Krusten. Rötungen. Dicke Fesselbeugen. Vielleicht nässt es sogar.

Du pflegst, wäschst, cremst – und irgendwann sieht es tatsächlich besser aus.

Bis die Mauke wiederkommt.

Und wieder.

Spätestens dann würde ich aufhören, nur auf die Fesselbeuge zu schauen.

Natürlich muss die Haut vor Ort versorgt werden. Aber gerade bei Pferden, die immer wieder mit Mauke zu tun haben, lohnt sich für mich noch eine andere Frage:

Was können wir zusätzlich von innen tun?

Denn Haut braucht nicht nur Pflege von außen. Sie muss auch von innen vernünftig versorgt werden.

Kurz gesagt: Was ist Mauke beim Pferd?

Mauke ist keine einzelne Krankheit, sondern ein Sammelbegriff für entzündliche Hautveränderungen im Bereich der Fesselbeuge. Typisch sind gerötete, gereizte oder nässende Haut, Schuppen und Krusten. In ausgeprägten Fällen kann die Fesselregion auch anschwellen und schmerzhaft werden.

Auslöser und begünstigende Faktoren können unterschiedlich sein.

Nässe, Schlamm und aufgeweichte Haut können eine Rolle spielen – aber Mauke ist nicht automatisch einfach nur ein bisschen „Schlamm an den Beinen“.

Gerade wenn sie immer wiederkommt, würde ich genauer hinschauen.

„Der hat im Winter halt immer Mauke.“

Das ist schnell gesagt.

Matschige Koppel. Nasse Beine. Viel Fesselbehang.

Da scheint die Erklärung schon gefunden.

Nur: Warum kommt ein Pferd damit gut zurecht und das andere steht ständig mit gereizten Fesselbeugen da?

Und warum bekommt man bei manchen Pferden die Haut kurzfristig schön – nur damit wenige Wochen später wieder die ersten Krusten auftauchen?

Wenn ein Problem ständig wiederkommt, reicht mir „Das hat der halt“ nicht als Erklärung.

Dann möchte ich wissen, was die Haut immer wieder aus dem Gleichgewicht bringt.

Mauke kann unterschiedliche Ursachen haben

Genau deshalb gibt es auch nicht die eine Mauke-Behandlung für jedes Pferd.

Feuchtigkeit und aufgeweichte Haut können die natürliche Schutzfunktion der Haut beeinträchtigen. Bakterien, Pilze oder Parasiten können beteiligt sein. Auch mechanische Reizung und andere Hauterkrankungen kommen infrage.

Das ist wichtig, weil wildes Herumprobieren die Sache nicht unbedingt besser macht.

Mauke ist das, was du an der Fessel siehst. Warum sie entstanden ist oder ständig wiederkommt, ist die viel interessantere Frage.

Und was hat die Fütterung mit Mauke zu tun?

Auch hier gilt:

Du kannst Mauke nicht einfach wegfüttern.

Aber Haut ist ein Organ. Sie erneuert sich ständig und braucht dafür eine passende Versorgung.

Deshalb interessiert mich bei einem Pferd mit wiederkehrenden Hautproblemen nicht nur, welche Salbe gerade auf der Fesselbeuge landet.

Ich möchte auch wissen:

  • Was bekommt das Pferd täglich?
  • Wie sieht die Mineralstoffversorgung aus?
  • Welche Ergänzungsfuttermittel werden bereits gegeben?
  • Passt das alles überhaupt zusammen?
  • Kann die Haut gezielt von innen unterstützt werden?

Gerade bei saisonal bedingten Hautproblemen gibt es Möglichkeiten, die natürliche Hautbarriere, den Zellstoffwechsel sowie Haut und Fell ernährungsphysiologisch von innen zu unterstützen.

Und genau diese Seite würde ich bei wiederkehrender Mauke nicht einfach ignorieren.

Dein Pferd kämpft immer wieder mit Mauke?

Dann schauen wir nicht nur auf die nächste Kruste.

Erzähl mir, wann die Mauke auftritt, wie dein Pferd gehalten wird und was aktuell im Trog landet.

Dann können wir gemeinsam prüfen, wo du sinnvoll ansetzen kannst und welche Unterstützung von innen zu deinem Pferd passt.

Ich empfehle nicht nach dem Prinzip „Mauke = irgendein Zusatzfutter“.

Meine Beratung ist kostenlos.

Schreib mir einfach per WhatsApp oder nutze mein Kontaktformular.

Mehr waschen ist nicht automatisch besser

Wenn die Fesseln schmutzig sind, möchte man natürlich sauber machen.

Aber ständig waschen, schrubben und anschließend wieder feuchte Haut zurücklassen kann kontraproduktiv sein.

Gerade angegriffene Haut braucht einen vernünftigen Umgang.

Das bedeutet nicht, dass Dreck einfach dranbleiben soll. Es bedeutet: nicht jeden Tag Aktion um der Aktion willen.

Auch beim Entfernen von Krusten wäre ich vorsichtig. Fest sitzende Krusten gewaltsam herunterzureißen kann die ohnehin gereizte Haut zusätzlich verletzen.

Die Fesselbeuge ist keine Küchenarbeitsplatte, die man einfach ordentlich abschrubbt.

Warum die Haltung trotzdem dazugehört

Wenn dein Pferd täglich stundenlang im tiefen Matsch steht, können wir über Fütterung reden, bis wir schwarz werden.

Das Umfeld bleibt ein wichtiger Teil des Problems.

Feuchtigkeit, Schlamm, verschmutzte Einstreu und dauerhaft nasse Fesselbeugen können die Haut zusätzlich belasten.

Deshalb gehören für mich Haltung, Hautpflege und Versorgung von innen zusammen.

Ein Ergänzungsfutter ersetzt keinen trockenen Unterstand.

Und ein trockener Unterstand macht eine unpassende Versorgung nicht automatisch passend.

Nicht fünf Sachen gleichzeitig in den Trog kippen

Bei Hautproblemen passiert schnell Folgendes:

Ein Zusatz fürs Fell.

Noch etwas für die Haut.

Mineralfutter sowieso.

Dann hat jemand noch einen Tipp.

Und plötzlich bekommt das Pferd fünf verschiedene Ergänzungen und niemand weiß mehr, was eigentlich wofür gedacht war.

Mehr ist nicht automatisch besser. Passend ist besser.

Deshalb schaue ich lieber einmal auf die komplette Fütterung, bevor einfach das nächste Produkt dazukommt.

Mein Fazit: Schau weiter als bis zur Fesselbeuge

Natürlich musst du dich um gereizte Haut und Krusten kümmern.

Aber wenn dein Pferd immer wieder Mauke bekommt, würde ich nicht jedes Mal nur dieselbe Runde drehen:

Krusten. Waschen. Pflegen. Kurz besser. Wieder Krusten.

Schau auch auf Haltung, Feuchtigkeit, Hautpflege und die gesamte Fütterung.

Die Mauke siehst du außen. Die Haut versorgst du auch von innen.

Und genau deshalb kann eine gezielte ernährungsphysiologische Unterstützung ein sinnvoller Teil des Gesamtpakets sein.

Die Mauke kommt bei deinem Pferd ständig wieder?

Dann schreib mir.

Sag mir kurz, wann die Probleme auftreten, wie dein Pferd gehalten wird und was es aktuell bekommt.

Ich schaue mir mit dir gemeinsam an, ob die Fütterung bereits sinnvoll aufgestellt ist und welche Unterstützung für Haut und Hautbarriere zu deinem Pferd passen kann.

Dein Pferd braucht keine Produktsammlung. Es braucht eine passende Lösung.

Meine Beratung ist kostenlos.

WhatsApp: 0171 3011027

Alternativ kannst du mir über das Kontaktformular von TierfutterVital schreiben.

Häufige Fragen zu Mauke beim Pferd

Was ist Mauke beim Pferd?

Mauke bezeichnet entzündliche Hautveränderungen im Bereich der Fesselbeuge. Typisch sind Rötungen, Schuppen, Krusten oder nässende Stellen. Die möglichen Ursachen und begünstigenden Faktoren sind unterschiedlich.

Warum bekommt mein Pferd immer wieder Mauke?

Wiederkehrende Mauke kann verschiedene Gründe haben. Feuchtigkeit, Schlamm, Hautreizungen, Infektionen oder Parasiten können eine Rolle spielen. Deshalb sollte man bei wiederkehrenden Problemen nicht ausschließlich die sichtbaren Krusten behandeln.

Kommt Mauke beim Pferd von Nässe und Matsch?

Nässe und Schlamm können die Haut belasten und Mauke begünstigen, sind aber nicht die einzige mögliche Ursache. Entscheidend ist die individuelle Situation des Pferdes.

Kann falsches Futter Mauke verursachen?

Mauke lässt sich nicht pauschal auf „falsches Futter“ zurückführen. Bei wiederkehrenden Hautproblemen lohnt es sich trotzdem, die gesamte Ration und Nährstoffversorgung zu überprüfen, weil die Haut für ihre normale Funktion entsprechend versorgt werden muss.

Kann ich mein Pferd bei Mauke über die Fütterung unterstützen?

Eine passende Fütterung ersetzt nicht die Behandlung der betroffenen Haut oder die Verbesserung ungünstiger Haltungsbedingungen. Es gibt aber Ergänzungsfuttermittel, die die natürliche Hautbarriere, den Zellstoffwechsel sowie Haut und Fell von innen unterstützen können. Welche Unterstützung sinnvoll ist, hängt vom einzelnen Pferd und seiner bisherigen Fütterung ab.

Soll man Mauke-Krusten entfernen?

Fest sitzende Krusten sollten nicht einfach gewaltsam abgerissen werden, weil dadurch die gereizte Haut zusätzlich verletzt werden kann. Wie die betroffenen Stellen sinnvoll gepflegt werden, hängt vom Zustand und der Ursache der Hautveränderungen ab.

Soll man Mauke jeden Tag waschen?

Häufiges Waschen kann dazu führen, dass die Haut immer wieder nass wird und zusätzlich gereizt wird. Sauberkeit ist wichtig, aber mehr Waschen bedeutet nicht automatisch bessere Haut.

Kann Mauke auch im Sommer auftreten?

Ja. Mauke ist nicht ausschließlich ein Winterproblem. Auch andere Belastungen der Haut können eine Rolle spielen, weshalb die Ursache nicht allein anhand der Jahreszeit beurteilt werden sollte.

Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei stark entzündeten, nässenden oder schmerzhaften Hautveränderungen, deutlichen Schwellungen oder anhaltenden Beschwerden sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.