Die Geschwister haben es offenbar verstanden.

Nase in den Napf.

Probieren.

Noch mal probieren.

Fressen.

Nur eines sitzt daneben und denkt sich anscheinend:

Nein danke. Milch reicht mir.

Anfangs ist das vielleicht noch ganz niedlich.

Ein paar Tage später wird man nervös.

Denn irgendwann reicht es eben nicht mehr, dass ein Kitten ausschließlich auf seine bisherige Milchversorgung setzt.

Beim Absetzen muss ein Kitten Schritt für Schritt lernen, seinen Nährstoffbedarf über feste Nahrung zu decken. Manche schaffen diesen Übergang fast nebenbei, andere brauchen deutlich mehr Zeit und Unterstützung. Entscheidend ist, dass aus anfänglicher Zurückhaltung keine Versorgungslücke entsteht.

Und genau darum geht es hier.

Nicht darum, das Kitten möglichst schnell von der Milch wegzubekommen.

Sondern darum, es vernünftig ans Fressen zu bekommen.

Von Milch auf Futter – das ist tatsächlich eine Umstellung

Für uns sieht es einfach aus.

Da steht Futter.

Also friss.

Für ein Kitten verändert sich aber einiges.

Geruch.

Geschmack.

Konsistenz.

Die Art, Nahrung aufzunehmen.

Und gleichzeitig soll aus etwas völlig Neuem langsam die normale Ernährung werden.

Deshalb finde ich den Gedanken falsch:

„Es ist jetzt alt genug. Dann gibt es eben keine Milch mehr, bis es frisst.“

Gerade bei einem jungen Kitten möchte ich keinen Machtkampf am Futternapf.

Wir wollen, dass es lernt:

Das hier ist Futter. Das schmeckt. Davon werde ich satt.

Warum frisst mein Kitten kein festes Futter?

Ein Kitten kann feste Nahrung zunächst ablehnen, weil sie schlicht ungewohnt ist. Auch Konsistenz, Geruch, Temperatur und die bisherige Fütterung können beeinflussen, wie schnell es neues Futter akzeptiert.

Und dann kommt noch etwas dazu:

Katzen haben ziemlich klare Meinungen über Futter.

Das fängt offenbar früh an.

Ein Kitten kann beispielsweise an weichem Futter interessiert sein, aber mit größeren Stückchen nichts anfangen.

Es kann das Futter ablecken, aber nicht richtig fressen.

Oder es schnuppert einmal und geht wieder.

Das bedeutet nicht automatisch, dass dieses Futter grundsätzlich ungeeignet ist.

Manchmal müssen wir den Übergang einfach leichter machen.

Aus „festem Futter“ muss nicht sofort ein fester Brocken werden

Beim Absetzen würde ich nicht denken:

Gestern Milch.

Heute normale Katzenfutter-Portion.

Fertig.

Der Übergang darf tatsächlich ein Übergang sein.

Weiches Futter lässt sich zunächst so anbieten, dass das Kitten es leicht aufnehmen kann. Je sicherer es damit wird, desto mehr kann sich Konsistenz und Fütterung in Richtung der späteren normalen Mahlzeit entwickeln.

Wichtig ist mir dabei:

Nicht jeden Tag fünf neue Dinge ausprobieren.

Denn sonst wissen wir am Ende überhaupt nicht mehr, ob das Kitten die Konsistenz, den Geschmack oder einfach die ständigen Veränderungen nicht mag.

Lieber einen vernünftigen Weg wählen und diesen nachvollziehbar weiterentwickeln.

Milch einfach von heute auf morgen streichen?

Das würde ich nicht allein deshalb tun, weil das Kitten theoretisch in der Absetzphase angekommen ist.

Solange ein Katzenkind noch nicht zuverlässig ausreichend feste Nahrung aufnimmt, interessiert mich seine gesamte Versorgung.

Genau hier ist REiCO Milch+ interessant.

Reico bietet Milch+ ausdrücklich für die Aufzucht und Entwicklung von Welpen und Kitten an. Die Ergänzungsnahrung liefert unter anderem Proteine, Mineralstoffe und Mikronährstoffe; Reico beschreibt außerdem Präbiotika und bioaktive Milchbestandteile zur Unterstützung von Darm und Nährstoffaufnahme.

Das macht Milch+ für mich nicht zum Trick nach dem Motto:

„Kitten frisst nicht? Dann bekommt es eben dauerhaft Milch.“

Im Gegenteil.

Unser Ziel bleibt die normale, bedarfsgerechte Fütterung.

Aber während dieses Übergangs können wir die Versorgung des einzelnen Kittens betrachten und entscheiden, wie wir Milchversorgung und Einstieg ins feste Futter sinnvoll zusammenbringen.

Das ist etwas anderes, als das Kitten plötzlich vor einen Napf zu setzen und zu hoffen, dass Hunger den Rest erledigt.

Der häufigste Fehler: Aus Sorge entsteht Napf-Chaos

Das Kitten frisst nicht.

Also probieren wir Sorte zwei.

Dann Sorte drei.

Etwas Thunfisch darüber.

Vielleicht Trockenfutter.

Noch eine andere Dose.

Dann wieder Milch.

Am Abend stehen sechs geöffnete Futtersorten in der Küche und niemand weiß mehr, was das Kitten eigentlich gefressen hat.

Genau das würde ich vermeiden.

Nicht weil ein Kitten niemals verschiedene Futtersorten kennenlernen darf.

Sondern weil wir in dieser Situation herausfinden wollen:

Welche Konsistenz funktioniert?

Welche Nahrung akzeptiert es?

Wie viel nimmt es tatsächlich auf?

Und entwickelt sich daraus langsam eine richtige Mahlzeit?

Dafür brauchen wir ein bisschen Struktur.

Dein Kitten schleckt nur am Futter oder verweigert feste Nahrung noch komplett?

Dann schreib mir Alter, aktuelles Gewicht, bisherige Milchversorgung und was du bereits als festes Futter angeboten hast.

Ich schaue mir mit dir an, wie du den Übergang auf feste Nahrung sinnvoll aufbauen kannst und ob die aktuelle Versorgung deines Kittens dabei ausreicht.

Meine Beratung ist kostenlos.

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Die Waage sagt mehr als der Blick in den Napf

Das Kitten hat gefressen.

Prima.

Aber wie viel?

Gerade in einem Wurf ist das schwer einzuschätzen.

Vielleicht stehen mehrere Kitten gemeinsam am Napf.

Vielleicht sieht das kleine Katzenkind sehr beschäftigt aus und nimmt tatsächlich nur wenige Bissen.

Deshalb ist beim Absetzen die Gewichtsentwicklung so hilfreich.

Ein Kitten, das zunehmend feste Nahrung frisst und sich kontinuierlich entwickelt, ist eine völlig andere Situation als eines, dessen Gewicht plötzlich stagniert.

Und damit sind wir bei der wichtigen Abgrenzung zu unserem anderen Artikel:

Ein Kitten, das feste Nahrung noch nicht richtig akzeptiert, ist nicht automatisch ein Kümmerling.

Beim Kümmerling steht die auffällige körperliche Entwicklung bzw. schlechte Gewichtszunahme im Mittelpunkt. Genau darum geht es in meinem separaten Ratgeber „Kitten nimmt nicht zu“.

Hier dagegen betrachten wir ganz konkret den Übergang von Milch auf selbstständiges Fressen.

Soll ich das Futter mit Milch vermischen?

Das kann beim Übergang eine Möglichkeit sein – aber auch hier würde ich nicht wild herumexperimentieren.

Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar:

Wir machen aus „komplett neu“ zunächst etwas, das näher an der bekannten Nahrung liegt.

Dann kann die Konsistenz nach und nach verändert werden.

Entscheidend ist für mich aber nicht irgendein starres Schema mit Tag 1, Tag 2, Tag 3.

Das Kitten gibt das Tempo mit vor.

Es soll zunehmend selbstständig fressen und dabei zuverlässig versorgt bleiben.

Und welches Katzenfutter kommt danach in den Napf?

Spätestens jetzt wird aus dem Absetzproblem eine ganz normale Frage der Katzenernährung:

Was soll dieses Kitten künftig eigentlich fressen?

Und da würde ich nicht nur danach gehen, welche Dose gerade besonders hübsch aussieht.

Ein wachsendes Kitten braucht eine Fütterung, die zu seiner Entwicklungsphase passt.

Bei meiner Reico-Beratung schaue ich deshalb nicht nur:

„Welche Sorte frisst es?“

Sondern:

Wie alt ist das Kitten?

Was wiegt es?

Wie entwickelt es sich?

Was kennt es bisher?

Was nimmt es zuverlässig an?

Und wie bauen wir daraus die weitere Fütterung auf?

Denn irgendwann soll die Milch nicht mehr die Hauptrolle spielen.

Irgendwann soll im Napf einfach gutes Katzenfutter liegen – und das Kitten soll es fressen.

Bitte nicht mit Hunger überzeugen

Eine erwachsene mäkelige Katze und ein junges Kitten in der Absetzphase sind für mich zwei verschiedene Situationen.

Bei einem Katzenkind möchte ich nicht ausprobieren:

„Wenn es hungrig genug ist, wird es schon fressen.“

Das Ziel ist nicht, den Willen des Kittens zu brechen.

Das Ziel ist, den Übergang so hinzubekommen, dass es zuverlässig selbstständig frisst und sich gut weiterentwickelt.

Das ist ein ziemlich großer Unterschied.

Wenn aus „mag kein Futter“ plötzlich „nimmt nicht zu“ wird

Genau deshalb gehört beim Absetzen die Entwicklung mit auf den Tisch.

Solange das Kitten munter ist, zunehmend selbstständig frisst und sich weiterentwickelt, können wir den Übergang begleiten.

Wenn du aber merkst:

Das Gewicht stagniert.

Es wird schwächer.

Es frisst immer weniger statt mehr.

Dann haben wir nicht mehr nur ein kleines Akzeptanzproblem.

Dann verändert sich die Situation.

Und deshalb finde ich regelmäßiges Wiegen gerade in dieser Phase so wertvoll.

Nicht aus Panik.

Sondern damit wir Veränderungen sehen, bevor sie sich irgendwann deutlich am Körper zeigen.

Du möchtest nicht jeden Tag die nächste Dose ausprobieren?

Dann schick mir Alter, Gewicht, bisherige Fütterung und kurz, was dein Kitten beim Futter momentan macht:

Schnuppert und geht?

Schleckt nur?

Frisst kleine Mengen?

Oder verweigert es feste Nahrung komplett?

Dann können wir viel gezielter entscheiden, wie der nächste Fütterungsschritt aussehen sollte und welche Reico-Fütterung anschließend zu deinem Kitten passt.

Meine Beratung ist kostenlos.

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Häufige Fragen

Wann beginnen Kitten, festes Futter zu fressen?

Der Übergang erfolgt schrittweise während der Absetzphase. Nicht jedes Kitten akzeptiert feste Nahrung zum exakt gleichen Zeitpunkt; wichtiger ist, dass die selbstständige Futteraufnahme zunehmend funktioniert und die Entwicklung stabil bleibt.

Warum schleckt mein Kitten nur am Futter?

Die Konsistenz fester Nahrung kann zunächst ungewohnt sein. Manche Kitten schlecken weiches Futter zunächst nur ab und lernen erst nach und nach, größere Mengen selbstständig aufzunehmen.

Darf ein Kitten beim Absetzen noch Milch bekommen?

Der Übergang von Milch zu fester Nahrung erfolgt nicht zwangsläufig von einem Tag auf den anderen. Entscheidend ist die Gesamtversorgung des Kittens während dieser Phase. REiCO Milch+ ist ausdrücklich für die Aufzucht und Entwicklung von Kitten vorgesehen.

Kann ich festes Katzenfutter mit Milch vermischen?

Eine weichere Übergangskonsistenz kann den Einstieg erleichtern. Sie sollte anschließend schrittweise in Richtung der normalen Fütterung weiterentwickelt werden, statt dauerhaft bei einer Milch-Futter-Mischung zu bleiben.

Was mache ich, wenn nur ein Kitten aus dem Wurf nicht fressen möchte?

Dann würde ich dieses Kitten einzeln beobachten und insbesondere seine tatsächliche Futteraufnahme und Gewichtsentwicklung verfolgen. Der Vergleich mit den Geschwistern allein reicht nicht aus.

Ist ein Kitten, das schlecht festes Futter frisst, ein Kümmerling?

Nein. Ein Kümmerling ist umgangssprachlich ein Kitten, das körperlich deutlich zurückbleibt oder schlecht zunimmt. Ein Problem beim Übergang auf feste Nahrung kann dazu beitragen, ist aber eine andere Ausgangssituation.

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Transparenz-Hinweis

Ein sehr junges Kitten hat nur begrenzte Reserven. Verweigert es Nahrung anhaltend, verliert Gewicht, wird schwach oder zeigt weitere gesundheitliche Auffälligkeiten, sollte dies zeitnah tierärztlich abgeklärt werden. Dieser Beitrag ersetzt keine Diagnose.