Mehr ist nicht automatisch besser

Bei einem jungen, gesunden Hund kann mehr Bewegung ein wichtiger Baustein sein.

Bei Sally war die Sache komplizierter.

Sie hat orthopädische Baustellen und kann nicht einfach täglich zehn Kilometer zusätzlich laufen.

Genau deshalb nervt mich der pauschale Rat:

„Dann beweg den Hund halt mehr.“

Natürlich braucht ein Hund Bewegung.

Aber sie muss zum Hund passen.

Bei einem älteren, übergewichtigen oder körperlich eingeschränkten Hund kann es sinnvoller sein, regelmäßig und angepasst zu bewegen, statt ihn plötzlich durch ein Hardcore-Fitnessprogramm zu schicken.

Bei Schmerzen oder deutlichen Bewegungseinschränkungen gehört die Belastbarkeit tierärztlich abgeklärt.

Die Waage war irgendwann nicht mehr mein einziges Maß

Am Anfang interessierte mich fast nur eine Zahl.

Sallys Gewicht.

Waage drauf.

Kaum Veränderung.

Frust.

Heute würde ich zusätzlich ganz andere Dinge beobachten.

Ist wieder eine Taille zu erkennen?

Sitzt das Geschirr lockerer?

Steht der Hund leichter auf?

Bewegt er sich lieber?

Hat er mehr Ausdauer?

Wie entwickelt sich seine Muskulatur?

Bei Sally merkte ich Veränderungen teilweise im Alltag, bevor die Waage endlich überzeugender wurde.

Und irgendwann war da wieder mehr von meinem alten Hund.

Sie lief längere Strecken.

Sie wollte wieder mehr schnüffeln.

Sie spielte.

Das war für mich mindestens genauso wichtig wie die Zahl auf der Waage.

Fast 25 Kilo auf rund 19 Kilo

Heute wiegt Sally rund 19 Kilogramm.

Das sind gegenüber ihren fast 25 Kilogramm nach der Cortisonzeit ungefähr sechs Kilo weniger.

Bei einem Hund ihrer Größe ist das verdammt viel.

Und nein:

Das ging nicht in vier Wochen.

Es war kein spektakuläres Vorher-Nachher-Programm.

Es war ein Prozess.

Genau deshalb ist diese Erfahrung für meine heutige Futterberatung so wichtig.

Wenn jemand zu mir sagt:

„Ich habe die Futtermenge schon reduziert und mein Hund nimmt trotzdem nicht ab.“

denke ich nicht:

Dann gib halt noch weniger.

Ich denke:

Zeig mir erst einmal, was dieser Hund bekommt und wie sein Alltag aussieht.

Was ich heute bei einem übergewichtigen Hund wissen möchte

Bevor ich über eine andere Fütterung spreche, möchte ich ein paar Dinge wissen:

  • aktuelles Gewicht und möglichst auch das frühere Normalgewicht
  • Alter und Größe
  • aktuelles Futter und tägliche Menge
  • sämtliche Leckerchen und Kauartikel
  • Aktivität
  • gesundheitliche Einschränkungen
  • Medikamente
  • bisherige Abnehmversuche
  • Veränderungen nach Kastration, Krankheit oder Medikamentengabe

Und ganz wichtig:

Wer füttert den Hund eigentlich alles?

Denn manchmal führt nicht der Futternapf das Regiment, sondern Oma, Partner, Kinder und Nachbar gemeinsam.

Welches Reico-Futter würde ich bei Übergewicht wählen?

Auch hier gibt es von mir keine Tabelle:

Hund zu dick = Sorte XY.

Ich möchte zuerst den Hund sehen.

Bei einem älteren, wenig aktiven Hund kann ich zu einer anderen Fütterung kommen als bei einem jungen Hund, der nach einer vorübergehenden Medikamentengabe zugenommen hat.

Auch die bisherige Ernährung spielt eine Rolle.

Nassfutter?

Trockenfutter?

Wie viel?

Welche Proteinquellen?

Welche Extras?

Wie sieht die Verdauung aus?

Danach sage ich dir konkret, wie ich deinen Hund mit Reico füttern würde und welche Menge ich als Ausgangspunkt wählen würde.

Dann beobachten wir.

Denn die Fütterungsmenge auf einer Verpackung ist ein Richtwert.

Dein Hund ist die Kontrolle.

Braucht ein übergewichtiger Hund Kräuter oder Ergänzungen?

Nicht automatisch.

Auch hier gilt unsere Reihenfolge:

Erst Grundfutter und Gesamtmenge sauber aufstellen. Dann überlegen, ob überhaupt etwas zusätzlich sinnvoll ist.

Reico bietet verschiedene Kräuter und Ergänzungsfuttermittel, die je nach Hund Teil eines individuellen Fütterungskonzepts sein können.

Aber ich möchte nicht aus einem Hund, der bereits zu viele Kalorien bekommt, zusätzlich einen Hund mit fünf verschiedenen Dosen und Pulvern im Küchenschrank machen.

Wenn eine Ergänzung sinnvoll erscheint, besprechen wir sie.

Wenn nicht, lassen wir sie weg.

Warum nimmt mein Hund nach Cortison nicht ab?

Das zusätzliche Gewicht verschwindet nach dem Absetzen nicht zwangsläufig automatisch.

Während der Behandlung können sich Appetit, Aktivität, Muskulatur und Gewohnheiten verändert haben.

Deshalb kann auch danach eine gezielte Anpassung von Ernährung und Bewegung notwendig sein.

Kann Cortison beim Hund Gewichtszunahme verursachen?

Ja. Ein gesteigerter Appetit gehört zu den möglichen Wirkungen von Glukokortikoiden. Gleichzeitig bewegen sich Hunde während einer Erkrankung teilweise weniger.

Beides kann eine Gewichtszunahme begünstigen.

Soll ich meinem Hund zum Abnehmen einfach weniger Futter geben?

Die Energiezufuhr muss zum Bedarf des Hundes passen.

Immer weiter zu reduzieren, ohne die gesamte Ernährung anzuschauen, halte ich aber für den falschen Weg.

Besonders bei starkem Übergewicht, Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme sollte das Gewichtsmanagement mit dem Tierarzt abgestimmt werden.

Ist BARF besser zum Abnehmen?

Nicht automatisch.

Ich habe Sally selbst zeitweise gebarft und sie nahm trotzdem kaum ab.

BARF, Nassfutter oder Trockenfutter entscheidet nicht allein darüber, ob ein Hund Gewicht verliert.

Entscheidend ist das gesamte Fütterungskonzept.

Wie schnell sollte ein Hund abnehmen?

Das sollte individuell festgelegt werden, besonders bei starkem Übergewicht oder bestehenden Erkrankungen.

Ich würde bei einem Hund wie Sally keine möglichst schnelle Gewichtsabnahme erzwingen.

Unser Ziel war eine langfristige Veränderung, die körperlich zu ihr passte.

Mein Hund bekommt kaum Futter und nimmt trotzdem nicht ab – was jetzt?

Genau dann würde ich genauer hinschauen.

Nicht automatisch noch weniger füttern.

Medikamente, Erkrankungen, tatsächliche Energieaufnahme, Leckerchen, Bewegung und die Zusammensetzung der gesamten Fütterung gehören überprüft.

„Der bekommt fast nichts mehr“ ist für mich kein vernünftiges langfristiges Ernährungskonzept.

Dein Hund soll abnehmen? Dann hör auf, nur Gramm aus dem Napf zu streichen.

Wenn du inzwischen jede Portion abwiegst, Leckerchen reduziert hast und dein Hund trotzdem nicht vernünftig abnimmt, müssen wir nicht einfach noch zehn Gramm wegnehmen.

Wir müssen uns den ganzen Hund anschauen.

Genau das hätte ich bei Sally viel früher machen sollen.

Heute weiß ich es besser.

Und genau diese Erfahrung nehme ich mit in meine Beratung.

Wir schauen auf das aktuelle Gewicht, die bisherige Fütterung, Extras, Bewegung, Medikamente und darauf, was du bereits ausprobiert hast.

Danach sage ich dir konkret, wie ich die Fütterung deines Hundes mit Reico aufbauen würde.

Nicht mit dem Versprechen:

„Mit Reico nimmt dein Hund garantiert ab.“

Sondern mit einem vernünftigen Plan, den wir anschließend gemeinsam beobachten und anpassen können.

Dein Hund hat zu viel auf den Rippen?

Meine persönliche Futterberatung ist immer kostenlos. Und auch nach der Umstellung bin ich für dich da.

Transparenzhinweis

Dieser Beitrag beschreibt meine persönliche Erfahrung mit Sally. Ihr Gewichtsverlauf lässt sich nicht auf jeden anderen Hund übertragen.

Ich bin selbstständige Reico-Vertriebspartnerin und berate Hundehalter bei der Auswahl der Fütterung.

Meine Futterberatung ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Besonders bei deutlicher Gewichtszunahme, bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme sollte die gesundheitliche Situation tierärztlich beurteilt werden.