Ein bisschen nach Hund riechen darf ein Hund natürlich. Und wer schon einmal mit einem nassen Hund nach Hause gekommen ist, weiß: Manchmal riecht er auch ziemlich deutlich nach Hund.

Anders sieht es aus, wenn dein Hund plötzlich stärker riecht, trotz Pflege immer wieder stinkt oder der Geruch eindeutig aus dem Maul, den Ohren, von den Pfoten oder vom Hinterteil kommt.

Dann würde ich nicht versuchen, den Geruch einfach mit Shampoo zu überdecken.

Viel hilfreicher ist zunächst eine ganz einfache Frage:

Wo genau stinkt dein Hund?

Denn das kann schon einen wichtigen Hinweis darauf geben, wo du genauer hinschauen solltest.

Hund stinkt aus dem Fell – obwohl er sauber ist

Nasses Fell, Schlamm oder das aus Hundesicht offenbar unwiderstehliche Wälzen in Dingen, die wir Menschen lieber nicht näher bestimmen möchten, sind ziemlich offensichtliche Erklärungen.

Bleibt ein unangenehmer Geruch aber bestehen, obwohl dein Hund sauber und trocken ist, lohnt sich ein genauerer Blick auf Haut und Fell.

Achte beispielsweise auf:

  • Rötungen oder gereizte Stellen
  • Schuppen
  • auffällig fettiges Fell
  • kahle Stellen
  • häufiges Kratzen oder Lecken
  • nässende Hautstellen
  • Veränderungen, die vorher nicht da waren

Gerade wenn zum Geruch noch Juckreiz oder sichtbare Hautveränderungen kommen, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

Mein Hund stinkt aus dem Maul

Ein bisschen Futtergeruch direkt nach dem Essen ist etwas anderes als dauerhaft unangenehmer Mundgeruch.

Schau deinem Hund ruhig regelmäßig ins Maul. Zahnstein, Veränderungen am Zahnfleisch oder Probleme mit einzelnen Zähnen können mit auffälligem Mundgeruch einhergehen.

Besonders aufmerksam würde ich werden, wenn dein Hund zusätzlich schlechter frisst, nur noch auf einer Seite kaut, sich nicht gerne am Maul anfassen lässt oder du deutliche Veränderungen an Zähnen oder Zahnfleisch bemerkst.

Dann gehört das nicht in die Kategorie „anderes Futter ausprobieren“, sondern sollte tierärztlich angeschaut werden.

Mehr dazu: Zahnpflege beim Hund – was wirklich sinnvoll ist und worauf du achten solltest

Die Ohren meines Hundes stinken

Auch die Ohren können die Geruchsquelle sein.

Wenn du beim Schnuppern am Ohr sofort weißt, woher der unangenehme Geruch kommt, schau genauer hin. Häufiges Kopfschütteln, Kratzen, Rötungen, Berührungsempfindlichkeit oder auffälliges Sekret sind zusätzliche Gründe, das Ohr untersuchen zu lassen.

Ich würde in diesem Fall auch nicht einfach auf Verdacht ständig Ohrreiniger verwenden.

Erst sollte klar sein, was überhaupt los ist.

Mehr dazu: Ohrenpflege beim Hund – wie oft reinigen wirklich sinnvoll ist

Warum stinken die Pfoten meines Hundes?

Manchmal kommt der Geruch tatsächlich von unten.

Zwischen den Zehen und Ballen kann es feucht werden – besonders nach Spaziergängen, bei langem Fell zwischen den Pfoten oder wenn der Hund seine Pfoten häufig ableckt.

Riechen die Pfoten auffällig und leckt oder knabbert dein Hund zusätzlich ständig daran, solltest du genauer hinschauen. Kleine Verletzungen, Fremdkörper oder Hautveränderungen gehören abgeklärt.

Mehr dazu: Pfoten lecken beim Hund – Ursachen erkennen und wann du handeln solltest

Mein Hund riecht plötzlich nach Fisch

Dieser Geruch ist für viele Hundehalter ziemlich unverwechselbar.

Kommt ein intensiver, teilweise fischiger Geruch vom Hinterteil, können die Analdrüsen eine mögliche Ursache sein. Manche Hunde lecken dann häufiger am Hinterteil oder rutschen mit dem Po über den Boden.

Wenn das wiederholt passiert, würde ich nicht nur den Geruch beseitigen wollen.

Interessanter ist die Frage:

Warum machen die Analdrüsen immer wieder Probleme?

Dabei kann unter anderem auch die Kotkonsistenz interessant sein. Genau deshalb schaue ich bei solchen Fällen bei einer Futterberatung nicht nur auf die Futtersorte, sondern auf die gesamte Fütterung und Verdauung.

Wenn du Kotfarbe, Konsistenz und Veränderungen besser einschätzen möchtest, findest du hier meinen Ratgeber:

Kot beim Hund richtig beurteilen – Farbe, Konsistenz und Warnzeichen einfach erklärt

Die Analdrüsen deines Hundes machen immer wieder Probleme?

Dann können wir uns auch anschauen, was dein Hund täglich frisst und wie seine Verdauung aussieht.

Schreib mir kurz aktuelles Futter, Gewicht und was dir beim Kot oder den Analdrüsen auffällt.

Meine Beratung ist immer kostenlos.

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Oder stinkt eigentlich gar nicht der Hund – sondern seine Blähungen?

Das ist ein Unterschied, der im Alltag schnell untergeht.

Wenn dein Hund häufig pupst und die Blähungen extrem riechen, sind wir eher beim Thema Verdauung.

Gelegentliche Blähungen können vorkommen. Treten sie regelmäßig auf, lohnt sich ein Blick auf das gesamte Futter: Hauptfutter, Leckerchen, Kauartikel und alles, was zwischendurch im Hund landet.

Hund hat Blähungen? Die häufigsten Ursachen und was wirklich dahintersteckt

Wenn Verdauungsprobleme häufiger auftreten, findest du außerdem hier weitere Informationen:

Darmgesundheit beim Hund – warum ein gesunder Darm wichtig ist

Wann lohnt sich ein genauer Blick auf das Futter?

Nicht jeder Hund, der unangenehm riecht, braucht anderes Futter.

Wenn aber mehrere Dinge gleichzeitig auffallen, wird die Ernährung interessanter.

Zum Beispiel:

  • dein Hund pupst häufig
  • der Kot ist regelmäßig weich oder verändert
  • dein Hund kratzt oder leckt sich auffällig viel
  • Haut oder Fell haben sich verändert
  • die Analdrüsen machen immer wieder Probleme
  • die Ohren werden immer wieder auffällig
  • oder die Auffälligkeiten treten seit einer Futterumstellung auf

Dann würde ich nicht wahllos verschiedene Futtersorten oder Ergänzungen ausprobieren.

Ich schaue bei einer Futterberatung zunächst darauf, was dein Hund tatsächlich jeden Tag bekommt:

Hauptfutter, Leckerchen, Kauartikel und Ergänzungen.

Dazu kommen Alter, Gewicht, Aktivität und die Auffälligkeiten, die du beobachtest.

Erst daraus ergibt sich ein sinnvolles Gesamtbild.

Du erkennst deinen Hund gerade an mehreren Punkten wieder?

Dann müssen wir nicht raten.

Schreib mir kurz, was dein Hund aktuell bekommt und was dir bei ihm auffällt.

Wir schauen gemeinsam darauf, ob die Fütterung überhaupt eine Rolle spielen könnte und was ich gegebenenfalls verändern würde.

Fütterung meines Hundes kostenlos prüfen lassen

Meine Beratung ist immer kostenlos.

Und was kann Reico damit zu tun haben?

Ich würde niemals sagen:

„Dein Hund stinkt? Dann braucht er Reico.“

So einfach ist es nicht.

Aber wenn sich bei deinem Hund Hinweise ergeben, dass wir seine Fütterung genauer anschauen sollten, können wir überlegen, welche Fütterung zu ihm und seiner aktuellen Situation passt.

Genau hier finde ich die verschiedenen Möglichkeiten innerhalb des Reico-Sortiments hilfreich.

Wir müssen nicht jedem Hund dasselbe Futter geben.

Wir können uns anschauen:

  • Was bekommt dein Hund momentan?
  • Welche tierischen Proteinquellen frisst er?
  • Wie sieht seine Verdauung aus?
  • Gibt es gleichzeitig Haut-, Pfoten- oder Ohrthemen?
  • Welche Fütterungsform möchtest du überhaupt?
  • Gibt es etwas, das wir gezielt verändern möchten?

Und erst dann entscheide ich, welche Reico-Fütterung ich für diesen Hund wählen würde.

Nicht andersherum.

Wenn du Reico noch nicht kennst und wissen möchtest, wie ich das Futter grundsätzlich einschätze:

Reico Hundefutter im Test – Erfahrungen, Inhaltsstoffe, Vorteile und Nachteile

Können Kräuter oder Ergänzungsfuttermittel sinnvoll sein?

Das kommt darauf an, was tatsächlich hinter den Auffälligkeiten steckt.

Es gibt unterschiedliche Kräutermischungen und Ergänzungsfuttermittel, die je nach Hund und Situation begleitend interessant sein können.

Ob davon überhaupt etwas für deinen Hund sinnvoll ist, würde ich aber nicht allein davon abhängig machen, dass er unangenehm riecht.

Hund stinkt → irgendeine Kräutermischung geben

wäre für mich der falsche Weg.

Erst schauen wir uns an, woher der Geruch kommen könnte und welche weiteren Auffälligkeiten bestehen.

Danach lässt sich beurteilen, ob wir die Fütterung verändern oder ob eine zusätzliche Unterstützung überhaupt sinnvoll sein könnte.

Wann sollte ich mit meinem Hund zum Tierarzt?

Ein Hund muss nicht wegen jedes ungewöhnlichen Geruchs sofort zum Tierarzt.

Abklären lassen würde ich es aber insbesondere, wenn der Geruch:

  • plötzlich und sehr stark auftritt
  • dauerhaft bestehen bleibt
  • eindeutig aus dem Ohr oder Maul kommt
  • von einer bestimmten Hautstelle ausgeht
  • zusammen mit Rötung, Sekret, Schmerzen oder starkem Juckreiz auftritt
  • mit deutlichen Veränderungen bei Appetit, Kot, Verhalten oder Allgemeinzustand verbunden ist

Auch wiederkehrende Probleme gehören abgeklärt.

Ernährung und Pflege können unterstützen – eine notwendige tierärztliche Untersuchung ersetzen sie nicht.

Häufige Fragen zum Thema „Hund stinkt“

Warum stinkt mein Hund trotz Baden?

Wenn dein Hund kurz nach dem Baden wieder unangenehm riecht, solltest du zunächst herausfinden, woher der Geruch tatsächlich kommt.

Haut und Fell sind nur eine Möglichkeit. Auch Maul, Ohren, Pfoten oder Analbereich können die Geruchsquelle sein.

Noch häufigeres Baden löst die eigentliche Ursache dann nicht.

Warum stinkt mein Hund plötzlich?

Ein plötzlich veränderter Geruch kann viele Ursachen haben.

Prüfe Fell und Haut, Maul, Ohren, Pfoten und Hinterteil. Ist der Geruch stark, hält er an oder treten weitere Auffälligkeiten auf, sollte dein Hund untersucht werden.

Warum riecht mein Hund nach Fisch?

Kommt der fischige Geruch eindeutig vom Hinterteil, können die Analdrüsen beteiligt sein.

Wiederholt sich das oder zeigt dein Hund weitere Auffälligkeiten wie häufiges Lecken oder Schlittenfahren, sollte die Ursache geklärt werden.

Warum stinken die Pfoten meines Hundes?

Feuchtigkeit und Schmutz können vorübergehend für Geruch sorgen.

Wenn die Pfoten dauerhaft auffällig riechen oder dein Hund zusätzlich viel daran leckt und knabbert, solltest du die Haut zwischen Zehen und Ballen genauer anschauen und Veränderungen abklären lassen.

Kann mein Hund wegen seines Futters stinken?

Ein Zusammenhang mit der Fütterung ist möglich, aber Körpergeruch allein bedeutet nicht, dass das Futter die Ursache ist.

Interessanter wird die Ernährung, wenn gleichzeitig Verdauungsprobleme, auffälliger Kot, Blähungen oder Veränderungen von Haut und Fell auftreten.

Was kann ich tun, wenn mein Hund stark riecht?

Versuche zuerst herauszufinden, woher der Geruch kommt, statt ihn nur zu überdecken.

Maul, Ohren, Haut und Fell, Pfoten, Analbereich und Verdauung geben unterschiedliche Hinweise.

Bei starken, anhaltenden oder wiederkehrenden Auffälligkeiten sollte die Ursache abgeklärt werden.

Du fragst dich, ob die Fütterung bei deinem Hund eine Rolle spielen könnte?

Dann musst du nicht auf Verdacht das Futter wechseln oder fünf verschiedene Ergänzungen ausprobieren.

Schreib mir einfach:

Woher kommt der Geruch?

Was fällt dir sonst noch auf?

Was bekommt dein Hund aktuell zu fressen?

Ich schaue dann mit dir auf das aktuelle Futter, Leckerchen, Kauartikel, Verdauung und die Auffälligkeiten deines Hundes.

Vielleicht sehe ich einen Punkt, bei dem wir die Fütterung sinnvoll verändern können.

Vielleicht schauen wir uns eine andere Reico-Fütterung an.

Oder ich sage dir:

Das würde ich zuerst tierärztlich abklären lassen.

Auch das gehört für mich zu einer vernünftigen Beratung.

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