Hunde im Herbst: Fellwechsel, Dunkelheit und Gefahren – darauf solltest du achten
Bunte Wälder, kühlere Temperaturen und endlich wieder längere Spaziergänge ohne Sommerhitze: Für viele Hunde ist der Herbst eine richtig schöne Jahreszeit.
Für uns Hundehalter verändert sich allerdings auch einiges. Es wird früher dunkel, das Fell verändert sich und am Wegesrand liegen plötzlich Dinge, die ein neugieriger Hund besser nicht fressen sollte.
Mit ein paar einfachen Maßnahmen kommt ihr gut durch die nächsten Monate.
Fellwechsel: Wenn plötzlich überall Haare liegen
Je nach Hund kann sich der Fellwechsel im Herbst ziemlich deutlich bemerkbar machen.
Regelmäßiges Bürsten hilft dabei, lose Haare und Unterwolle zu entfernen und Verfilzungen vorzubeugen. Wie oft das nötig ist, hängt stark vom Felltyp ab.
Gerade bei Hunden mit viel Unterwolle lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Bleibt sehr viel lose Unterwolle im Fell, kann regelmäßige Fellpflege für den Hund angenehmer sein.
Starker Juckreiz, kahle Stellen, gerötete Haut oder andere auffällige Veränderungen würde ich allerdings nicht einfach mit dem normalen Fellwechsel erklären. In solchen Fällen sollte die Ursache abgeklärt werden.
Muss ich während des Fellwechsels die Ernährung verändern?
Nicht automatisch.
Haut und Haare benötigen verschiedene Nährstoffe, aber ein gesunder Hund mit einer ausgewogenen und bedarfsgerechten Ernährung braucht allein wegen des Herbstes nicht automatisch ein Ergänzungsfuttermittel.
Wenn du über eine Ergänzung nachdenkst, würde ich deshalb zuerst auf die bisherige Fütterung schauen: Was bekommt dein Hund bereits und gibt es überhaupt einen sinnvollen Grund, etwas zusätzlich zu geben?
Mehr ist bei Nahrungsergänzungen nicht automatisch besser.
Früher dunkel: Sichtbarkeit wird wichtiger
Im Herbst verlagert sich der Spaziergang schnell in die Dämmerung oder Dunkelheit.
Reflektierende Elemente an Geschirr, Halsband oder Leine können dazu beitragen, dass ihr besser gesehen werdet. Zusätzlich gibt es kleine Leuchten für Halsband oder Geschirr.
Dabei geht es übrigens nicht nur darum, dass du deinen eigenen Hund siehst. Auch Autofahrer, Radfahrer und andere Hundehalter können euch früher erkennen.
Gerade an Straßen und schlecht beleuchteten Wegen ist das für mich einer der wichtigsten Herbsttipps überhaupt.
Eicheln und Kastanien: besser nicht zum Kauspielzeug machen
Viele Hunde nehmen beim Spaziergang alles Mögliche ins Maul. Im Herbst gehören schnell auch Eicheln und Kastanien dazu.
Eicheln enthalten Gerbstoffe und können bei Aufnahme Beschwerden verursachen. Auch Kastanien gehören nicht in den Hundemagen. Zusätzlich können größere verschluckte Früchte oder Stücke davon zum Fremdkörper werden.
Wenn dein Hund unterwegs gerne Dinge aufsammelt, lohnt sich deshalb gerade im Herbst besondere Aufmerksamkeit.
Bei einem Hund, der regelmäßig Ungeeignetes oder potenziell Gefährliches frisst, kann außerdem ein gut aufgebautes Training sinnvoller sein, als während jedes Spaziergangs nur auf den Boden zu starren.
Pilze: Im Zweifel Finger beziehungsweise Pfoten weg
Bei Pilzen wird es schwieriger.
Nicht jeder Pilz ist für Hunde giftig. Das Problem ist vielmehr, dass giftige und ungiftige Arten nicht immer leicht voneinander zu unterscheiden sind.
Deshalb würde ich einen Hund draußen grundsätzlich keine unbekannten Pilze fressen lassen.
Hat dein Hund einen unbekannten Pilz aufgenommen, solltest du nicht auf erste Beschwerden warten, sondern möglichst schnell tierärztlichen Rat einholen. Wenn möglich, kann ein Foto des Pilzes bzw. Fundortes bei der späteren Bestimmung hilfreich sein.
Zecken sind im Herbst nicht automatisch verschwunden
Mit dem Ende des Sommers ist die Zeckensaison nicht schlagartig vorbei. Bei geeigneten Temperaturen können Zecken weiterhin aktiv sein.
Deshalb kontrolliere ich einen Hund auch im Herbst nach Spaziergängen – besonders nach Touren durch Gras, Gebüsch oder Wald.
Welche Form des Zeckenschutzes für deinen Hund sinnvoll ist, kannst du bei Bedarf mit deiner Tierarztpraxis besprechen.
Regentag? Beschäftigung muss nicht kompliziert sein
Nicht jeder Hund findet Dauerregen großartig. Und nicht jeder Mensch übrigens auch.
Wenn eine Runde einmal kürzer ausfällt, muss anschließend kein komplettes Indoor-Unterhaltungsprogramm stattfinden.
Ein paar Minuten Nasenarbeit können schon spannend sein: Leckerchen suchen, einen bekannten Gegenstand finden oder kleine Übungen aus dem Alltag wiederholen.
Auch ruhige Beschäftigung gehört dazu. Ein Hund muss nicht rund um die Uhr ausgelastet werden.
Braucht mein Hund im Herbst anderes Futter?
Nur weil September oder Oktober auf dem Kalender steht, braucht ein Hund nicht automatisch anderes Futter.
Entscheidend sind sein tatsächlicher Bedarf, Aktivität, Alter, Gewicht und seine individuelle Situation.
Verändert sich beispielsweise die Aktivität deutlich, kann es sinnvoll sein, auch die Futtermenge im Blick zu behalten. Das gilt besonders dann, wenn im Herbst und Winter weniger Bewegung zusammenkommt.
Beim Reico Vital-System gehört das vom Hersteller beschriebene mineralische Gleichgewicht zum Ernährungskonzept. Ob ein bestimmtes Futter oder eine Ergänzung zu deinem Hund passt, würde ich trotzdem nicht anhand der Jahreszeit entscheiden.
Ich schaue lieber zuerst auf den Hund.
Häufige Fragen zum Hund im Herbst
Haben Hunde im Herbst immer Fellwechsel?
Viele Hunde haben einen saisonalen Fellwechsel, seine Ausprägung unterscheidet sich aber deutlich. Felltyp, Haltung und individuelle Faktoren spielen dabei eine Rolle.
Braucht mein Hund beim Fellwechsel Nahrungsergänzung?
Nicht automatisch. Zunächst sollte eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung die Grundlage sein. Ob eine Ergänzung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Fütterung und Situation des Hundes ab.
Sind Kastanien und Eicheln für Hunde gefährlich?
Sie sollten nicht gefressen werden. Neben möglichen Beschwerden durch Inhaltsstoffe können insbesondere größere Früchte oder Stücke davon als verschluckter Fremdkörper problematisch werden.
Sind alle Pilze für Hunde giftig?
Nein. Da sich Pilzarten aber nicht immer zuverlässig unterscheiden lassen und einige Arten gefährlich sein können, sollte ein Hund keine unbekannten Pilze fressen.
Sind Zecken im Herbst noch aktiv?
Ja, Zecken können bei geeigneten Temperaturen auch im Herbst aktiv sein. Deshalb ist eine Kontrolle nach Spaziergängen weiterhin sinnvoll.
Du bist unsicher, ob du bei der Fütterung deines Hundes im Herbst etwas verändern solltest?
Dann musst du nicht vorsorglich das Futter wechseln oder verschiedene Ergänzungen ausprobieren.
Schreib mir einfach kurz:
„Ich möchte die Fütterung meines Hundes überprüfen lassen.“
Mehr brauche ich für den Anfang gar nicht.
Ich schaue dann mit dir auf deinen Hund, sein aktuelles Futter, Alter, Gewicht und seine Aktivität. Danach können wir gemeinsam einschätzen, ob überhaupt etwas verändert oder ergänzt werden sollte.
Transparenz
Ich bin selbstständige Vertriebspartnerin von Reico Vital-Systeme. Wenn du dich nach meiner Beratung für Reico entscheidest, kann ich durch deine Bestellung eine Vergütung erhalten.