Du stehst vor dem Katzenfutter und liest:

Hoher Fleischanteil. Getreidefrei. Ohne Zucker. Natürlich. Premium.

Klingt alles hervorragend.

Dann drehst du die nächste Dose um.

Noch mehr Fleisch. Noch natürlicher. Natürlich ebenfalls Premium.

Spätestens bei Dose Nummer fünf weißt du eigentlich weniger als vorher.

Was davon braucht meine Katze wirklich – und was klingt einfach nur gut auf der Verpackung?

Genau da liegt für mich das Problem.

Denn gutes Katzenfutter erkennst du nicht an einem einzelnen Schlagwort.

Katzen haben ganz eigene Ernährungsbedürfnisse. Deshalb würde ich bei der Futterwahl weniger auf die großen Versprechen vorne auf der Verpackung schauen und zuerst eine viel wichtigere Frage stellen:

Passt das, was da drin ist, wirklich zu deiner Katze?

„Natürliches Katzenfutter“ klingt gut – aber was bedeutet das eigentlich?

Natürlich.

Artgerecht.

Premium.

Hochwertig.

Solche Begriffe lesen wir gerne.

Nur helfen sie dir alleine kaum dabei zu beurteilen, ob ein Futter deine Katze vernünftig versorgt.

Viel wichtiger ist zunächst, ob das Futter als Alleinfuttermittel den Nährstoffbedarf einer Katze abdecken soll und ob es zu ihrer Lebensphase und individuellen Situation passt.

Katzen sind sogenannte obligate Karnivoren. Ihr Stoffwechsel ist auf eine Ernährung mit tierischen Nährstoffen spezialisiert.

Bestimmte Nährstoffe müssen deshalb zuverlässig über die Nahrung aufgenommen werden.

Ein bekanntes Beispiel ist Taurin, das für Katzen essenziell ist.

Deshalb reicht mir bei einem Katzenfutter weder „natürlich“ noch „mit viel Fleisch“.

Ich möchte das Futter als Ganzes sehen.

80 Prozent Fleisch – also automatisch super?

Genau mit solchen Zahlen lässt sich wunderbar werben.

70 Prozent.

80 Prozent.

90 Prozent.

Und schnell entsteht der Eindruck:

Je höher die Zahl, desto besser muss das Futter sein.

So einfach ist es nicht.

Ein hoher Anteil tierischer Bestandteile kann bei einer Katze durchaus sinnvoll sein. Die Prozentzahl allein sagt aber noch nicht alles über die Qualität und die gesamte Nährstoffversorgung aus.

Welche tierischen Bestandteile werden verwendet?

Wie ist die gesamte Rezeptur aufgebaut?

Ist es ein Alleinfuttermittel?

Was bekommt die Katze sonst noch?

Deshalb würde ich ein Futter niemals nur deshalb kaufen, weil vorne eine besonders beeindruckende Fleisch-Prozentzahl steht.

Getreidefrei – muss das sein?

Auch „getreidefrei“ ist inzwischen für viele Katzenhalter fast automatisch mit „gut“ verbunden.

Aber nicht jede Katze braucht zwingend ein getreidefreies Futter.

Getreide allein macht ein Katzenfutter nicht schlecht.

Entscheidend sind die verwendete Menge, die gesamte Rezeptur und natürlich deine Katze.

Das gilt übrigens für viele Diskussionen über einzelne Zutaten.

Eine Zutat herauspicken und daraus „gutes Futter“ oder „schlechtes Futter“ machen, ist mir zu einfach.

Und was ist mit Zucker?

Kaum ein Thema wird beim Katzenfutter so emotional diskutiert.

„Mit Zucker? Niemals!“

„Davon werden Katzen süchtig!“

Rund um Zucker im Katzenfutter kursieren viele Behauptungen.

Katzen nehmen Süße anders wahr als Menschen. Persönlich bevorzuge ich Futtersorten, bei denen Zucker nicht unnötig zugesetzt wird.

Aber auch hier würde ich nicht den Fehler machen, die komplette Qualität eines Futters an genau einem Punkt festzumachen.

Kein Zucker auf der Zutatenliste macht aus einem schlechten Futter nicht automatisch ein gutes.

Nassfutter oder Trockenfutter?

Und schon sind wir bei der nächsten Glaubensfrage.

Die einen sagen:

Eine Katze darf nur Nassfutter bekommen.

Die anderen haben seit Jahren Trockenfutter im Napf und ihre Katze frisst nichts anderes.

Katzen nehmen natürlicherweise einen Teil ihrer Flüssigkeit über die Nahrung auf. Nassfutter enthält deutlich mehr Feuchtigkeit als Trockenfutter und kann deshalb einen wichtigen Beitrag zur Flüssigkeitsaufnahme leisten.

Das heißt aber nicht automatisch:

Jedes Nassfutter gut. Jedes Trockenfutter schlecht.

Ich möchte auch hier die ganze Katze sehen.

Was frisst sie?

Wie viel trinkt sie?

Was kennt sie bisher?

Wie sieht die Zusammensetzung des Futters aus?

Und vor allem:

Was funktioniert bei dieser Katze tatsächlich?

Woran erkennst du gutes Katzenfutter?

Wenn du verschiedene Futtersorten vergleichst, dreh die Verpackung ruhig einmal um.

Mich interessieren beispielsweise:

  • die Kennzeichnung als Alleinfuttermittel
  • die Zusammensetzung
  • die enthaltenen tierischen Bestandteile
  • die Nährstoffversorgung
  • die Fütterungsempfehlung
  • die vorgesehene Lebensphase
  • und vor allem die Katze, die das Ganze fressen soll

Denn du kannst theoretisch das tollste Futter der Welt kaufen.

Wenn deine Katze davor sitzt, einmal daran riecht und dich anschließend ansieht, als wolltest du sie vergiften, haben wir ein praktisches Problem.

Alter, Gewicht, Aktivität, bisherige Ernährung und individuelle Besonderheiten gehören für mich deshalb immer zur Auswahl dazu.

Katzen haben bei Futter nämlich ein Mitspracherecht

Wer mit Katzen lebt, kennt wahrscheinlich genau diesen Moment.

Du hast gelesen.

Verglichen.

Bestellt.

Vielleicht sogar etwas mehr Geld ausgegeben, weil du diesmal wirklich etwas Gutes kaufen wolltest.

Du öffnest die Dose.

Stellst sie hin.

Die Katze schnuppert.

Und geht.

Danke für nichts.

Gerade deshalb halte ich wenig davon, eine Katze von heute auf morgen auf ein völlig anderes Futter zwingen zu wollen.

Manche akzeptieren Neues sofort.

Andere brauchen deutlich länger.

Und manche sind echte Spezialisten darin, Veränderungen im Napf bereits zu entdecken, bevor du selbst den Napf auf den Boden gestellt hast.

Eine Futterumstellung sollte deshalb zur Katze passen und nicht stur nach Kalender durchgezogen werden.

Wie du eine Futterumstellung Schritt für Schritt angehen kannst, findest du in meinem Ratgeber zur Futterumstellung.

Wichtig:

Eine Katze sollte nicht zum Futterwechsel gezwungen werden, indem man sie einfach hungern lässt.

Frisst eine Katze nicht oder deutlich weniger als üblich, sollte das ernst genommen und gegebenenfalls tierärztlich abgeklärt werden.

Frisst sie es gerne – also ist das Futter gut?

Leider ist auch das nicht ganz so einfach.

Natürlich ist es wichtig, dass deine Katze ihr Futter überhaupt frisst.

Aber:

„Sie liebt es“ beantwortet noch nicht die Frage, ob das Futter optimal zu ihr passt.

Genauso wenig musst du ein Futter automatisch wechseln, nur weil irgendwo ein anderes als „natürlicher“, „hochwertiger“ oder „besser“ beworben wird.

Wenn deine Katze ihr bisheriges Futter gerne frisst und du wissen möchtest, wie es einzuordnen ist, können wir uns zunächst genau dieses Futter anschauen.

Das finde ich sinnvoller, als dir sofort die nächste Dose hinzustellen.

Warum ich bei Katzenfutter mit REiCO arbeite

In meiner Futterberatung arbeite ich mit REiCO Vital-Systeme.

REiCO setzt bei seinem Ernährungskonzept auf naturbelassene Rohstoffe und das vom Unternehmen beschriebene mineralische Gleichgewicht.

Für Katzen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Fütterung.

Welche davon ich empfehlen würde, hängt aber nicht nur davon ab, welches Produkt auf dem Papier gut klingt.

Wenn du mich fragst:

„Welches REiCO-Katzenfutter soll ich nehmen?“

möchte ich zuerst deine Katze kennenlernen.

Wie alt ist sie?

Was wiegt sie?

Wohnungskatze oder Freigänger?

Was bekommt sie momentan?

Was frisst sie gerne?

Wie viel trinkt sie?

Gibt es Auffälligkeiten bei Verdauung, Fell oder Gewicht?

Was hast du vielleicht schon ausprobiert?

Danach kann ich dir konkret sagen, wie ich ihre Fütterung mit REiCO aufbauen würde.

Nicht irgendeine Katze.

Deine.

Braucht deine Katze zusätzlich Ergänzungen?

Auch hier gilt für mich:

Nicht einfach etwas in den Napf geben, weil irgendwo steht, dass Katzen es „brauchen können“.

REiCO bietet neben dem Grundfutter auch Ergänzungsfuttermittel an.

Ob davon überhaupt etwas für deine Katze sinnvoll ist, möchte ich aber erst beurteilen, wenn ich ihre bisherige Fütterung kenne.

Denn wenn die Grundversorgung bereits passt, müssen wir nicht noch drei Dosen danebenstellen, nur damit wir das Gefühl haben, besonders viel für unsere Katze zu tun.

Mehr ist nicht automatisch besser.

Häufige Fragen zu natürlichem Katzenfutter

Was ist natürliches Katzenfutter?

Der Begriff „natürlich“ allein sagt wenig über die ernährungsphysiologische Qualität eines Futters aus. Entscheidend ist, ob das Futter die Katze bedarfsgerecht mit notwendigen Nährstoffen versorgt und zu ihrer individuellen Situation passt.

Warum brauchen Katzen Taurin?

Taurin ist für Katzen ein essenzieller Nährstoff. Sie müssen ausreichend Taurin über ihre Nahrung aufnehmen. Deshalb gehört eine ausreichende Versorgung zu einer bedarfsgerechten Katzenernährung.

Ist getreidefreies Katzenfutter besser?

Nicht grundsätzlich. Getreidefreiheit allein ist kein Qualitätsmerkmal. Entscheidend ist die Gesamtzusammensetzung des Futters und ob es für die jeweilige Katze geeignet ist.

Ist Nassfutter besser als Trockenfutter?

Nassfutter enthält deutlich mehr Feuchtigkeit und kann dadurch zur Flüssigkeitsaufnahme beitragen. Trotzdem sollte nicht allein anhand der Fütterungsart über die Qualität eines Futters entschieden werden.

Muss ich das Futter wechseln, wenn meine Katze ihr jetziges Futter gerne frisst?

Nein. Allein die Tatsache, dass es andere Futtersorten gibt, ist kein Grund für einen Wechsel. Wenn du unsicher bist, können wir zunächst das bisherige Futter und die gesamte Fütterung deiner Katze anschauen.

Welches REiCO-Katzenfutter passt zu meiner Katze?

Das hängt von deiner Katze ab. Alter, Gewicht, Aktivität, bisherige Fütterung und individuelle Besonderheiten können bei der Auswahl eine Rolle spielen. Deshalb empfehle ich nicht pauschal jeder Katze dieselbe Fütterung.

Drehst du inzwischen jede Dose dreimal um und bist trotzdem nicht schlauer?

Hoher Fleischanteil.

Getreidefrei.

Ohne Zucker.

Premium.

Natürlich.

Und was davon braucht deine Katze jetzt wirklich?

Du musst dich nicht alleine durch Zutatenlisten und Werbeversprechen kämpfen.

Wir schauen gemeinsam auf deine Katze und darauf, was tatsächlich jeden Tag in ihrem Napf landet.

Du kannst mir auch sagen, welches Futter du aktuell verwendest. Dann schauen wir zunächst genau dort hin, statt automatisch alles auszutauschen.

Danach kann ich dir konkret sagen, wie ich ihre Fütterung mit REiCO aufbauen würde und ob eine Umstellung überhaupt sinnvoll erscheint.

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Transparenzhinweis: Ich bin selbstständige REiCO Vertriebspartnerin und seit vielen Jahren als Hundetrainerin aktiv. Meine persönliche Beratung rund um Fütterung und passende Produkte ist für dich kostenlos.