Juckreiz beim Hund: Wenn dein Hund sich ständig kratzt
Kratz. Kratz. Kratz.
Kurz Ruhe.
Dann wieder.
Nachts hörst du es aus dem Hundebett. Auf dem Sofa wird geleckt. Beim Spaziergang bleibt dein Hund stehen, um sich zu kratzen. Irgendwann knabbert er an den Pfoten oder beißt sich regelrecht ins Fell.
Und du schaust ständig nach:
Ist die Haut schon rot? Wird die Stelle größer? Hat er sich wieder aufgekratzt?
Juckreiz ist nicht einfach nur nervig.
Wenn dein Hund sich ständig kratzt, leidet er. Und irgendwann leidest du mit.
Vor allem dann, wenn ihr schon einiges hinter euch habt.
Shampoo gewechselt. Pfoten gewaschen. Creme drauf. Leckerlis weggelassen. Futter gewechselt. Irgendetwas für die Haut ausprobiert.
Kurz wird es vielleicht besser.
Dann geht das Kratzen wieder los.
Spätestens dann würde ich aufhören, nur das nächste Mittel gegen den Juckreiz zu suchen. Die entscheidende Frage ist: Warum juckt es überhaupt?
Wann ist Kratzen beim Hund noch normal?
Natürlich kratzt sich jeder Hund mal.
Ein kurzes Kratzen am Ohr oder an der Seite bedeutet noch kein Hautproblem.
Anders sieht es aus, wenn das Kratzen den Alltag deines Hundes bestimmt.
Wenn er:
- sich auffällig häufig kratzt
- ständig an den Pfoten leckt
- zwischen den Zehen knabbert
- sich ins Fell beißt
- bestimmte Körperstellen immer wieder bearbeitet
- nachts wegen des Juckreizes nicht zur Ruhe kommt
- gerötete oder gereizte Haut bekommt
- Fell verliert oder kahle Stellen entstehen
- sich bereits wund oder blutig kratzt
Dann haben wir nicht mehr einfach einen Hund, der sich gelegentlich juckt.
Dann hat dein Hund ein Problem, das ihn jeden Tag beschäftigt.
Sally hat sich den Hals blutig gekratzt
Ich weiß sehr genau, wie belastend das werden kann.
Sally hatte sich damals am Hals drei Stellen blutig gekratzt, jede ungefähr vier Zentimeter groß.
Beim Tierarzt hieß es Hotspot.
Und wenn du deinen eigenen Hund mit solchen Stellen siehst, möchtest du vor allem eines:
Dass dieses verdammte Kratzen endlich aufhört.
Du beobachtest ständig.
Du kontrollierst die Haut.
Du passt auf, dass der Hund nicht wieder an die Stelle kommt.
Und natürlich fragst du dich:
Warum passiert das überhaupt?
Genau diese Frage ist wichtiger als die Suche nach dem nächsten Shampoo.
Juckreiz ist ein Symptom, keine Diagnose
Hinter Juckreiz beim Hund können sehr unterschiedliche Ursachen stecken.
Dazu gehören beispielsweise Parasiten wie Flöhe oder Milben, Hautinfektionen, Allergien, Reaktionen auf Umweltfaktoren oder andere Erkrankungen.
Auch die Fütterung kann bei manchen Hunden im Zusammenhang mit Hautproblemen eine Rolle spielen.
Deshalb halte ich nichts davon, bei starkem Juckreiz sofort zu behaupten:
„Das ist bestimmt das Futter.“
Das wissen wir nicht.
Aber genauso wenig würde ich bei einem Hund mit ständig wiederkehrenden Problemen die Fütterung grundsätzlich ausklammern.
Erst müssen wir wissen, womit wir es zu tun haben.
Wo kratzt sich dein Hund?
Auch die betroffenen Stellen können für die Ursachenforschung interessant sein.
Manche Hunde kratzen vor allem an den Ohren.
Andere bearbeiten den Bauch, die Achseln oder den Hals.
Wieder andere lecken und knabbern ständig an ihren Pfoten.
Deshalb würde ich nicht nur sagen:
Mein Hund hat Juckreiz.
Schau genauer hin.
Wo kratzt er? Wann? Wie oft? Und was siehst du auf der Haut?
Fotos können dabei sehr hilfreich sein, gerade wenn die Haut an manchen Tagen deutlich schlimmer aussieht als an anderen.
Pfotenlecken ist nicht einfach eine schlechte Angewohnheit
Dieses Geräusch kennen viele Hundehalter.
Schleck. Schleck. Schleck.
Du sitzt abends auf dem Sofa und dein Hund bearbeitet minutenlang seine Pfoten.
Du sagst irgendwann:
„Jetzt hör doch endlich auf.“
Fünf Minuten später geht es weiter.
Manche Hunde lecken so intensiv, dass die Haut zwischen den Zehen gereizt wird. Helles Fell kann sich durch den Speichel verfärben.
Wenn dein Hund ständig an seinen Pfoten leckt oder knabbert, würde ich nicht versuchen, ihm einfach nur das Lecken abzugewöhnen.
Er macht das nicht, um dich wahnsinnig zu machen.
Wir müssen herausfinden, warum die Pfoten ihn ständig beschäftigen.
Und dann sind da noch die Ohren
Juckreiz zeigt sich nicht immer nur durch Kratzen am Körper.
Wiederkehrende Ohrprobleme gehören für mich ebenfalls ins Gesamtbild.
Dein Hund kratzt ständig am Ohr.
Schüttelt häufig den Kopf.
Das Ohr ist gerötet.
Vielleicht riecht es unangenehm oder es bildet sich auffällig viel Sekret.
Akute oder schmerzhafte Ohrprobleme gehören tierärztlich untersucht.
Wenn sie aber immer wieder auftreten, interessiert mich bei einer Futterberatung auch, was dieser Hund frisst und welche anderen Auffälligkeiten gleichzeitig bestehen.
Vor allem, wenn zusätzlich Pfotenlecken, Hautprobleme oder Verdauungsbeschwerden dazukommen.
Wenn Haut, Ohren, Pfoten und Darm gleichzeitig Theater machen
Genau hier würde ich hellhörig.
Der Hund kratzt sich.
Die Pfoten werden ständig geleckt.
Die Ohren sind immer wieder auffällig.
Und nebenbei pupst er wie verrückt, hat wechselnden Kot oder frisst ständig Gras.
Vielleicht behandelst du inzwischen jedes Problem einzeln.
Etwas für die Ohren.
Etwas für die Haut.
Etwas für den Darm.
Ein anderes Futter.
Andere Leckerlis.
Und trotzdem habt ihr nie wirklich Ruhe.
Das bedeutet nicht automatisch, dass all diese Probleme dieselbe Ursache haben.
Aber spätestens dann möchte ich das Gesamtbild sehen.
Kann Juckreiz beim Hund vom Futter kommen?
Ja, die Ernährung kann bei bestimmten Hunden im Zusammenhang mit Juckreiz und Hautproblemen eine Rolle spielen.
Aber bitte mach daraus nicht:
Hund kratzt sich = Futter schuld.
So einfach ist es nicht.
Wenn dein Hund starken oder wiederkehrenden Juckreiz hat, müssen mögliche medizinische Ursachen berücksichtigt werden.
Gleichzeitig finde ich es ziemlich kurzsichtig, bei einem Hund mit chronischen Hautproblemen ausgerechnet das nicht anzuschauen, was jeden einzelnen Tag in seinem Napf landet.
Und dabei geht es nicht nur um die Futtersorte.
Leckerlis.
Kauartikel.
Essensreste.
Ergänzungen.
Alles zählt.
Wie viele Futtersorten willst du noch ausprobieren?
Das sehe ich bei Problemen rund um Haut und Verdauung immer wieder.
Der Hund kratzt sich.
Also anderes Futter.
Keine deutliche Veränderung.
Nächste Sorte.
Dann vielleicht Monoprotein.
Neue Leckerlis.
Irgendein Öl.
Ein Pulver für Haut und Fell.
Und irgendwann weiß niemand mehr, was eigentlich wann verändert wurde.
Der Hund kratzt trotzdem.
Futter Nummer sechs auf Verdacht ist keine Ursachenforschung.
Wenn wir an der Fütterung etwas verändern, möchte ich wissen, wo wir starten und warum wir etwas ändern.
Dein Hund kratzt, leckt und knabbert und du weißt nicht mehr, was du noch ausprobieren sollst?
Dann schauen wir uns seine Fütterung gemeinsam an.
Was bekommt er täglich?
Was gibt es nebenbei?
Welche Probleme treten gleichzeitig auf?
Was wurde bereits ausprobiert?
Und was wurde tierärztlich abgeklärt?
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Genau hier setzt meine Reico-Futterberatung an
Ich möchte dir nicht erzählen, dass ein bestimmtes Futter den Juckreiz deines Hundes einfach verschwinden lässt.
Das wäre unseriös.
Aber ich möchte auch nicht so tun, als hätte die Ernährung bei einem Hund mit immer wiederkehrenden Hautproblemen grundsätzlich nichts mit der Ursachenforschung zu tun.
Ich arbeite in meiner Futterberatung mit Reico Vital-Systeme.
Reico setzt bei seinem Ernährungskonzept auf naturbelassene Rohstoffe und das vom Unternehmen beschriebene mineralische Gleichgewicht.
Bevor ich dir etwas empfehle, möchte ich deinen Hund kennenlernen.
Was frisst er?
Wie alt ist er?
Wie sieht sein Gewicht aus?
Welche Beschwerden bestehen?
Wie sieht seine Verdauung aus?
Welche Medikamente bekommt er?
Welche Leckerlis und Kauartikel landen nebenbei im Hund?
Danach bekommst du von mir eine konkrete Empfehlung, wie ich seine Fütterung mit Reico aufbauen würde.
Nicht einfach den nächsten Sack.
Sondern einen Plan.
Wenn bei Haut und Fell schon länger einiges im Argen liegt
Dann muss die Überlegung für mich nicht beim Grundfutter aufhören.
Reico bietet auch Kräuter und Ergänzungsfuttermittel, die je nach Situation in ein Fütterungskonzept einbezogen werden können.
Gerade bei einem Hund, der schon länger Probleme mit Haut oder Fell hat, schaue ich mir diese Möglichkeiten mit an.
Aber ich schreibe dir hier bewusst nicht:
„Bei Juckreiz nimm Produkt X.“
Denn wir wissen an dieser Stelle überhaupt nicht, warum dein Hund sich kratzt.
Ein Hund mit Parasiten braucht keine Kräutermischung gegen sein eigentliches Problem.
Ein Hund mit einer behandlungsbedürftigen Hautinfektion ebenfalls nicht.
Und ein Hund, bei dem die Fütterung tatsächlich eine Rolle spielt, braucht mehr als irgendein Produkt, das zusätzlich in den Napf gekippt wird.
Erst Ursache und Ausgangssituation anschauen. Dann gezielt unterstützen.
Wann muss Juckreiz beim Hund zum Tierarzt?
Wenn dein Hund sich ständig oder sehr stark kratzt, sollte die Ursache abgeklärt werden.
Besonders dann, wenn:
- offene oder nässende Stellen entstehen
- dein Hund sich blutig kratzt
- kahle Stellen auftreten
- die Haut stark gerötet oder entzündet ist
- Pusteln, Krusten oder deutliche Hautveränderungen auftreten
- die Ohren schmerzhaft oder stark entzündet sind
- dein Hund nachts kaum noch zur Ruhe kommt
- der Juckreiz plötzlich sehr stark beginnt
- weitere Beschwerden oder eine Verschlechterung des Allgemeinzustands dazukommen
Bitte warte nicht darauf, dass dein Hund aussieht wie Sally damals am Hals.
Je früher die Ursache gefunden wird, desto früher kann gezielt behandelt werden.
Was kannst du selbst beobachten?
Bevor du beim nächsten Termin sagst:
„Er kratzt sich halt viel“,
kannst du ein paar Dinge festhalten.
Wo kratzt dein Hund?
Zu welcher Tageszeit?
Wie oft ungefähr?
Leckt er zusätzlich die Pfoten?
Sind die Ohren auffällig?
Siehst du Rötungen, Schuppen, Krusten oder kahle Stellen?
Wie sieht die Verdauung aus?
Gab es Veränderungen beim Futter?
Neue Leckerlis?
Neue Pflegeprodukte?
Ist der Juckreiz saisonal stärker?
Fotos und kurze Notizen können helfen, Veränderungen nachvollziehbar zu machen.
Häufige Fragen zu Juckreiz beim Hund
Warum kratzt sich mein Hund ständig?
Ständiger Juckreiz kann viele Ursachen haben. Dazu gehören unter anderem Parasiten, Allergien, Hautinfektionen, Umweltfaktoren und weitere Erkrankungen. Auch die Fütterung kann bei manchen Hunden eine Rolle spielen. Wiederkehrender oder starker Juckreiz sollte deshalb abgeklärt werden.
Kann Hundefutter Juckreiz verursachen?
Bei bestimmten Hunden können Reaktionen auf Bestandteile der Nahrung mit Hautproblemen und Juckreiz zusammenhängen. Daraus folgt aber nicht, dass jeder Juckreiz durch Futter verursacht wird.
Warum leckt mein Hund ständig seine Pfoten?
Pfotenlecken kann unterschiedliche Ursachen haben. Juckreiz, Hautreizungen, Allergien, Fremdkörper, Schmerzen oder andere Probleme kommen infrage. Bei ständigem oder intensivem Lecken sollte nach der Ursache gesucht werden.
Können Ohrprobleme und Juckreiz zusammenhängen?
Ja, Ohrprobleme können zusammen mit anderen Hautproblemen auftreten. Wiederkehrende oder schmerzhafte Ohrentzündungen sollten tierärztlich untersucht werden.
Was hilft sofort gegen Juckreiz beim Hund?
Das hängt von der Ursache ab. Genau deshalb gibt es keine sinnvolle Universallösung für jeden Hund. Bei starkem Juckreiz sollte der Tierarzt die Ursache abklären und bei Bedarf den Juckreiz medizinisch behandeln.
Kann ich bei Juckreiz einfach das Futter wechseln?
Du kannst die Fütterung überprüfen, aber ein unstrukturierter Futterwechsel nach dem anderen macht die Ursachenforschung eher schwieriger. Gerade bei länger bestehenden Problemen würde ich planvoll vorgehen.
Welche Kräuter helfen bei Juckreiz beim Hund?
Das lässt sich nicht sinnvoll pauschal beantworten, solange die Ursache des Juckreizes nicht bekannt ist. Ergänzungen können je nach Ausgangssituation Teil eines Fütterungskonzepts sein, ersetzen aber keine notwendige Diagnose oder Behandlung.
Wie lange willst du deinem Hund noch beim Kratzen zusehen?
Vielleicht hast du schon mehrere Futtersorten ausprobiert.
Shampoo gewechselt.
Cremes gekauft.
Leckerlis gestrichen.
Pfoten gewaschen.
Und jedes Mal hoffst du:
Jetzt wird es endlich besser.
Dann beginnt es wieder.
Kratzen.
Lecken.
Knabbern.
Und du kontrollierst schon automatisch die Haut, sobald dein Hund damit anfängt.
Wenn dein Hund ständig Juckreiz hat, leidet er. Das müssen wir nicht schönreden.
Medizinische Ursachen gehören abgeklärt und behandelt.
Wenn wir anschließend bei der Ernährung ansetzen können, schauen wir uns nicht nur irgendeine Futtersorte an.
Wir schauen auf deinen Hund und seine gesamte Fütterung.
Danach bekommst du von mir eine klare Empfehlung, wie ich seine Fütterung mit Reico aufbauen würde und ob eine gezielte Ergänzung für ihn sinnvoll erscheint.
Meine persönliche Futterberatung ist kostenlos. Und sie endet nicht mit der Bestellung: Ich begleite euch auch danach weiter.