Ohrenpflege beim Hund – wie oft reinigen wirklich sinnvoll ist
Dein Hund schüttelt den Kopf.
Kratzt sich am Ohr.
Du schaust hinein und denkst:
„Schon wieder dreckig.“
Also Ohrenreiniger raus, sauber machen – fertig.
Zumindest bis ein paar Tage später wieder dasselbe Spiel beginnt.
Und genau da würde ich irgendwann nicht mehr nur fragen:
Wie bekomme ich das Ohr sauber?
Sondern:
Warum sieht das Ohr eigentlich ständig so aus?
Denn gesunde Hundeohren müssen nicht nach Kalender gereinigt werden. Und wenn du ständig putzen musst, lohnt sich ein genauerer Blick.
Wie oft sollte man Hundeohren reinigen?
Darauf gibt es keine feste Antwort.
Manche Hunde haben ihr ganzes Leben kaum Probleme mit den Ohren und brauchen praktisch keine regelmäßige Reinigung.
Bei anderen sammelt sich schneller Ohrenschmalz oder Schmutz.
Deshalb halte ich wenig von Regeln wie:
„Hundeohren einmal pro Woche reinigen.“
Warum solltest du ein völlig unauffälliges Ohr ständig behandeln?
Ich würde die Ohren lieber regelmäßig kontrollieren und nur dann reinigen, wenn es tatsächlich einen Grund dafür gibt.
Wie sieht ein gesundes Hundeohr aus?
Schau deinem Hund ruhig regelmäßig in die Ohren.
Ein unauffälliges Ohr sollte nicht stark verschmutzt, gerötet oder unangenehm riechend sein.
Achte besonders auf Veränderungen:
- deutlich mehr Ohrenschmalz als sonst
- braune oder dunkle Ablagerungen
- Rötung
- auffälliger Geruch
- häufiges Kopfschütteln
- Kratzen am Ohr
- Schmerzempfindlichkeit
- plötzlich schiefe Kopfhaltung
Du kennst die Ohren deines Hundes.
Wenn sie plötzlich anders aussehen oder riechen als sonst, ist das interessanter als irgendein starrer Reinigungsplan.
Braune Ohren beim Hund – einfach sauber machen?
Kommt darauf an.
Ein bisschen Ohrenschmalz ist zunächst nichts Ungewöhnliches.
Wenn du aber regelmäßig braune, dunkle oder schmierige Beläge entfernst und sie kurze Zeit später wieder da sind, würde ich nicht endlos weiterputzen.
Denn dann beseitigst du möglicherweise immer wieder nur das, was du siehst.
Die wichtigere Frage lautet: Warum kommt es ständig zurück?
Das gilt besonders, wenn zusätzlich Geruch, Rötung, Juckreiz oder häufiges Kopfschütteln auftreten.
Warum stinken die Ohren meines Hundes?
Ein Hundeohr sollte nicht dauerhaft unangenehm riechen.
Wenn dir beim Hochklappen des Ohres sofort ein deutlicher, ungewöhnlicher Geruch entgegenkommt, würde ich genauer hinschauen.
Gerade wenn gleichzeitig braune Ablagerungen, Rötungen oder Juckreiz auftreten, kann hinter dem vermeintlich „schmutzigen Ohr“ mehr stecken.
Dann ist Ohrenreiniger allein keine Ursachenklärung.
Wenn dein Hund nicht nur an den Ohren auffällig riecht, findest du hier weitere mögliche Ursachen:
Hund stinkt – woher der unangenehme Geruch kommen kann
Wann sollte ich Hundeohren reinigen?
Wenn du tatsächlich Schmutz oder überschüssiges Ohrenschmalz siehst und das Ohr ansonsten unauffällig ist, kann eine sanfte Reinigung sinnvoll sein.
Wichtig ist für mich:
Nicht schrubben, nicht herumstochern und nicht möglichst tief ins Ohr wollen.
Wattestäbchen gehören für mich nicht in den Gehörgang.
Was du außen gut sehen und erreichen kannst, kannst du vorsichtig sauber halten.
Wenn das Ohr allerdings entzündet, stark gerötet, schmerzhaft oder auffällig verändert ist, würde ich nicht einfach irgendeinen Reiniger hineingeben.
Dann gehört das Ohr abgeklärt.
Kann man Hundeohren auch zu oft reinigen?
Ja.
Mehr Pflege ist nicht automatisch bessere Pflege.
Wenn du ständig an einem eigentlich gesunden Ohr herumreinigst, kann das die empfindliche Umgebung im Ohr unnötig reizen.
Deshalb:
Kontrollieren – ja.
Reinigen – wenn nötig.
Nicht nach Kalender.
Welche Hunde haben häufiger auffällige Ohren?
Manche Hunde bringen einfach Voraussetzungen mit, bei denen man etwas genauer hinschauen sollte.
Zum Beispiel Hunde mit:
- Hängeohren
- stark behaarten Ohren
- engem Gehörgang
- häufigem Kontakt mit Wasser
- wiederkehrenden Hautproblemen
- bekannten Allergien oder Unverträglichkeiten
Aber auch ein Hund mit wunderschönen Stehohren kann Ohrprobleme bekommen.
Deshalb würde ich mich nicht darauf verlassen, dass eine bestimmte Ohrform automatisch „pflegeleicht“ bedeutet.
Mein Hund schwimmt gerne – muss ich danach die Ohren reinigen?
Nicht automatisch.
Aber ich würde sie kontrollieren.
Wenn dein Hund nach jedem Bad problemlos trockene, unauffällige Ohren hat, musst du nicht zwangsläufig mit Reiniger hinterher.
Bleiben die Ohren dagegen häufig feucht oder treten nach dem Schwimmen regelmäßig Auffälligkeiten auf, würde ich genauer hinschauen.
Feuchtigkeit und Wärme sind im Ohr nicht unbedingt die beste Kombination.
Die Ohren deines Hundes werden immer wieder auffällig?
Wenn du ständig reinigst und wenige Tage später wieder am gleichen Punkt bist, würde ich nicht einfach den nächsten Ohrenreiniger ausprobieren.
Dann lohnt es sich, nach dem Warum zu suchen.
Wenn gleichzeitig Haut, Pfoten oder Verdauung auffällig sind, können wir uns auch die Fütterung deines Hundes einmal gemeinsam ansehen.
Meine Beratung ist immer kostenlos.
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Was haben juckende Ohren mit Haut und Pfoten zu tun?
Genau hier wird es interessant.
Wenn dein Hund nicht nur ständig an den Ohren kratzt, sondern gleichzeitig:
- seine Pfoten leckt
- zwischen den Zehen knabbert
- sich häufig am Körper kratzt
- gerötete Hautstellen hat
- immer wieder auffällige Ohren bekommt
würde ich diese Dinge nicht automatisch getrennt voneinander betrachten.
Natürlich kann jedes Symptom seine eigene Ursache haben.
Aber wenn mehrere Dinge gleichzeitig oder immer wieder auftreten, lohnt es sich, das Gesamtbild anzuschauen.
Mehr dazu findest du hier:
Juckreiz beim Hund – wenn Kratzen zum Dauerproblem wird
und hier:
Hund leckt ständig seine Pfoten – was dahinterstecken kann
Können wiederkehrende Ohrprobleme mit dem Futter zusammenhängen?
Ja, das kann eine mögliche Spur sein.
Aber bitte nicht aus jedem dreckigen Ohr sofort eine Futtermittelreaktion machen.
Wenn dein Hund einmal etwas mehr Ohrenschmalz hat, heißt das nicht, dass sein Futter schuld ist.
Interessanter wird es für mich, wenn die Ohren immer wieder auffällig werden – besonders wenn gleichzeitig Juckreiz, Pfotenlecken, Hautveränderungen oder Verdauungsprobleme auftreten.
Dann gehört die Fütterung für mich mit auf die Liste der Dinge, die wir uns anschauen.
Nicht als voreilige Diagnose.
Sondern als einen möglichen Baustein im Gesamtbild.
Hefepilze im Ohr – warum kommen sie manchmal immer wieder?
Wenn bei deinem Hund bereits Hefepilze im Ohr festgestellt wurden, kennst du vielleicht dieses Spiel:
Behandeln.
Es wird besser.
Eine Weile ist Ruhe.
Und irgendwann geht es wieder los.
Dann würde ich irgendwann nicht mehr ausschließlich das Ohr betrachten.
Warum entsteht immer wieder ein Umfeld, in dem das Problem zurückkommt?
Dafür können unterschiedliche Ursachen infrage kommen.
Auch Allergien oder Futtermittelreaktionen können bei wiederkehrenden Ohrproblemen eine Rolle spielen.
Genau deshalb kann bei manchen Hunden eine konsequent durchgeführte Ausschlussdiät interessant werden.
Dazu entsteht noch ein eigener ausführlicher Artikel.
Was bedeutet Ausschlussdiät überhaupt?
Bei einer Ausschlussdiät wird die Fütterung bewusst stark eingegrenzt.
Das Ziel ist nicht:
„Wir probieren mal ein anderes Futter.“
Sondern möglichst nachvollziehbar herauszufinden, ob bestimmte Futterbestandteile eine Rolle spielen könnten.
Und dafür muss man konsequent sein.
Denn wenn du das Futter umstellst, aber gleichzeitig fünf verschiedene Leckerli, Kauartikel und zwischendurch Käse fütterst, wird die Beurteilung schwierig.
Bei Reico gibt es Fütterungsmöglichkeiten, die wir uns für eine solche Situation gezielt anschauen können.
Welche davon überhaupt infrage kommt, hängt vom einzelnen Hund und seiner bisherigen Fütterung ab.
Deshalb nenne ich hier bewusst nicht einfach irgendeine Sorte.
Du vermutest, dass bei deinem Hund mehr als nur „schmutzige Ohren“ dahintersteckt?
Dann erzähl mir kurz:
Wie lange bestehen die Ohrprobleme? Wie häufig kommen sie zurück? Was bekommt dein Hund aktuell zu fressen? Gibt es zusätzlich Juckreiz, Pfotenlecken oder Verdauungsprobleme?
Dann können wir uns anschauen, ob die Fütterung überhaupt eine sinnvolle Spur ist und wie man weiter vorgehen könnte.
Fütterung meines Hundes mit Conny besprechen
Meine Beratung ist immer kostenlos.
Wann sollte ich mit Ohrproblemen zum Tierarzt?
Bei deutlichen Beschwerden würde ich nicht lange selbst herumprobieren.
Insbesondere bei:
- starken Schmerzen
- deutlicher Rötung oder Schwellung
- Sekret oder auffälligem Ausfluss
- starkem oder ungewöhnlichem Geruch
- ständigem Kopfschütteln
- Gleichgewichtsproblemen
- schiefer Kopfhaltung
- wiederkehrenden Ohrproblemen
sollte das Ohr tierärztlich untersucht werden.
Nur weil etwas braun aussieht oder riecht, wissen wir schließlich noch nicht, was tatsächlich dahintersteckt.
Häufige Fragen zur Ohrenpflege beim Hund
Wie oft sollte ich die Ohren meines Hundes reinigen?
Nicht nach einem festen Zeitplan. Kontrolliere die Ohren regelmäßig und reinige sie bei Bedarf. Ein gesundes, unauffälliges Ohr muss nicht ständig gereinigt werden.
Darf ich Wattestäbchen benutzen?
Im Gehörgang würde ich darauf verzichten. Damit kann Schmutz tiefer hineingeschoben und das Ohr verletzt werden.
Warum hat mein Hund immer wieder braune Ohren?
Braune Ablagerungen können unterschiedliche Ursachen haben. Wenn sie regelmäßig zurückkehren oder zusätzlich Geruch, Juckreiz oder Rötungen auftreten, sollte die Ursache abgeklärt werden.
Warum riechen die Ohren meines Hundes so unangenehm?
Ein deutlich veränderter Ohrgeruch kann auf ein Problem hinweisen. Besonders zusammen mit Ablagerungen, Rötung, Schmerzen oder Juckreiz würde ich das Ohr untersuchen lassen.
Können Ohrprobleme vom Futter kommen?
Futtermittelreaktionen können bei manchen Hunden eine Rolle spielen. Wiederkehrende Ohrprobleme haben aber unterschiedliche mögliche Ursachen. Deshalb sollte nicht automatisch das Futter verantwortlich gemacht werden.
Kann eine Ausschlussdiät bei wiederkehrenden Ohrproblemen sinnvoll sein?
Wenn der Verdacht auf eine Futtermittelreaktion besteht, kann eine konsequent durchgeführte Ausschlussdiät ein möglicher diagnostischer Weg sein. Sie sollte nicht mit ständig wechselnden Futtersorten verwechselt werden.
Du putzt ständig Ohren – aber das Problem kommt zurück?
Dann würde ich irgendwann aufhören, nur über Ohrenreiniger nachzudenken.
Einmal schmutzige Ohren sind das eine.
Ohren, die ständig wieder riechen, jucken oder auffällig werden, sind etwas anderes.
Dann lohnt sich die Frage:
Was steckt dahinter?
Und wenn Haut, Pfoten, Verdauung oder Fütterung ebenfalls auffällig sind, schauen wir uns genau diese Zusammenhänge an.
Schreib mir kurz etwas über deinen Hund und seine bisherige Fütterung.
Dann schauen wir gemeinsam, ob und wo wir beim Futter sinnvoll ansetzen können.
Meine Beratung ist immer kostenlos.
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Transparenzhinweis
Ich bin selbstständige Reico-Vertriebspartnerin. Bei wiederkehrenden oder deutlichen Ohrproblemen ersetzt eine Futterberatung keine tierärztliche Untersuchung. Meine persönliche Futterberatung ist für dich kostenlos.