Du bürstest deinen Hund – und trotzdem wirkt das Fell stumpf? Die Pfoten werden rau, in den Augenwinkeln sammelt sich ständig etwas oder beim Ohrencheck denkst du: Müsste ich da eigentlich öfter etwas machen?
Hundepflege kann schnell komplizierter wirken, als sie sein muss.
Shampoo, Pfotenbalsam, Augenpflege, Ohrenpflege, Fellpflege – für beinahe jede Körperstelle gibt es ein eigenes Produkt. Aber braucht dein Hund das wirklich alles?
Nein.
Gute Hundepflege bedeutet für mich nicht, möglichst viele Produkte zu benutzen. Es geht darum, deinen Hund regelmäßig anzuschauen und genau dort zu unterstützen, wo er es tatsächlich braucht.
Und etwas wird dabei gerne vergessen: Haut und Fell werden nicht nur von außen gepflegt. Auch die Ernährung spielt eine Rolle.
Hundepflege beginnt mit Hinschauen
Beim Streicheln fällt plötzlich eine kleine Kruste auf. Beim Pfotenabwischen siehst du eine raue Stelle am Ballen. Das Ohr riecht anders als sonst. Oder beim Bürsten merkst du, dass das Fell plötzlich deutlich trockener wirkt.
Genau deshalb gehört Pflege für mich nicht nur zur Schönheit.
Sie ist gleichzeitig ein regelmäßiger kleiner Check deines Hundes.
Achte dabei besonders auf:
- Fell und Haut
- Pfoten und Zwischenzehenräume
- Augen
- Ohren
- Zähne und Maul
Du musst daraus kein wöchentliches Wellnessprogramm machen. Oft reichen wenige Minuten und ein genauer Blick.
Fellpflege: Nicht jeder Hund braucht dasselbe
Fellstruktur, Unterwolle, Alter, Jahreszeit und Aktivität machen einen großen Unterschied.
Besonders während des Fellwechsels kennst du es vielleicht: Du bürstest deinen Hund – und könntest aus den Haaren gefühlt direkt einen zweiten Hund bauen.
Regelmäßiges Bürsten entfernt lose Haare und Schmutz und gibt dir gleichzeitig die Gelegenheit, die Haut darunter anzuschauen.
Besonders sinnvoll ist das:
- während des Fellwechsels
- nach Spaziergängen durch Wald und Wiesen
- bei langem oder dichtem Fell
- bei viel Unterwolle
- wenn sich Kletten, Schmutz oder kleine Ästchen festgesetzt haben
Mein Tipp: Lieber regelmäßig fünf Minuten als alle paar Wochen die große Fellpflege-Aktion.
Wenn das Fell trotz Pflege nicht schön aussieht
Hier lohnt sich ein zweiter Blick.
Du kannst bürsten, waschen und pflegen – wenn das Fell dauerhaft stumpf oder die Haut auffällig ist, würde ich nicht automatisch das nächste Pflegeprodukt kaufen.
Denn Haut und Fell hängen auch mit der Versorgung des Hundes zusammen.
Eiweiß, Fette, Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe werden über die Nahrung aufgenommen. Deshalb gehört für mich bei länger anhaltenden Haut- oder Fellproblemen auch ein Blick in den Napf dazu.
Was bekommt dein Hund täglich? Passt die Fütterung zu ihm? Und ist seine Versorgung insgesamt stimmig?
Das bedeutet nicht, dass jedes Haut- oder Fellproblem vom Futter kommt. Aber die Ernährung komplett auszublenden, wäre genauso falsch.
Wenn dein Hund sich zusätzlich ständig kratzt, findest du hier mehr zum Thema Juckreiz beim Hund.
Bei anhaltendem Juckreiz, entzündeten Hautstellen, starkem Haarausfall oder anderen deutlichen Veränderungen solltest du die Ursache tierärztlich abklären lassen.
Pfoten: Vier kleine Problemzonen, die oft vergessen werden
Pfoten werden häufig erst interessant, wenn der Hund plötzlich daran schleckt oder beim Laufen empfindlich reagiert.
Dabei leisten sie jeden Tag Schwerstarbeit.
Im Winter kommen Kälte, Eis und Streusalz dazu. Im Sommer kann heißer Asphalt die Ballen stark beanspruchen. Dazwischen warten Schotter, kleine Steinchen, Matsch und alles, was sich zwischen den Zehen festsetzen kann.
Schau deshalb regelmäßig:
- Sind die Ballen glatt oder rissig?
- Steckt etwas zwischen den Zehen?
- Gibt es gerötete Stellen?
- Schleckt dein Hund plötzlich auffällig häufig an einer Pfote?
Gerade ständiges Schlecken solltest du nicht einfach als Marotte abtun. Im Artikel Hund leckt ständig die Pfoten findest du mögliche Ursachen und worauf du achten solltest.
Nach Spaziergängen auf gestreuten Wegen kannst du die Pfoten mit lauwarmem Wasser abspülen. Bei trockenen oder beanspruchten Ballen kann eine geeignete Pfotenpflege sinnvoll sein.
Augenpflege: Weniger ist oft mehr
Nicht jeder Hund braucht eine spezielle Augenpflege.
Bei manchen sammelt sich allerdings regelmäßig Tränenflüssigkeit oder Schmutz im Augenwinkel. Gerade bei hellem Fell sieht man das schnell.
Dann gilt für mich: sanft statt schrubben.
Die Augenumgebung vorsichtig sauber halten und gleichzeitig beobachten, ob sich etwas verändert.
Mehr dazu findest du in meinem ausführlichen Artikel zur Augenpflege beim Hund.
Wenn ein Auge plötzlich stark tränt, gerötet ist, dein Hund es zukneift oder daran reibt, gehört das nicht einfach mit einem Pflegeprodukt „weggepflegt“. Dann sollte die Ursache abgeklärt werden.
Und die Ohren? Bitte nicht erst hinschauen, wenn sie riechen
Gerade bei Hunden mit Hängeohren oder dichter Behaarung lohnt sich ein regelmäßiger kurzer Blick.
Wie sieht das Ohr aus? Ist es sauber? Riecht es plötzlich ungewöhnlich? Schüttelt dein Hund häufig den Kopf oder kratzt sich am Ohr?
Viele Hundehalter beschäftigen sich erst mit den Ohren, wenn etwas auffällt. Dabei lässt sich der kurze Ohrencheck wunderbar beim Bürsten oder Kuscheln mit erledigen.
Was bei der Pflege sinnvoll ist und wann du besser genauer hinschauen solltest, habe ich im Artikel zur Ohrenpflege beim Hund ausführlicher erklärt.
Auch hier gilt: Pflege ist Pflege – eine Entzündung gehört zum Tierarzt.
Zähne gehören auch zur Hundepflege
Einen Bereich sollten wir nicht vergessen: das Maul.
Zahnbelag und Zahnstein entstehen nicht erst bei alten Hunden. Ein regelmäßiger Blick auf Zähne und Zahnfleisch gehört deshalb für mich genauso zur Pflege wie der Blick auf Pfoten oder Ohren.
Wie du die Zähne deines Hundes sinnvoll pflegen kannst, findest du ausführlich in meinem Artikel zur Zahnpflege beim Hund.
Welche Pflegeprodukte braucht dein Hund wirklich?
Wahrscheinlich weniger, als dir manche Produktregale vermitteln möchten.
Ein Hund mit unkompliziertem kurzen Fell braucht etwas anderes als ein langhaariger Hund mit viel Unterwolle. Ein Stadthund, der im Winter täglich über gestreute Gehwege läuft, hat andere Anforderungen an seine Pfoten als ein Hund, der überwiegend auf Wald- und Wiesenwegen unterwegs ist.
Deshalb gibt es für mich keine Standardausstattung, die jeder Hundehalter kaufen muss.
Sinnvoll können je nach Hund beispielsweise sein:
- eine passende Bürste oder ein Kamm
- ein mildes Hundeshampoo
- Pfotenpflege
- eine schonende Augenpflege
- Produkte für die hygienische Ohrenpflege
- regelmäßige Zahnpflege
Aber nur, wenn dein Hund sie tatsächlich braucht.
Warum ich Pflege und Fütterung zusammen betrachte
Für mich hört eine gute Versorgung nicht am Futternapf auf – und Hundepflege beginnt gleichzeitig nicht erst bei Shampoo und Bürste.
Beides gehört zusammen.
Wenn mir jemand von stumpfem Fell, empfindlicher Haut oder anderen wiederkehrenden Auffälligkeiten erzählt, interessiert mich deshalb das Gesamtbild.
Was wird gefüttert? Was bekommt der Hund zusätzlich? Wie sieht die Pflege aus? Und seit wann besteht das Problem?
Genau deshalb findest du bei TierfutterVital neben der Ernährung auch REiCO Pflegeprodukte für Hunde für unterschiedliche Bereiche wie Fell, Pfoten, Augen, Ohren und Zähne.
Dabei gilt aber auch bei REiCO: Nicht jeder Hund braucht jedes Produkt.
Und genau deshalb musst du auch nicht auf Verdacht irgendetwas bestellen.
Mein Fazit
Hundepflege muss weder kompliziert sein noch ein Badezimmer voller Flaschen bedeuten.
Schau deinen Hund regelmäßig an. Bürste ihn passend zu seinem Fell. Kontrolliere Pfoten, Augen, Ohren und Zähne.
Und wenn Haut oder Fell trotz guter äußerer Pflege dauerhaft auffällig sind, lohnt sich auch ein Blick auf die Ernährung.
Denn manchmal braucht dein Hund tatsächlich ein Pflegeprodukt.
Und manchmal lohnt es sich, einen Schritt weiterzudenken und in den Napf zu schauen.
Du bist unsicher, was dein Hund wirklich braucht?
Vielleicht stehst du gerade genau vor dieser Frage:
Braucht mein Hund ein Pflegeprodukt – oder sollten wir uns seine Fütterung einmal genauer anschauen?
Dann schreib mir, was dir bei deinem Hund aufgefallen ist. Wir schauen gemeinsam auf seine aktuelle Fütterung, die Pflege und darauf, welche Unterstützung für deinen Hund wirklich sinnvoll sein könnte.
Am schnellsten erreichst du mich per WhatsApp. Die persönliche Beratung ist für dich kostenlos.
Du möchtest lieber nicht über WhatsApp schreiben? Dann nutze einfach mein Kontaktformular.
Häufige Fragen zur natürlichen Hundepflege
Wie oft sollte ich meinen Hund bürsten?
Das hängt stark von Felltyp und Jahreszeit ab. Hunde mit langem Fell oder viel Unterwolle benötigen meist häufigere Fellpflege als kurzhaarige Hunde. Während des Fellwechsels kann regelmäßiges Bürsten besonders sinnvoll sein.
Muss jeder Hund regelmäßig gebadet werden?
Nein. Viele Hunde müssen nur gelegentlich gebadet werden. Wenn ein Shampoo verwendet wird, sollte es für Hunde geeignet sein.
Braucht jeder Hund Pfotenpflege?
Nein. Trotzdem solltest du die Ballen regelmäßig kontrollieren. Besonders Streusalz, Kälte, heiße Wege oder raue Untergründe können die Pfoten beanspruchen.
Kann stumpfes Fell vom Futter kommen?
Die Ernährung kann Haut und Fell beeinflussen, ist aber nicht automatisch die Ursache für jede Veränderung. Bei länger anhaltenden oder deutlichen Auffälligkeiten sollte deshalb nicht nur die Fütterung betrachtet, sondern gegebenenfalls auch tierärztlich nach der Ursache gesucht werden.
Welche REiCO Pflegeprodukte passen zu meinem Hund?
Das hängt davon ab, was dein Hund tatsächlich benötigt. REiCO bietet unterschiedliche Pflegeprodukte beispielsweise für Fell, Pfoten, Augen, Ohren und Zähne. Wenn du nicht weißt, was für deinen Hund sinnvoll ist, helfe ich dir gerne bei der Auswahl.
Transparenzhinweis: Ich bin selbstständige REiCO Vertriebspartnerin und seit vielen Jahren als Hundetrainerin aktiv. Meine persönliche Beratung rund um Fütterung und passende Produkte ist für dich kostenlos.