Kräuter sind Kräuter. Oder?
Ein bisschen Brennnessel. Löwenzahn. Vielleicht Mariendistel, Anis oder Schachtelhalm.
Alles schön natürlich.
Aber wenn ich meinem Pferd Kräuter füttere, interessiert mich nicht nur:
Was steckt drin?
Sondern auch:
Wie wurde es verarbeitet?
Denn genau an dieser Stelle taucht bei Ergänzungsfuttermitteln für Pferde immer wieder ein Begriff auf:
mikronisierte Kräuter.
Klingt erst einmal ziemlich technisch.
Dabei steckt dahinter ein überraschend einfaches Prinzip.
Kurz gesagt: Was sind mikronisierte Kräuter?
Bei der Mikronisierung werden Pflanzen beziehungsweise Kräuter besonders fein vermahlen.
Durch diese sehr feine Zerkleinerung vergrößert sich die Oberfläche des Pflanzenmaterials deutlich. Reico begründet damit eine bessere Bioverfügbarkeit und eine effizientere Aufnahme im Verdauungstrakt.
Bei den entsprechenden Reico-Pferdeprodukten kommt noch ein zweiter Punkt dazu:
Die Pflanzenbestandteile werden laut Hersteller ohne Hitzeeinwirkung verarbeitet.
Dadurch sollen empfindliche sekundäre Pflanzenstoffe wie Bitterstoffe, Tannine und ätherische Öle möglichst in ihrer natürlichen Form erhalten bleiben.
Mikronisiert bedeutet also nicht einfach:
„Da wurden Kräuter kleingemacht.“
Entscheidend ist, wie fein und wie schonend sie verarbeitet werden.
Warum spielt die Oberfläche überhaupt eine Rolle?
Stell dir zwei Stücke vom gleichen Lebensmittel vor.
Das eine liegt als großer Brocken vor dir.
Das andere ist sehr fein zerkleinert.
Das Ausgangsmaterial kann identisch sein – seine Oberfläche ist es nicht.
Je feiner ein Pflanzenmaterial vermahlen wird, desto größer wird seine Oberfläche im Verhältnis zur Menge.
Und genau dieses Prinzip nutzt die Mikronisierung.
Bei Reicos Pferde-Ergänzungsfuttermitteln wird diese besonders feine Verarbeitung ausdrücklich mit einer verbesserten Bioverfügbarkeit und effizienteren Aufnahme im Verdauungstrakt begründet.
Nicht nur das „Was“ eines Ergänzungsfutters ist also interessant. Auch das „Wie“ kann eine Rolle spielen.
Kräuter sind nicht automatisch gleich Kräuter
Das finde ich bei Pferdefütterung grundsätzlich wichtig.
Auf zwei Eimern kann vorne groß „mit Kräutern“ stehen.
Damit wissen wir aber noch erstaunlich wenig.
Welche Pflanzen sind enthalten?
In welcher Kombination?
Wie wurden sie verarbeitet?
Für welchen Zweck wurde die Mischung zusammengestellt?
Und passt sie überhaupt zu diesem Pferd?
Reico kombiniert in seinen Pferde-Ergänzungsfuttermitteln unterschiedliche Pflanzenstoffe abhängig vom jeweiligen Einsatzbereich. Mikronisierte Pflanzenbestandteile finden sich beispielsweise in Produkten für Verdauung, Atemwege, Haut und Hufe, Belastungssituationen oder Stoffwechsel.
Das heißt aber nicht:
Je mehr Kräuter, desto besser.
„Natürlich“ bedeutet nicht automatisch „passt immer“
Kräuter kommen aus der Natur.
Das macht sie nicht automatisch zu etwas, das ich wahllos in jeden Pferdetrog schütten würde.
Gerade wenn ein Pferd bereits Mineralfutter, Ergänzungsfutter und vielleicht noch verschiedene Einzelkräuter bekommt, möchte ich zuerst wissen, was überhaupt schon drin ist.
Denn mein Ziel wäre nicht:
Noch eine schöne Kräutermischung oben drauf.
Sondern:
Eine Fütterung, die zum Pferd und zum tatsächlichen Bedarf passt.
Du überlegst, dein Pferd mit Kräutern zu unterstützen?
Dann würde ich nicht beim schönsten Kräuternamen anfangen.
Sondern bei deinem Pferd.
Was möchtest du unterstützen? Was bekommt dein Pferd bereits? Wie wird es gehalten und gefüttert? Gibt es ein konkretes Problem oder geht es um die allgemeine Versorgung?
Dann können wir gemeinsam schauen, ob eine gezielte Ergänzung sinnvoll ist und welche Richtung überhaupt zu deinem Pferd passt.
Meine Beratung ist kostenlos.
Schreib mir einfach per WhatsApp oder über mein Kontaktformular.
Warum verarbeitet Reico die Pflanzen ohne Hitze?
Pflanzen enthalten eine ganze Reihe sogenannter sekundärer Pflanzenstoffe.
Dazu gehören beispielsweise Bitterstoffe, Tannine und ätherische Öle.
Reico gibt bei seinen mikronisierten Pferdeprodukten ausdrücklich an, die Pflanzenbestandteile ohne Hitzeeinwirkung zu verarbeiten, um empfindliche sekundäre Pflanzenstoffe möglichst in ihrer natürlichen Form zu erhalten.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Denn wenn ich mich bewusst für pflanzliche Bestandteile entscheide, interessiert mich eben nicht nur die Pflanze auf der Zutatenliste.
Mich interessiert auch, was auf dem Weg in den Eimer mit ihr passiert ist.
Mikronisiert heißt nicht: Wunderpulver
Das möchte ich genauso deutlich sagen.
Eine besonders feine und schonende Verarbeitung macht aus Kräutern kein Wundermittel.
Wenn ein Pferd hustet, Hautprobleme hat, nervös ist, schlechte Hufe hat oder die Verdauung Probleme macht, löst man das nicht automatisch dadurch, dass irgendwo „mikronisiert“ auf einem Ergänzungsfutter steht.
Das Problem muss zum Lösungsansatz passen.
Und genau deshalb finde ich die Kombination aus Problem verstehen + Fütterung anschauen + gezielt ergänzen wesentlich sinnvoller als:
„Mein Pferd hat Problem X – welchen Eimer soll ich kaufen?“
Ein Prinzip – unterschiedliche Einsatzbereiche
Das Spannende ist, dass die Mikronisierung nicht nur bei einem einzigen Pferdeprodukt eingesetzt wird.
Reico beschreibt dieses Verfahren aktuell bei verschiedenen Ergänzungsfuttermitteln – unter anderem für Atemwege, Verdauung, Haut und Hufe, Stoffwechsel, Leistungsanforderungen und Belastungssituationen.
Damit erklärt sich auch, warum ich mikronisierte Kräuter nicht als eigenes „Mittel gegen irgendetwas“ betrachten würde.
Die Mikronisierung ist die Verarbeitung.
Was mit einer Ergänzung unterstützt werden soll, hängt dagegen von ihrer jeweiligen Zusammensetzung und Zweckbestimmung ab.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Mein Fazit: Nicht nur auf die Zutatenliste schauen
Wenn du Ergänzungsfuttermittel für dein Pferd vergleichst, würde ich nicht nur zählen, wie viele Kräuter darin stecken.
Schau genauer hin.
Welche Pflanzen werden verwendet?
Wie werden sie verarbeitet?
Was soll die Mischung ernährungsphysiologisch unterstützen?
Und vor allem:
Braucht dein Pferd diese Unterstützung überhaupt?
Mikronisierte Pflanzenstoffe sind für mich deshalb kein Zauberwort.
Aber die Verarbeitung dahinter ist interessant: sehr feine Vermahlung, größere Oberfläche und bei Reico eine Verarbeitung ohne Hitzeeinwirkung. Laut Hersteller soll das die Bioverfügbarkeit beziehungsweise Aufnahme unterstützen und empfindliche Pflanzenstoffe möglichst erhalten.
Du möchtest wissen, welche Unterstützung zu deinem Pferd passt?
Dann musst du dich nicht durch Kräuterlisten und Produktbeschreibungen kämpfen.
Erzähl mir einfach, was bei deinem Pferd gerade Thema ist und was du bereits fütterst.
Ich schaue mit dir auf die Gesamtsituation und darauf, welche Ergänzung sinnvoll sein könnte – und welche du dir vielleicht auch sparen kannst.
Nicht möglichst viele Kräuter. Sondern die passende Unterstützung für dein Pferd.
Meine Beratung ist kostenlos.
Alternativ kannst du mir über das Kontaktformular von TierfutterVital schreiben.
Häufige Fragen zu mikronisierten Kräutern für Pferde
Was bedeutet mikronisiert bei Kräutern?
Mikronisiert bedeutet, dass die Pflanzenbestandteile besonders fein vermahlen werden. Dadurch vergrößert sich ihre Oberfläche. Reico gibt an, dass dies die Bioverfügbarkeit verbessert und eine effizientere Aufnahme im Verdauungstrakt unterstützt.
Sind mikronisierte Kräuter besser als normale Kräuter?
„Besser“ lässt sich nicht pauschal sagen. Die Mikronisierung beschreibt zunächst die besonders feine Verarbeitung. Entscheidend bleiben außerdem Pflanzenart, Zusammensetzung, Qualität und die Frage, ob die Ergänzung überhaupt zum Pferd und zum gewünschten Zweck passt.
Warum werden Kräuter für Pferde fein gemahlen?
Durch eine feinere Vermahlung wird die Oberfläche des Pflanzenmaterials vergrößert. Reico nutzt dieses Verfahren bei verschiedenen Pferde-Ergänzungsfuttermitteln und verbindet es mit einer verbesserten Bioverfügbarkeit und Aufnahme.
Werden Reico Kräuter erhitzt?
Nach aktuellen Herstellerangaben werden die Pflanzenbestandteile der entsprechenden Pferdeprodukte ohne Hitzeeinwirkung verarbeitet. Damit sollen empfindliche sekundäre Pflanzenstoffe wie Bitterstoffe, Tannine und ätherische Öle möglichst in ihrer natürlichen Form erhalten bleiben.
Was sind sekundäre Pflanzenstoffe?
Sekundäre Pflanzenstoffe sind natürliche Pflanzenbestandteile. Dazu gehören verschiedene Stoffgruppen, beispielsweise Bitterstoffe, Gerbstoffe beziehungsweise Tannine und Bestandteile ätherischer Öle.
Kann ich meinem Pferd verschiedene Kräutermischungen gleichzeitig geben?
Das würde ich nicht pauschal empfehlen. Wenn mehrere Ergänzungsfuttermittel und Einzelkräuter kombiniert werden, sollte zunächst geprüft werden, was insgesamt bereits gefüttert wird und ob die Kombination überhaupt sinnvoll ist.
Welche Kräuter braucht mein Pferd?
Das lässt sich nicht anhand der Aussage „Pferd“ beantworten. Entscheidend ist, was unterstützt werden soll, wie das Pferd ansonsten gefüttert wird und welche Ergänzungen es bereits erhält. Deshalb sollte die Auswahl individuell erfolgen.
Sind mikronisierte Kräuter ein Medikament?
Nein. Ergänzungsfuttermittel mit mikronisierten Pflanzenstoffen sind keine Medikamente. Die Verarbeitung der Pflanzen ändert daran nichts.
Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag informiert über die Verarbeitung und Verwendung pflanzlicher Bestandteile in der Pferdefütterung und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.