Sommerekzem beim Pferd: Wenn Scheuern zur Tagesbeschäftigung wird

Schrubben. Scheuern. Kratzen.

An der Mähne. Am Schweif. Am Zaun. Am Pfosten. Eigentlich an allem, was gerade stabil genug aussieht.

Erst stehen ein paar Haare ab. Dann wird die Mähne dünner. Der Schweif sieht zerzaust aus. Und irgendwann ist die Haut gereizt oder sogar wund.

Wer ein Pferd mit Sommerekzem hat, kennt das.

Und meistens kennt man auch den Zeitpunkt ziemlich genau: Die Insekten kommen – und der ganze Mist geht wieder von vorne los.

Decke drauf. Einsprühen. Scheuerstellen pflegen. Möglichst wenig Stiche.

Alles richtig.

Aber ich würde noch an einer anderen Stelle hinschauen:

Was können wir zusätzlich von innen tun?

Denn Sommerekzem kannst du nicht einfach wegfüttern. Aber gerade wenn Haut und Organismus über Monate stark beansprucht werden, gehört für mich auch die Fütterung auf den Prüfstand.

Kurz gesagt: Was ist Sommerekzem beim Pferd?

Sommerekzem ist eine allergische Reaktion auf Stiche bestimmter Insekten, vor allem Gnitzen der Gattung Culicoides. Typisch ist ein teilweise heftiger Juckreiz. Durch das ständige Scheuern entstehen abgebrochene Haare, kahle Stellen und gereizte oder wunde Haut.

Die Fütterung beseitigt diese Allergie nicht. Sie kann aber Teil einer sinnvollen Unterstützung des Pferdes sein.

Deshalb schaue ich bei einem Sommerekzemer nicht nur darauf, was außen auf die Haut kommt.

„Das hat der jeden Sommer.“

Diesen Satz hört man bei Sommerekzem schnell.

Stimmt wahrscheinlich sogar.

Nur macht es die Sache nicht besser.

Denn dein Pferd denkt nicht: „Ach, prima, es ist wieder Juli.“

Es juckt.

Es scheuert.

Vielleicht wird es unruhig, steht ständig am Zaun oder sucht sich den nächsten Pfosten. Mähne und Schweif leiden und bei stärker betroffenen Pferden auch die Haut.

„Das hat der jeden Sommer“ ist ungefähr so beruhigend wie „Das tut ihm jedes Jahr weh“.

Und genau deshalb würde ich mich nicht damit zufriedengeben.

Der erste Hebel bleibt der Insektenschutz

Sommerekzem wird durch die allergische Reaktion auf Insektenstiche ausgelöst. Deshalb ist es logisch, genau dort anzusetzen.

Je nach Pferd und Haltung können zum Beispiel Ekzemerdecken, geeignete Repellents und angepasste Weidezeiten helfen, die Belastung durch die auslösenden Insekten zu reduzieren.

Und vor allem:

Nicht erst anfangen, wenn die halbe Mähne weg ist.

Wenn du weißt, dass dein Pferd jedes Jahr reagiert, weißt du meistens auch ungefähr, wann die schwierige Zeit beginnt.

Das ist ein großer Vorteil. Nutze ihn.

Und was hat jetzt das Futter damit zu tun?

Eine ganze Menge – nur anders, als manchmal behauptet wird.

Futter ist nicht die Ursache des klassischen Sommerekzems und kein Futter der Welt macht aus einem Sommerekzemer einfach ein Pferd ohne Allergie.

Aber dein Pferd besteht eben auch nicht nur aus seiner Allergie.

Haut, Fell und der gesamte Stoffwechsel müssen versorgt werden. Und wenn ein Pferd über Wochen mit Juckreiz, Scheuern und beanspruchter Haut zu tun hat, finde ich es ziemlich kurz gedacht, ausschließlich von außen zu arbeiten.

Deshalb schaue ich mir die gesamte Fütterung und Nährstoffversorgung an.

Was bekommt das Pferd täglich?

Was wird bereits ergänzt?

Passt das überhaupt zusammen?

Und gibt es eine gezielte Unterstützung, die in dieser Situation sinnvoll sein kann?

Genau da wird es individuell.

Dein Pferd scheuert sich jeden Sommer?

Dann erzähl mir nicht nur, dass dein Pferd Sommerekzem hat.

Erzähl mir, wie es gehalten wird, was es bekommt, wann die Probleme anfangen und wie stark es reagiert.

Dann können wir gemeinsam schauen, ob und wie wir die Versorgung von innen sinnvoll unterstützen.

Ich arbeite bei diesem Thema nicht nach dem Prinzip „Sommerekzem = irgendein Pülverchen in den Trog“.

Meine Beratung ist kostenlos.

Schreib mir einfach per WhatsApp oder über mein Kontaktformular.

Warum ich nicht einfach irgendein Ergänzungsfutter nehmen würde

Bei Sommerekzem kann es sinnvoll sein, die Haut nicht nur von außen zu pflegen, sondern auch ihre Versorgung von innen mitzudenken.

Es gibt Ergänzungsfuttermittel, die gezielt die natürliche Hautbarriere, den Zellstoffwechsel sowie Haut und Fell von innen unterstützen. Auch die Darmgesundheit kann dabei mitgedacht werden.

Aber auch hier gilt für mich:

Nicht einfach irgendetwas in den Trog kippen, nur weil „Haut“ auf der Packung steht.

Ich möchte vorher wissen, was dein Pferd bereits bekommt und wie seine gesamte Fütterung aussieht.

Mehr ist nicht automatisch besser. Passend ist besser.

Warte nicht auf die erste kahle Stelle

Bei einem bekannten Sommerekzemer würde ich nicht jedes Frühjahr überrascht tun.

Du kennst dein Pferd.

Du weißt, wie die letzte Saison gelaufen ist.

Und wenn Mähne und Schweif im vergangenen Sommer massiv gelitten haben, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass die nächste Insektenzeit nicht plötzlich völlig anders verläuft.

Deshalb lieber rechtzeitig vorbereiten, statt später nur noch hinterherzulaufen.

Insektenschutz organisieren. Haltung im Blick behalten. Fütterung prüfen.

Nicht erst dann, wenn dein Pferd bereits wieder am Zaun steht und schrubbt.

Mein Fazit: Schau nicht nur auf die kaputte Mähne

Die kaputte Mähne ist das, was du siehst.

Der Juckreiz ist das, was dein Pferd spürt.

Deshalb würde ich Sommerekzem nicht auf ein kosmetisches Problem reduzieren.

Die auslösenden Insekten möglichst fernzuhalten bleibt entscheidend. Gleichzeitig lohnt es sich, dein Pferd als Ganzes anzuschauen – einschließlich seiner Fütterung und Nährstoffversorgung.

Denn wenn ich weiß, dass mein Pferd jedes Jahr durch diese Zeit muss, möchte ich nicht nur reagieren.

Ich möchte vorher überlegen, was ich sinnvoll besser machen kann.

Du hast auch so einen „Sommerschrubber“?

Dann schreib mir kurz, wie dein Pferd gehalten und gefüttert wird und was bei ihm während der Insektenzeit passiert.

Ich schaue mir mit dir gemeinsam an, wo du sinnvoll ansetzen kannst und welche Unterstützung zu deinem Pferd passt.

Dein Pferd ist schließlich auch keine Pauschallösung.

Meine Beratung ist kostenlos.

WhatsApp: 0171 3011027

Alternativ kannst du mir über das Kontaktformular von TierfutterVital schreiben.

Häufige Fragen zum Sommerekzem beim Pferd

Was löst Sommerekzem beim Pferd aus?

Sommerekzem ist eine allergische Reaktion auf Stiche bestimmter Insekten, besonders auf Gnitzen der Gattung Culicoides. Betroffene Pferde reagieren darauf mit starkem Juckreiz und typischen Hautveränderungen.

Warum scheuert sich mein Pferd Mähne und Schweif?

Bei Sommerekzem juckt die Haut teilweise heftig. Das Pferd versucht, sich durch Scheuern Erleichterung zu verschaffen. Besonders häufig betroffen sind Mähnenkamm und Schweifbereich.

Kann falsches Futter Sommerekzem verursachen?

Das klassische Sommerekzem wird nicht einfach durch falsches Futter verursacht. Auslöser ist die allergische Reaktion auf Insektenstiche. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf die gesamte Fütterung und Nährstoffversorgung des betroffenen Pferdes.

Kann ich mein Pferd bei Sommerekzem über die Fütterung unterstützen?

Die Fütterung kann die Allergie nicht beseitigen. Eine bedarfsgerechte Versorgung und gezielt ausgewählte Ergänzungsfuttermittel können aber Teil der Unterstützung sein. Was sinnvoll ist, hängt von der gesamten Ration und dem einzelnen Pferd ab.

Welches Ergänzungsfutter ist bei Sommerekzem sinnvoll?

Es gibt Ergänzungsfuttermittel, die die natürliche Hautbarriere sowie Haut und Fell von innen unterstützen können. Welche Unterstützung zu deinem Pferd passt, hängt aber von seiner gesamten Fütterung und Versorgung ab. Deshalb schaue ich mir die Situation lieber individuell an, statt pauschal dasselbe Produkt zu empfehlen.

Wann sollte ich bei einem Sommerekzemer anfangen?

Nicht erst bei den ersten kahlen Stellen. Wenn dein Pferd jedes Jahr Sommerekzem bekommt, solltest du dich bereits vor der typischen Insektenzeit um Insektenschutz und die weitere Unterstützung kümmern.

Hilft eine Ekzemerdecke bei Sommerekzem?

Eine gut sitzende Ekzemerdecke kann einen wichtigen Beitrag leisten, weil sie die Haut vor Insektenstichen schützt. Sie ist damit eine Möglichkeit, direkt am Auslöser anzusetzen.

Warum hat mein Pferd Sommerekzem und andere Pferde nicht?

Nicht jedes Pferd reagiert gleich empfindlich auf die Stiche. Unter anderem spielen individuelle und genetische Faktoren eine Rolle. Deshalb können selbst Pferde unter ähnlichen Haltungsbedingungen sehr unterschiedlich betroffen sein.

Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei starken, offenen oder entzündeten Hautveränderungen oder weiteren auffälligen Beschwerden sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.