Hund frisst ständig Gras? Was dahinterstecken kann und wann du handeln solltest
Dein Hund läuft über die Wiese und plötzlich ist alles andere vergessen.
Kopf runter. Gras suchen. Fressen.
Ein paar Halme wären dir wahrscheinlich egal. Aber vielleicht kennst du es anders: Dein Hund sucht beim Spaziergang regelrecht nach Gras, schlingt ganze Büschel herunter oder zieht gezielt zu bestimmten Stellen.
Und du stehst daneben und fragst dich irgendwann:
Warum macht der das ständig? Fehlt ihm etwas? Ist ihm schlecht? Liegt es am Futter?
Gelegentliches Grasfressen kommt bei Hunden vor und muss nicht automatisch bedeuten, dass etwas nicht stimmt.
Aber wenn dein Hund ständig Gras frisst oder weitere Auffälligkeiten dazukommen, würde ich genauer hinschauen.
Denn dann ist das Gras möglicherweise nur das, was dir auffällt. Interessanter ist, was sonst noch passiert.
Frisst dein Hund einfach mal Gras oder sucht er regelrecht danach?
Genau dieser Unterschied interessiert mich.
Angie und Sally haben beim Spaziergang auch mal einen Grashalm gefressen. Das allein hätte mich nicht nervös gemacht.
Anders sieht es für mich aus, wenn ein Hund:
- bei fast jedem Spaziergang Gras frisst
- regelrecht nach bestimmten Gräsern sucht
- hektisch größere Mengen herunterschlingt
- morgens besonders häufig Gras fressen möchte
- anschließend würgt oder erbricht
- gleichzeitig häufig schmatzt
- immer wieder Bauchgrummeln hat
- auffällig oft pupst
- wechselnden oder weichen Kot hat
- häufiger Durchfall bekommt
Wenn du deinen Hund gerade bei mehreren Punkten wiedererkennst, würde ich das Grasfressen nicht isoliert betrachten.
Vielleicht erzählt dir sein restlicher Alltag längst mehr.
„Der macht das halt“ ist mir irgendwann zu wenig
Ein Hund kann uns nicht sagen:
Mein Bauch fühlt sich heute komisch an.
Mir ist übel.
Irgendetwas bekommt mir nicht.
Wir sehen nur sein Verhalten.
Und genau das macht wiederkehrende Auffälligkeiten für Hundehalter so frustrierend.
Du beobachtest. Du googelst. Du lässt vielleicht etwas weg. Kaufst ein anderes Futter. Probierst einen Tipp aus dem Internet.
Dann frisst dein Hund zwei Tage kein Gras und du denkst:
Endlich. Das war es.
Am dritten Morgen steht er wieder auf der Wiese und rupft Büschel für Büschel heraus.
Spätestens wenn sich dieses Spiel ständig wiederholt, würde ich nicht mehr nur versuchen, ihn vom Grasfressen abzuhalten.
Ich würde wissen wollen, warum es immer wieder passiert.
Warum fressen Hunde überhaupt Gras?
Darauf gibt es keine einzige Antwort.
Hunde können Gras aus ganz unterschiedlichen Gründen fressen. Manche mögen es schlicht. Andere beschäftigen sich damit oder nehmen beim Erkunden ihrer Umgebung Pflanzenmaterial auf.
Grasfressen wird auch im Zusammenhang mit Magen-Darm-Beschwerden beobachtet. Daraus lässt sich aber nicht automatisch schließen, dass jedem grasfressenden Hund schlecht ist oder dass er krank ist.
Genau deshalb ist die Frage „Warum frisst mein Hund Gras?“ allein oft zu kurz gedacht.
Ich würde weiterfragen:
Wie oft? Wie viel? Wann? Und was fällt sonst noch auf?
Schau nicht nur aufs Gras
Wenn dein Hund häufig Gras frisst, beobachte einmal bewusst, ob du noch andere Dinge kennst.
Grummelt sein Bauch?
Pupst er häufig?
Ist sein Kot morgens fest und später weich?
Schmatzt oder schluckt er auffällig?
Erbricht er öfter?
Hat sich sein Appetit verändert?
Vielleicht fällt dir beim Lesen gerade etwas auf, das du bisher überhaupt nicht mit dem Grasfressen verbunden hast.
Genau diese Kombinationen sind für mich interessant.
Grasfressen und Erbrechen
Viele Hundehalter kennen dieses Bild:
Der Hund frisst Gras und kurze Zeit später erbricht er.
Daraus entsteht schnell die Annahme, Hunde würden gezielt Gras fressen, um sich zu übergeben.
So eindeutig lässt sich das nicht sagen.
Wenn dein Hund gelegentlich Gras frisst und danach einmal erbricht, muss dahinter noch kein grundsätzliches Problem stecken.
Passiert es dagegen regelmäßig, würde ich nicht monatelang dabei zusehen.
Wiederholtes Erbrechen gehört abgeklärt.
Genug gerätselt?
Wenn dein Hund ständig Gras frisst und gleichzeitig sein Bauch grummelt, der Kot immer wieder weich ist oder andere Verdauungsauffälligkeiten dazukommen, können wir uns seine Fütterung gemeinsam anschauen.
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Kann Grasfressen mit der Fütterung zusammenhängen?
Hier wird es für mich interessant.
Ja, die Fütterung gehört bei häufigem Grasfressen mit auf den Tisch.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass jeder Hund Gras frisst, weil sein Futter schlecht ist.
Wenn das Verhalten aber ständig auftritt und möglicherweise noch Blähungen, Bauchgrummeln oder wechselnder Kot dazukommen, möchte ich wissen, was dieser Hund jeden Tag bekommt.
Und zwar wirklich alles.
Hauptfutter, Leckerlis, Kauartikel, Trainingssnacks, Tischreste und Ergänzungen.
Vielleicht wurde gerade das Futter gewechselt. Vielleicht bekommt der Hund viele unterschiedliche Proteinquellen. Vielleicht verändert sich das Grasfressen zu bestimmten Tageszeiten.
Solche Details interessieren mich wesentlich mehr als die pauschale Frage:
„Welches Futter hilft gegen Grasfressen?“
Bei Sally und Angie hat die Fütterungszeit einen Unterschied gemacht
Das Thema kenne ich auch von meinen eigenen Hunden.
Sally und Angie hatten morgens immer wieder mit Sodbrennen und Grasfressen zu tun.
Bei uns hat sich etwas erstaunlich Einfaches bewährt: Ich habe die tägliche Futtermenge auf zwei Mahlzeiten verteilt.
Seitdem ist das morgendliche Grasfressen bei beiden verschwunden.
Das ist meine persönliche Beobachtung bei meinen Hunden und natürlich kein Beweis dafür, dass zweimaliges Füttern bei jedem grasfressenden Hund die Lösung ist.
Aber genau solche Erfahrungen zeigen für mich, warum es sich lohnt, nicht nur auf die Futtersorte zu schauen.
Manchmal ist auch das Wie und Wann der Fütterung interessant.
Wenn aus einem Symptom fünf werden
Vielleicht bist du wegen des Grasfressens auf diesem Artikel gelandet.
Beim Lesen stellst du aber fest:
Ja, pupsen tut er auch.
Der Kot ist tatsächlich öfter weich.
Und dieses Schmatzen macht er morgens ständig.
Dann haben wir plötzlich nicht mehr nur einen Hund, der gerne Gras frisst.
Wir haben mehrere Beobachtungen, die man gemeinsam betrachten sollte.
Bei wiederkehrendem Durchfall findest du hier meinen ausführlichen Ratgeber.
Warum ich bei der Fütterung mit Reico arbeite
Wenn ein Hund immer wieder Verdauungsauffälligkeiten zeigt, möchte ich nicht einfach versuchen, ein einzelnes Symptom verschwinden zu lassen.
Ich möchte mir seine gesamte Fütterung anschauen.
Genau deshalb arbeite ich in meiner Futterberatung mit Reico Vital-Systeme.
Reico setzt bei seinem Ernährungskonzept auf naturbelassene Rohstoffe und das vom Unternehmen beschriebene mineralische Gleichgewicht. Dieser ganzheitliche Ansatz passt zu meiner Art zu beraten.
Ich schaue mir an, was dein Hund frisst, was zwischendurch dazukommt, wann er gefüttert wird und was du bereits ausprobiert hast. Alter, Gewicht, Aktivität und weitere Auffälligkeiten gehören ebenfalls dazu.
Danach kann ich dir sagen, wie ich seine Fütterung mit Reico aufbauen würde.
Und wenn bei der Verdauung schon länger einiges im Argen liegt?
Dann muss die Überlegung nicht beim Grundfutter aufhören.
Reico bietet auch Kräuter und Ergänzungsfuttermittel, die je nach Situation in ein Fütterungskonzept einbezogen werden können.
Welche davon bei Grasfressen?
Das schreibe ich hier ganz bewusst nicht hin.
Denn Grasfressen allein sagt mir viel zu wenig.
Wenn ich dir jetzt einfach Produkt X nennen würde, hätten wir wieder genau das, was viele Hundehalter längst hinter sich haben:
Noch etwas bestellen. Noch etwas ausprobieren. Wieder hoffen.
Ich möchte vorher wissen, was bei deinem Hund sonst noch los ist.
Erst dann kann ich beurteilen, ob ich neben der eigentlichen Fütterung überhaupt eine Ergänzung in Betracht ziehen würde.
Wann solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt?
Grasfressen allein ist nicht automatisch ein Grund für einen Tierarztbesuch.
Wenn sich das Verhalten plötzlich stark verändert oder weitere Beschwerden dazukommen, sieht das anders aus.
Tierärztlich abklären lassen solltest du deinen Hund insbesondere bei:
- häufigem oder anhaltendem Erbrechen
- starkem oder länger anhaltendem Durchfall
- Blut im Erbrochenen oder Kot
- deutlichen Schmerzen
- stark aufgeblähtem Bauch
- auffälliger Teilnahmslosigkeit
- deutlichem Gewichtsverlust
- Futterverweigerung oder deutlich verändertem Appetit
Auch hier gilt: Wenn dein Hund offensichtlich krank wirkt, warte nicht darauf, dass noch ein weiteres Symptom dazukommt.
Vorsicht bei gespritzten oder unbekannten Flächen
Wenn dein Hund Gras frisst, spielt auch eine Rolle, wo er es frisst.
Auf Flächen, die möglicherweise mit Pflanzenschutzmitteln oder anderen Chemikalien behandelt wurden, würde ich ihn kein Gras aufnehmen lassen.
Auch an stark befahrenen Straßen oder dort, wo du nicht einschätzen kannst, womit die Fläche behandelt wurde, wäre ich vorsichtig.
Und natürlich ist nicht jede Pflanze, die irgendwo grün aus dem Boden wächst, automatisch harmloses Gras.
Beobachte einmal genauer
Wenn dein Hund ständig Gras frisst, schreib ein paar Tage lang auf:
- wann er Gras sucht
- ob es vor oder nach dem Fressen passiert
- wie viel er ungefähr frisst
- ob er anschließend erbricht
- wie sein Kot aussieht
- ob er gleichzeitig pupst oder Bauchgrummeln hat
- wann und wie oft er gefüttert wird
- welche Leckerlis und Kauartikel er bekommt
- welche Medikamente und Ergänzungen er erhält
Vielleicht erkennst du schon dabei ein Muster.
Und falls nicht, haben wir zumindest wesentlich mehr Informationen als:
„Mein Hund frisst ständig Gras.“
Häufige Fragen zum Grasfressen beim Hund
Ist Grasfressen beim Hund normal?
Gelegentliches Grasfressen kommt auch bei gesunden Hunden vor. Wenn dein Hund allerdings sehr häufig oder plötzlich deutlich mehr Gras frisst oder weitere Beschwerden zeigt, lohnt sich ein genauerer Blick.
Frisst ein Hund Gras, weil ihm schlecht ist?
Das kann nicht pauschal angenommen werden. Grasfressen wird zwar auch im Zusammenhang mit Magen-Darm-Beschwerden beobachtet, viele Hunde fressen jedoch Gras, ohne vorher erkennbare Krankheitszeichen zu zeigen.
Frisst mein Hund Gras, um zu erbrechen?
Manche Hunde erbrechen nach dem Grasfressen. Daraus lässt sich aber nicht automatisch schließen, dass sie das Gras gezielt mit diesem Zweck gefressen haben. Wiederholtes Erbrechen sollte tierärztlich abgeklärt werden.
Kann Grasfressen vom Futter kommen?
Die Fütterung kann bei einem Hund mit Verdauungsauffälligkeiten eine Rolle spielen. Grasfressen allein beweist allerdings nicht, dass das Futter die Ursache ist. Deshalb schaue ich mir immer die gesamte Fütterung und mögliche Begleiterscheinungen an.
Kann es helfen, meinen Hund zweimal täglich zu füttern?
Bei meinen eigenen Hunden Sally und Angie hat die Aufteilung auf zwei Mahlzeiten das morgendliche Grasfressen beendet. Das ist eine persönliche Erfahrung und keine allgemeingültige Empfehlung. Ob eine andere Fütterungsfrequenz für deinen Hund sinnvoll ist, hängt von seiner individuellen Situation ab.
Fehlen meinem Hund Mineralstoffe, wenn er Gras frisst?
Aus dem Grasfressen allein lässt sich ein Mineralstoffmangel nicht ableiten. Wenn du dir wegen der Nährstoffversorgung deines Hundes Sorgen machst, sollte seine gesamte Fütterung beurteilt werden, statt anhand eines einzelnen Verhaltens auf einen Mangel zu schließen.
Wann wird Grasfressen bedenklich?
Wenn dein Hund plötzlich sehr viel Gras frisst, häufig erbricht, starken oder länger anhaltenden Durchfall bekommt, Schmerzen zeigt, Futter verweigert oder deutlich matt wirkt, solltest du ihn tierärztlich untersuchen lassen.
Suchst du inzwischen bei jedem Spaziergang mit deinem Hund nach dem nächsten Grasbüschel?
Vielleicht versuchst du längst, ihn davon wegzuziehen.
Vielleicht hast du schon das Futter gewechselt.
Vielleicht hast du etwas für den Magen gekauft und trotzdem steht dein Hund am nächsten Morgen wieder auf der Wiese.
Dann würde ich nicht einfach weiterprobieren.
Wir schauen gemeinsam darauf, was dein Hund frisst, wann das Grasfressen auftritt und was sonst noch auffällt. Danach kann ich dir sagen, wie ich seine Fütterung mit Reico aufbauen würde und ob ich darüber hinaus eine Ergänzung für sinnvoll halte.
Meine persönliche Futterberatung ist kostenlos – auch nach der Futterumstellung bin ich für dich da.