Du hast ein neues Futter gekauft.
Das alte ist fast leer, also kommt morgen das neue in den Napf.
Was soll schon passieren?
Zwei Tage später ist der Kot weich. Dein Hund pupst plötzlich. Vielleicht grummelt der Bauch oder er frisst Gras.
Und sofort kommt die Frage:
Verträgt mein Hund das neue Futter nicht?
Also weniger davon. Wieder etwas vom alten Futter dazu. Vielleicht doch zurückwechseln. Im Internet steht, man müsse konsequent sein. Jemand anderes sagt, Hunde müssten sofort umgestellt werden.
Und plötzlich weißt du überhaupt nicht mehr, was richtig ist.
Genau deshalb gehe ich eine Futterumstellung lieber mit Plan an.
Nicht jeder Hund braucht exakt vier Wochen. Aber gerade wenn ein Hund empfindlich reagiert, schon länger dasselbe Futter bekommt oder die Verdauung ohnehin immer wieder auffällig ist, würde ich den Napf nicht von heute auf morgen komplett auf links drehen.
Warum überhaupt langsam umstellen?
Mit einem neuen Futter verändert sich die Zusammensetzung der Nahrung.
Andere Zutaten, andere Proteinquellen, eine andere Nährstoffzusammensetzung oder schlicht eine andere Verdaulichkeit können dazu führen, dass sich auch der Kot vorübergehend verändert.
Das bedeutet nicht automatisch:
Weicher Kot = neues Futter schlecht.
Genau dieser Schluss wird aber schnell gezogen.
Der Hund bekommt drei Tage ein neues Futter, der Kot wird weich und der Sack landet wieder im Keller.
Dann kommt Futter Nummer drei.
Und vier Wochen später weiß niemand mehr, was dieser Hund eigentlich verträgt, weil sein Verdauungssystem ständig etwas Neues bekommt.
Besonders vorsichtig würde ich bei empfindlichen Hunden umstellen
Manche Hunde können einen Futterwechsel erstaunlich problemlos wegstecken.
Andere zeigen dir ziemlich schnell, dass sie Veränderungen nicht besonders lustig finden.
Genauer hinschauen würde ich, wenn dein Hund ohnehin:
- häufig weichen oder wechselnden Kot hat
- immer wieder Durchfall bekommt
- stark pupst
- häufig Bauchgrummeln hat
- regelmäßig Gras frisst
- zu Erbrechen oder Schmatzen neigt
- schon mehrere Futterwechsel hinter sich hat
Wenn du beim Lesen gerade mehrere Haken setzen könntest, würde ich erst recht nicht wild wechseln.
Dann brauchen wir weniger Experiment und mehr Struktur.
Warum ausgerechnet vier Wochen?
Die vier Wochen sind kein biologisches Gesetz.
Ich verwende sie als übersichtlichen Rahmen für eine schrittweise Umstellung.
Das Tempo darf an den Hund angepasst werden. Manche Hunde kommen schneller zurecht, bei anderen bleiben wir länger bei einem Schritt.
Entscheidend ist für mich nicht, dass am 28. Tag mathematisch exakt 100 Prozent neues Futter im Napf liegen.
Entscheidend ist:
Wir verändern kontrolliert und beobachten, was passiert.
Denn nur dann können wir halbwegs nachvollziehen, worauf dein Hund möglicherweise reagiert.
So kann eine Futterumstellung über vier Wochen aussehen
Woche 1: Erst einmal kennenlernen
In der ersten Woche bleibt das bisherige Futter der größere Bestandteil der Mahlzeit.
Du gibst zunächst eine kleinere Menge des neuen Futters dazu.
Jetzt musst du noch keine wissenschaftliche Studie aus deinem Hund machen. Schau einfach genauer hin:
Wie sieht der Kot aus?
Pupst er plötzlich deutlich mehr?
Grummelt der Bauch?
Frisst er normal?
Wirkt er ansonsten wie immer?
Wenn alles unauffällig bleibt, kann der Anteil des neuen Futters schrittweise erhöht werden.
Woche 2: Der Anteil des neuen Futters steigt
Jetzt bekommt dein Hund mehr vom neuen Futter und entsprechend weniger vom bisherigen.
Und genau hier passiert häufig etwas, das Hundehalter nervös macht:
Der Kot sieht anders aus.
Vielleicht ist er etwas weicher. Vielleicht verändert sich die Menge oder die Häufigkeit.
Nicht jede kurzfristige Veränderung bedeutet sofort, dass dein Hund das neue Futter nicht verträgt.
Starker Durchfall, wiederholtes Erbrechen, Schmerzen oder ein deutlich schlechter Allgemeinzustand gehören allerdings nicht unter „Das ist bestimmt nur die Umstellung“ abgehakt.
Dann bitte tierärztlich abklären.
Woche 3: Das neue Futter übernimmt
Wenn dein Hund bisher gut zurechtkommt, wird das neue Futter jetzt zum Hauptbestandteil.
Das alte Futter läuft langsam aus.
Und hier möchte ich einen Fehler vermeiden, den ich immer wieder sehe:
Nicht gleichzeitig noch fünf andere Dinge verändern.
Neue Leckerlis.
Neuer Kauartikel.
Neues Öl.
Ein Darmprodukt.
Noch irgendein Pulver, das jemand empfohlen hat.
Wenn du alles gleichzeitig änderst und der Hund reagiert, weißt du hinterher wieder nicht, worauf.
Während einer Futterumstellung finde ich langweilig deshalb ziemlich gut.
Woche 4: Komplett beim neuen Futter ankommen
In der vierten Woche kann das bisherige Futter vollständig auslaufen, sofern dein Hund die Umstellung gut verträgt.
Jetzt bekommt er nur noch das neue Futter.
Aber bitte nicht am ersten Tag von Woche vier den Haken setzen und denken:
Fertig. Urteil gefällt.
Beobachte deinen Hund weiter.
Kot, Verdauung, Appetit und Allgemeinbefinden geben dir mehr Informationen als ein einzelner perfekter Haufen am Dienstagmorgen.
Du möchtest auf Reico umstellen und bist unsicher, wie du anfangen sollst?
Dann musst du dir die Umstellung nicht selbst zusammenrechnen.
Ich schaue mir vorher an, was dein Hund aktuell bekommt, wie empfindlich seine Verdauung ist und welche Reico-Fütterung zu ihm passen könnte.
Anschließend besprechen wir auch, wie ich die Umstellung bei deinem Hund angehen würde.
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Was mache ich, wenn der Kot während der Umstellung weich wird?
Erst einmal genau hinschauen.
Ein einmalig weicherer Haufen ist etwas anderes als mehrmals täglich wässriger Durchfall.
Wenn dein Hund ansonsten fit ist und sich nur die Kotkonsistenz etwas verändert, würde ich nicht sofort hektisch das nächste Futter bestellen.
Beobachte den Verlauf und überlege auch:
Was hat dein Hund sonst noch bekommen?
Denn während das Hauptfutter verdächtigt wird, geraten die neuen Trainingsleckerlis oder der Kauartikel vom Vorabend schnell in Vergessenheit.
Und wenn dein Hund plötzlich pupst?
Auch das kann während einer Futterumstellung auffallen.
Ein einzelner Pups ist noch kein Drama.
Wenn dein Hund allerdings plötzlich regelmäßig die Wohnung leerpupst, der Bauch stark grummelt oder weitere Verdauungsauffälligkeiten dazukommen, würde ich genauer hinschauen.
Grasfressen während der Futterumstellung
Auch hier gilt: Nicht aus einem einzelnen Verhalten sofort eine Diagnose basteln.
Wenn dein Hund gelegentlich ein paar Halme frisst, bedeutet das nicht automatisch, dass er das neue Futter nicht verträgt.
Sucht er plötzlich ständig Gras, schlingt ganze Büschel herunter und zeigt gleichzeitig weitere Verdauungsauffälligkeiten, gehört das mit in deine Beobachtungen.
Dein Hund frisst auffällig viel Gras? Hier erfährst du, wann du genauer hinschauen solltest.
Das alte und neue Futter einfach miteinander mischen?
Das hängt auch davon ab, was du bisher fütterst und worauf du umstellen möchtest.
Eine pauschale Prozenttabelle für jeden Hund und jede Futterkombination halte ich deshalb für wenig sinnvoll.
Gerade bei einem Wechsel zwischen sehr unterschiedlichen Fütterungsarten kann das Vorgehen angepasst werden.
Deshalb bespreche ich bei einer Reico-Beratung nicht nur, was du füttern könntest.
Wir sprechen auch darüber, wie wir deinen Hund dorthin bringen.
Warum ich bei der Futterumstellung mit Reico nicht einfach irgendeine Sorte empfehle
Wenn du zu mir kommst und sagst:
„Ich möchte auf Reico umstellen.“
dann könnte ich natürlich einfach fragen, wie viel dein Hund wiegt, und dir irgendein Futter nennen.
Das ist aber nicht meine Art zu beraten.
Ich möchte wissen:
Was bekommt dein Hund aktuell?
Nass- oder Trockenfutter?
Welche Proteinquellen?
Wie sieht seine Verdauung aus?
Gibt es Blähungen, weichen Kot, Grasfressen oder andere Auffälligkeiten?
Wie alt und aktiv ist dein Hund?
Was möchtest du mit der Futterumstellung erreichen?
Erst danach entscheide ich, welche Reico-Fütterung ich für deinen Hund wählen würde.
Reico setzt bei seinem Ernährungskonzept auf naturbelassene Rohstoffe und das vom Unternehmen beschriebene mineralische Gleichgewicht.
Genau dieser Ansatz passt zu meiner Beratung: nicht einfach Sack gegen Sack austauschen, sondern die Fütterung als Ganzes betrachten.
Und was ist mit Kräutern und Ergänzungen?
Reico bietet neben dem Grundfutter auch Kräuter und Ergänzungsfuttermittel.
Gerade wenn bei der Verdauung schon länger einiges im Argen liegt, können solche Möglichkeiten in die Überlegungen einbezogen werden.
Aber auch hier gilt:
Nicht automatisch alles gleichzeitig in den Napf.
Ich möchte zuerst wissen, was bei deinem Hund tatsächlich los ist.
Wenn ich eine Ergänzung für sinnvoll halte, besprechen wir, welche und warum.
Denn eine Futterumstellung ist schon eine Veränderung.
Wir müssen daraus kein Komplettumbauprojekt mit sieben neuen Dosen am ersten Tag machen.
Was du während der vier Wochen besser nicht machst
Der größte Feind einer nachvollziehbaren Futterumstellung ist für mich das ständige Dazwischenfunken.
Montag neues Futter.
Mittwoch neue Leckerlis.
Freitag neuer Kauartikel.
Samstag gibt Oma Leberwurst.
Sonntag ist der Kot weich.
Und am Montag heißt es:
„Das neue Futter verträgt er nicht.“
Vielleicht.
Vielleicht aber auch nicht.
Wenn du wirklich beurteilen möchtest, wie dein Hund mit einer neuen Fütterung zurechtkommt, halte den Rest möglichst konstant.
Das macht die Umstellung vielleicht weniger aufregend.
Aber wesentlich aussagekräftiger.
Schreib dir Veränderungen auf
Du brauchst dafür keine komplizierte Tabelle.
Ein paar kurze Notizen reichen.
Zum Beispiel:
- aktueller Anteil des neuen Futters
- Kotkonsistenz
- Häufigkeit des Kotabsatzes
- Blähungen oder Bauchgrummeln
- Grasfressen
- Erbrechen oder auffälliges Schmatzen
- Appetit
- besondere Leckerlis oder Kauartikel
- Medikamente und Ergänzungen
So musst du nach drei Wochen nicht überlegen:
War das Pupsen eigentlich schon vor dem neuen Futter da?
Du kannst nachsehen.
Wann solltest du die Umstellung nicht einfach weitermachen?
Eine Futterumstellung ist kein Grund, deutliche Beschwerden auszusitzen.
Wenn dein Hund starken oder anhaltenden Durchfall bekommt, wiederholt erbricht, Schmerzen zeigt, Blut im Kot auffällt, er deutlich matt wird oder nicht mehr fressen möchte, solltest du ihn tierärztlich untersuchen lassen.
Auch starke oder plötzlich auftretende Beschwerden gehören nicht mit:
„Der muss sich erst ans neue Futter gewöhnen.“
erklärt.
Im Zweifel lieber einmal vernünftig abklären lassen.
Häufige Fragen zur Futterumstellung beim Hund
Wie lange dauert eine Futterumstellung?
Das lässt sich nicht für jeden Hund exakt festlegen. Vier Wochen sind für mich ein gut handhabbarer Rahmen für eine schrittweise Umstellung. Manche Hunde können schneller umgestellt werden, andere brauchen mehr Zeit.
Muss ich Hundefutter immer langsam umstellen?
Nicht jeder Hund reagiert empfindlich auf einen direkten Wechsel. Eine schrittweise Umstellung macht es aber gerade bei empfindlichen Hunden leichter, Veränderungen zu beobachten und das Tempo bei Bedarf anzupassen.
Wie mische ich altes und neues Hundefutter?
Der Anteil des neuen Futters kann schrittweise erhöht werden, während das bisherige Futter reduziert wird. Wie schnell das sinnvoll ist, hängt vom Hund, seiner bisherigen Fütterung und dem neuen Futter ab.
Ist weicher Kot bei einer Futterumstellung normal?
Die Kotbeschaffenheit kann sich bei einer Futterumstellung verändern. Ein einzelner weicher Haufen bedeutet nicht automatisch, dass das neue Futter ungeeignet ist. Starker oder anhaltender Durchfall sollte dagegen nicht einfach als normale Umstellungsreaktion abgetan werden.
Was mache ich, wenn mein Hund das neue Futter nicht verträgt?
Zuerst sollte geklärt werden, was mit „nicht vertragen“ gemeint ist. Ein einmalig weicher Haufen ist etwas anderes als wiederholtes Erbrechen oder starker Durchfall. Bei deutlichen oder anhaltenden Beschwerden sollte der Hund tierärztlich untersucht werden.
Darf ich während der Futterumstellung Leckerlis geben?
Ja, aber ich würde möglichst bei bekannten und gut vertragenen Leckerlis bleiben und nicht gleichzeitig mehrere neue Produkte einführen. Sonst wird es schwieriger, Veränderungen richtig einzuordnen.
Kann ich bei der Futterumstellung gleich Kräuter oder Ergänzungen geben?
Das hängt von deinem Hund und dem Grund für die Umstellung ab. Ich würde nicht automatisch mehrere neue Produkte gleichzeitig beginnen. Wenn eine Ergänzung sinnvoll erscheint, kann sie gezielt in den Fütterungsplan aufgenommen werden.
Wie stelle ich meinen Hund auf Reico um?
Das hängt davon ab, was dein Hund bisher bekommt und welche Reico-Fütterung für ihn ausgewählt wird. In meiner Beratung besprechen wir deshalb sowohl die passende Fütterung als auch die Umstellung.
Du möchtest das Futter wechseln, aber diesmal nicht wieder einfach ausprobieren?
Vielleicht hast du schon mehrere Futtersäcke hinter dir.
Einer wurde nicht gefressen.
Beim nächsten wurde der Kot weich.
Beim dritten hast du nach einer Woche wieder aufgehört, weil du unsicher warst.
Und inzwischen fragst du dich bei jedem neuen Futter:
Geht das jetzt wieder von vorne los?
Dann lass uns diesmal vorher hinschauen.
Wir schauen gemeinsam darauf, was dein Hund bisher bekommt, was du verändern möchtest und ob es bei Verdauung oder Fütterung bereits Auffälligkeiten gibt.
Danach kann ich dir konkret sagen, welche Reico-Fütterung ich für deinen Hund wählen würde und wie ich die Umstellung angehen würde.
Wenn darüber hinaus eine Ergänzung sinnvoll erscheint, besprechen wir auch das.
Meine persönliche Futterberatung ist kostenlos – auch nach der Futterumstellung bin ich für dich da.