Durchfall beim Hund: Wenn der nächste weiche Haufen schon wieder kommt

Heute Morgen war der Kot noch halbwegs normal. Beim nächsten Spaziergang weich. Abends Durchfall.

Und sofort beginnt das Kopfkino.

Was hat mein Hund gefressen? Hat er draußen etwas erwischt? War es das Futter? Muss ich zum Tierarzt?

Einmal Durchfall kann passieren. Wenn dein Hund ansonsten fit ist und sich die Verdauung schnell wieder normalisiert, steckt nicht automatisch ein großes Problem dahinter.

Wenn du aber schon mit Küchenrolle bewaffnet durch die Wohnung läufst, nachts rausmusst oder bei jedem Spaziergang darauf hoffst, endlich wieder einen normalen Haufen einzusammeln, sieht die Sache anders aus.

Vor allem, wenn es immer wieder passiert.

Durchfall ist keine Diagnose. Er ist ein Symptom. Und wenn er zum Dauergast wird, sollten wir herausfinden, warum.

Woran erkennst du Durchfall beim Hund?

Nicht jeder auffällige Kot ist gleich Durchfall.

Mal etwas weicherer Kot kann vorkommen. Bei Durchfall ist der Kot deutlich weicher bis wässrig, häufig muss der Hund öfter Kot absetzen.

Interessant wird für mich auch das, was drumherum passiert:

  • Muss dein Hund plötzlich viel häufiger raus?
  • Ist der Kot sehr weich oder wässrig?
  • Kommt nur noch eine kleine Menge?
  • Ist Schleim dabei?
  • Hat sich die Farbe auffällig verändert?
  • Hat dein Hund gleichzeitig Blähungen oder Bauchgrummeln?
  • Frisst er auffällig viel Gras?
  • Erbricht er zusätzlich?
  • Ist er schlapp oder verhält sich anders als sonst?

Wenn du mehrere dieser Punkte regelmäßig beobachtest, würde ich nicht einfach immer wieder Reis kochen und hoffen, dass es diesmal von alleine verschwindet.

Farbe, Konsistenz und Warnzeichen: Hier findest du meinen ausführlichen Ratgeber zum Hundekot.

Durchfall belastet nicht nur deinen Hund

Ein Hund mit akutem Durchfall muss unter Umständen dringend und häufiger raus. Der Darm kommt nicht zur Ruhe und je nach Ursache können weitere Beschwerden hinzukommen.

Und du?

Du schläfst mit einem Ohr beim Hund.

Beim ersten unruhigen Herumlaufen stehst du senkrecht im Bett, weil du weißt: Wir müssen raus. Jetzt.

Beim Spaziergang schaust du auf jeden Haufen. Du überlegst, was dein Hund gefressen hat, streichst Leckerlis, kochst irgendetwas, liest im Internet und freust dich über jeden Kot, der wieder etwas fester aussieht.

Dann scheint alles gut.

Drei Tage später geht es wieder los.

Spätestens wenn sich dieses Spiel wiederholt, wird aus einem Verdauungsproblem auch eine Belastung für euren Alltag.

Warum bekommt ein Hund Durchfall?

Die Liste möglicher Ursachen ist lang.

Manchmal hat der Hund schlicht etwas gefressen, das ihm nicht bekommen ist. Ein abrupter Futterwechsel kann die Verdauung durcheinanderbringen. Auch Stress kann sich bei manchen Hunden direkt auf den Darm auswirken.

Daneben kommen unter anderem Parasiten, Infektionen, Medikamente, Reaktionen auf Futterbestandteile oder Erkrankungen des Verdauungstrakts infrage.

Genau deshalb halte ich wenig von Ferndiagnosen nach dem Muster:

„Mein Hund hat Durchfall. Welches Futter soll ich kaufen?“

Das wäre schön einfach.

Ist es aber nicht.

Wann solltest du mit Durchfall zum Tierarzt?

Hier würde ich nicht mutig herumexperimentieren.

Durchfall kann zu Flüssigkeitsverlust führen. Besonders bei Welpen, alten Hunden und bereits erkrankten Tieren sollte deshalb frühzeitig tierärztlicher Rat eingeholt werden.

Auch bei einem erwachsenen Hund solltest du nicht lange abwarten, wenn weitere Auffälligkeiten dazukommen.

Tierärztlich abklären lassen solltest du insbesondere:

  • starken oder anhaltenden Durchfall
  • Blut im Kot oder schwarzen Kot
  • wiederholtes Erbrechen
  • starke Schmerzen
  • deutliche Teilnahmslosigkeit
  • Fieber
  • Kreislaufprobleme
  • deutlichen Gewichtsverlust
  • Anzeichen einer Austrocknung

Auch wenn du einfach merkst, dass es deinem Hund wirklich schlecht geht, brauchst du keine Checkliste abzuhaken. Dann gehört er zum Tierarzt.

Und wenn der Durchfall immer wiederkommt?

Genau das finde ich besonders interessant.

Montag Durchfall. Dienstag wieder besser. Eine Woche Ruhe. Dann wieder weicher Kot.

Irgendwann heißt es:

„Der hat halt einen empfindlichen Darm.“

Vielleicht.

Aber wenn sich etwas ständig wiederholt, würde ich mich mit dieser Erklärung nicht zufriedengeben.

Wann tritt es auf? Nach bestimmten Mahlzeiten? Nach einem Kauartikel? Nach dem Training? Im Urlaub? Nach Medikamenten? Gibt es gleichzeitig Blähungen, Grasfressen oder auffälliges Bauchgrummeln?

Plötzlich wird aus „Mein Hund hat immer wieder Durchfall“ eine ganze Reihe von Beobachtungen.

Und genau die brauchen wir.

Wenn bei deinem Hund mehrere Verdauungsauffälligkeiten zusammenkommen, lies auch meinen Artikel zur Darmgesundheit beim Hund.

Genug herumprobiert?

Wenn der Durchfall immer wiederkommt und du inzwischen mehr Futtersorten ausprobiert hast, als du zählen möchtest, würde ich nicht einfach die nächste bestellen.

Wir können uns gemeinsam anschauen, was dein Hund tatsächlich bekommt, was bereits ausprobiert wurde und welche Auffälligkeiten noch dazugehören.

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Was hat das Futter mit Durchfall zu tun?

Die Ernährung ist nicht automatisch die Ursache jedes Durchfalls.

Aber sie gehört bei wiederkehrenden Verdauungsproblemen für mich ganz klar auf den Prüfstand.

Und dabei interessiert mich nicht nur die große Dose oder der Futtersack.

Was gibt es zwischendurch?

Leckerlis. Kauartikel. Trainingssnacks. Tischreste. Ergänzungen. Vielleicht noch Käse für die Tablette.

Wie viele verschiedene Proteinquellen bekommt dein Hund über den Tag? Wurde das Futter kürzlich gewechselt? Wie groß sind die Portionen? Gibt es etwas, das immer kurz vor den Problemen gefüttert wurde?

Das sind Fragen, die sich nicht mit „Er bekommt Futter XY“ beantworten lassen.

Der Futter-Marathon macht die Sache nicht unbedingt besser

Der Hund hat Durchfall.

Also wird das Futter gewechselt.

Nach ein paar Tagen sieht der Kot besser aus. Dann wird er wieder weich und Futter Nummer drei kommt ins Haus.

Nebenbei werden die Leckerlis ausgetauscht und vorsichtshalber noch ein Darmprodukt gekauft.

Und irgendwann weiß niemand mehr, was eigentlich geholfen, nichts verändert oder alles noch schlimmer gemacht hat.

Gerade wenn du herausfinden möchtest, was dein Hund verträgt, brauchst du etwas, das beim Herumprobieren schnell verloren geht:

einen Plan.

Wie wir eine Futterumstellung Schritt für Schritt angehen, findest du in meinem Ratgeber zur Futterumstellung.

Was hat die Darmflora damit zu tun?

Im Darm leben zahlreiche Mikroorganismen. Diese Gemeinschaft wird als Darmmikrobiom oder umgangssprachlich Darmflora bezeichnet.

Das Darmmikrobiom ist an Verdauungsprozessen beteiligt und kann unter anderem durch Ernährung, Medikamente und Erkrankungen beeinflusst werden.

Das macht den Darm bei wiederkehrenden Verdauungsproblemen natürlich interessant.

Es bedeutet aber nicht:

Durchfall = Darmflora kaputt = Darmprodukt kaufen.

Gerade bei Durchfall möchte ich zuerst wissen, was überhaupt los ist.

Warum ich bei der Fütterung mit REiCO arbeite

Wenn dein Hund immer wieder Durchfall oder weichen Kot hat, möchte ich nicht einfach versuchen, den nächsten Haufen fester zu bekommen.

Mich interessiert, warum ihr überhaupt immer wieder an diesem Punkt landet.

Genau deshalb arbeite ich in meiner Futterberatung mit REiCO Vital-Systeme.

REiCO setzt bei seinem Ernährungskonzept auf naturbelassene Rohstoffe und das vom Unternehmen beschriebene mineralische Gleichgewicht. Dieser ganzheitliche Ansatz passt zu meiner Art zu beraten.

Ich schaue mir an, was dein Hund aktuell frisst, was es nebenbei gibt, welche Proteinquellen er bekommt und was bereits ausprobiert wurde. Alter, Gewicht, Aktivität und weitere Auffälligkeiten gehören ebenfalls dazu.

Erst daraus ergibt sich für mich ein Bild.

Dann kann ich dir sagen, welche REiCO-Fütterung ich für deinen Hund wählen würde.

Und wenn im Darm schon länger einiges im Argen liegt?

Dann muss die Überlegung nicht beim Grundfutter enden.

REiCO hat auch Kräuter und Ergänzungsfuttermittel, die je nach Situation Teil eines Fütterungskonzepts sein können.

Welche Ergänzung sinnvoll sein kann, hängt von deinem Hund und der Ursache seiner Beschwerden ab.

Durchfall kann völlig unterschiedliche Ursachen haben. Ich möchte deshalb erst wissen, was dein Hund bekommt, wie lange das Problem besteht, was bereits untersucht wurde und welche weiteren Auffälligkeiten es gibt.

Erst anschauen. Dann entscheiden. Nicht noch irgendetwas auf Verdacht in den Hund geben.

Was kannst du bei akutem Durchfall selbst tun?

Wenn dein Hund ansonsten fit ist und nur leichte, kurzzeitige Beschwerden hat, sollte vor allem ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stehen.

Bei der Fütterung würde ich nicht wild zwischen Hausmitteln, verschiedenen Futtersorten und Ergänzungen springen. Was sinnvoll ist, hängt auch vom Hund und der Situation ab.

Und bei einem Punkt wäre ich vorsichtig:

Einfaches Fasten ist nicht für jeden Hund die richtige Lösung. Gerade Welpen, sehr kleine, alte oder erkrankte Hunde sollte man nicht ohne tierärztliche Rücksprache fasten lassen.

Wenn du unsicher bist oder sich der Zustand verschlechtert, lass deinen Hund untersuchen.

Auch Stress kann auf den Darm schlagen

Manche Hunde haben zuhause perfekten Kot.

Dann kommt die Urlaubsfahrt.

Oder die Hundepension.

Oder ein aufregendes Training.

Und plötzlich wird aus der schönen Wurst wieder Brei.

Wenn Durchfall auffällig oft in bestimmten Situationen auftritt, schreib dir das auf. Solche Zusammenhänge können bei der Suche nach der Ursache hilfreich sein.

Medikamente nicht vergessen

Auch Medikamente gehören für mich in die Betrachtung.

Antibiotika können beispielsweise das Darmmikrobiom verändern. Andere Medikamente können ebenfalls Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt haben.

Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass notwendige Medikamente abgesetzt werden sollen.

Aber ich möchte in einer Futterberatung wissen, was dein Hund bekommt oder vor Kurzem bekommen hat.

Sonst fehlt möglicherweise ein wichtiges Stück des Bildes.

Schreib auf, was wirklich passiert

Wenn dein Hund immer wieder Durchfall hat, führ für einige Tage ein kleines Protokoll.

Notiere:

  • was dein Hund frisst
  • welche Leckerlis und Kauartikel er bekommt
  • wann der Kot weich oder wässrig wird
  • wie häufig er Kot absetzt
  • ob Schleim oder andere Auffälligkeiten sichtbar sind
  • ob er zusätzlich pupst, erbricht oder Gras frisst
  • welche Medikamente und Ergänzungen er bekommt
  • ob an diesem Tag etwas Besonderes passiert ist

Und schreib wirklich alles auf.

Auch das Stück Wurst.

Auch das Leckerli beim Spaziergang.

Auch das, was Oma heimlich zugesteckt hat.

So wird aus „Der hat ständig Durchfall“ ein Verlauf, mit dem Tierarzt und Futterberatung deutlich mehr anfangen können.

Häufige Fragen zu Durchfall beim Hund

Was kann Durchfall beim Hund auslösen?

Die möglichen Ursachen reichen von etwas Unverträglichem, das der Hund gefressen hat, über einen abrupten Futterwechsel und Stress bis zu Parasiten, Infektionen, Reaktionen auf Futterbestandteile oder Erkrankungen. Aus dem Symptom allein lässt sich die Ursache nicht bestimmen.

Kann Durchfall vom Hundefutter kommen?

Ja, die Fütterung kann eine Rolle spielen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass das Hauptfutter schuld ist. Auch Leckerlis, Kauartikel, Tischreste und Ergänzungen gehören zur täglichen Ernährung.

Soll ich bei Durchfall sofort das Futter wechseln?

Nicht automatisch. Bei wiederkehrenden Problemen ständig das Futter zu wechseln, kann es sogar schwieriger machen zu erkennen, was dein Hund tatsächlich verträgt. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden sollte zunächst tierärztlich abgeklärt werden, was dahintersteckt.

Was füttere ich meinem Hund bei akutem Durchfall?

Das hängt unter anderem vom Alter, Allgemeinzustand und der Ursache ab. Bei leichten, kurzzeitigen Beschwerden eines ansonsten fitten erwachsenen Hundes kann eine gut verträgliche Fütterung sinnvoll sein. Bei anhaltendem, starkem oder wiederkehrendem Durchfall sollte die Fütterung mit dem Tierarzt abgestimmt werden.

Sollte ein Hund mit Durchfall fasten?

Nicht pauschal. Fasten ist insbesondere bei Welpen, sehr kleinen, alten oder erkrankten Hunden nicht ohne Weiteres geeignet. Im Zweifel solltest du das Vorgehen mit deinem Tierarzt besprechen.

Braucht mein Hund bei Durchfall etwas für die Darmflora?

Nicht automatisch. Ob eine Ergänzung sinnvoll ist, hängt von der Ursache, der bisherigen Fütterung und der individuellen Situation ab. Ein einzelnes Symptom reicht für eine sinnvolle Empfehlung nicht aus.

Wann wird Durchfall beim Hund gefährlich?

Starker oder anhaltender Durchfall kann zu erheblichem Flüssigkeitsverlust führen. Blut oder schwarzer Kot, wiederholtes Erbrechen, Schmerzen, Kreislaufprobleme, deutliche Mattigkeit oder Anzeichen einer Austrocknung sind Gründe, den Hund zeitnah tierärztlich untersuchen zu lassen.

Hast du langsam genug vom nächsten weichen Haufen?

Vielleicht kennst du inzwischen jede Farbe und Konsistenz, die Hundekot haben kann.

Vielleicht hast du schon Futter gewechselt, Leckerlis gestrichen und mehrere Produkte ausprobiert.

Und jedes Mal hoffst du:

Jetzt bleibt es endlich gut.

Bis du beim nächsten Spaziergang wieder mit dem Kotbeutel dastehst und denkst:

Nicht schon wieder.

Dann würde ich nicht einfach das nächste Futter bestellen.

Wir schauen gemeinsam darauf, was dein Hund wirklich bekommt, was du schon versucht hast und was sonst noch auffällt. Danach kann ich dir sagen, wie ich seine Fütterung mit REiCO aufbauen würde und ob ich darüber hinaus eine Ergänzung für sinnvoll halte.

Ich schaue mir eure Ausgangssituation persönlich an und begleite euch auch bei einer möglichen Futterumstellung weiter.

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Transparenzhinweis: Ich bin selbstständige REiCO Vertriebspartnerin und seit vielen Jahren als Hundetrainerin aktiv. Meine persönliche Beratung rund um Fütterung und passende Produkte ist für dich kostenlos.