Knack. Schon wieder ein Stück weg.

Der Hufschmied war gerade erst da – und ein paar Tage später sieht die Hufwand schon wieder aus, als hätte jemand daran herumgeknabbert.

Hier ein Riss. Dort eine ausgebrochene Kante.

Vielleicht wächst das Horn schlecht oder die Eisen halten kaum vernünftig.

Also wird gefeilt, gepflegt und beim nächsten Termin wieder repariert.

Aber neues Hufhorn wächst nicht von außen auf den Huf. Es wächst von innen nach.

Und genau deshalb würde ich bei dauerhaft brüchigen Hufen irgendwann nicht mehr nur auf den Huf schauen.

Kurz gesagt: Warum werden Pferdehufe brüchig?

Brüchiges oder schlechtes Hufhorn kann unterschiedliche Ursachen haben. Hufbearbeitung, Haltung, individuelle Veranlagung und äußere Einflüsse spielen eine Rolle. Aber auch die Nährstoffversorgung gehört zum Gesamtbild, denn der Körper muss neues Hufhorn überhaupt erst bilden.

Du kannst schlechte Hufe nicht einfach mit einem Zusatzfutter reparieren. Aber wenn vernünftiges Horn nachwachsen soll, muss der Körper auch entsprechend versorgt sein.

Deshalb gehört für mich bei dauerhaft schlechtem Horn auch die Fütterung auf den Prüfstand.

„Der hat halt schlechte Hufe.“

Auch so ein Satz, an den man sich irgendwann gewöhnt.

Der Schmied kennt es schon.

Du kennst es schon.

Und dein Pferd läuft seit Jahren mit Hufen herum, bei denen ständig irgendwo etwas ausbricht.

Aber warum eigentlich?

Wenn das Horn dauerhaft brüchig ist oder schlecht wächst, würde ich nicht automatisch akzeptieren, dass das eben die Hufe dieses Pferdes sind.

Ich würde zumindest einmal genauer hinschauen.

Was heute unten wegbricht, ist nicht gestern entstanden

Hufhorn wächst langsam vom Kronrand nach unten.

Das ist wichtig, wenn du die Hufqualität verbessern möchtest.

Denn was du heute unten am Huf siehst, ist das Ergebnis eines längeren Wachstumsprozesses.

Umgekehrt bedeutet das:

Wenn du heute etwas an der Versorgung veränderst, sieht der Huf morgen nicht plötzlich perfekt aus.

Verbesserungen müssen erst herauswachsen.

Hufe brauchen Geduld.

Was hat die Fütterung mit den Hufen zu tun?

Hufhorn muss vom Körper gebildet werden. Dafür braucht der Organismus eine bedarfsgerechte Versorgung.

Bei dauerhaft schlechtem Hufhorn interessiert mich deshalb nicht nur, was außen draufkommt.

Ich möchte wissen:

  • Was bekommt das Pferd täglich?
  • Welches Mineralfutter wird gefüttert?
  • Welche Ergänzungen sind bereits dabei?
  • Passt das alles überhaupt zusammen?
  • Gibt es Lücken oder wird vielleicht längst zu viel ergänzt?

Denn für Haut und Hufe gibt es gezielte ernährungsphysiologische Unterstützung.

Welche davon sinnvoll ist, hängt aber nicht nur von einem ausgebrochenen Huf ab.

Ich möchte erst das Pferd und seine Fütterung sehen – und dann etwas empfehlen. Nicht andersherum.

Die Hufe deines Pferdes brechen ständig aus?

Dann erzähl mir nicht nur: „Mein Pferd hat schlechte Hufe.“

Sag mir, was genau passiert.

Bricht die Hufwand ständig weg? Ist das Horn spröde? Wächst es schlecht? Halten die Eisen nicht? Und was bekommt dein Pferd aktuell zu fressen?

Dann schauen wir gemeinsam, ob die Versorgung bereits sinnvoll aufgestellt ist und wo eine gezielte Unterstützung sinnvoll sein kann.

Meine Beratung ist kostenlos.

Schreib mir einfach per WhatsApp oder über mein Kontaktformular.

Huföl drauf – Problem gelöst?

Schön wär's.

Natürlich gehören Hufpflege und eine regelmäßige fachgerechte Hufbearbeitung dazu.

Aber wenn die Hornqualität dauerhaft schlecht ist, würde ich mich nicht darauf beschränken.

Denn der Schmied kann nur mit dem Horn arbeiten, das dein Pferd produziert.

Außen kümmern wir uns um das, was schon da ist. Bei der Fütterung schauen wir darauf, was der Körper für die Neubildung zur Verfügung hat.

Beides gehört zusammen.

Nicht einfach den nächsten Huf-Eimer kaufen

Brüchige Hufe – also Biotin?

Ganz so einfach würde ich es mir nicht machen.

Hufhorn entsteht nicht aus einem einzigen Nährstoff. Verschiedene Nährstoffe müssen zusammenspielen.

Und genau deshalb halte ich wenig davon, auf Verdacht immer noch ein Ergänzungsfutter oben draufzupacken.

Mineralfutter.

Etwas fürs Fell.

Etwas für die Hufe.

Vielleicht noch Kräuter.

Und irgendwann steht eine ganze Sammlung im Futterraum.

Mehr ist nicht automatisch besser. Passend ist besser.

Deshalb schaue ich lieber einmal auf die komplette Fütterung.

Und dann heißt es: Geduld

Das ist vermutlich der unbeliebteste Teil.

Wer heute die Versorgung seines Pferdes optimiert, bekommt nächste Woche keinen komplett neuen Huf.

Das bereits vorhandene Horn bleibt zunächst da.

Die Veränderung zeigt sich am neu nachwachsenden Horn.

Deshalb würde ich eine sinnvolle Unterstützung der Hufe auch nicht nach ein paar Tagen als „bringt nichts“ abhaken.

Der Körper braucht Zeit.

Mein Fazit: Schau nicht nur auf den nächsten Schmiedtermin

Ein guter Hufschmied oder Hufbearbeiter ist wichtig.

Aber wenn die Hufe deines Pferdes ständig ausbrechen, spröde sind oder schlecht wachsen, würde ich nicht jedes Mal nur reparieren lassen und anschließend bis zum nächsten Termin warten.

Schau auch in den Trog.

Nicht, weil jedes Hufproblem vom Futter kommt.

Sondern weil gutes Hufhorn im Körper gebildet wird – und dafür eine passende Versorgung braucht.

Hufbearbeitung, Haltung und Fütterung gehören für mich deshalb zusammen.

Kommt dir das mit den Hufen bekannt vor?

Dann schreib mir.

Sag mir kurz, was dein Pferd frisst, welche Ergänzungen es bereits bekommt und was genau dir an den Hufen auffällt.

Ich schaue mit dir gemeinsam auf die Fütterung und darauf, welche Unterstützung für dein Pferd sinnvoll sein kann.

Nicht noch irgendeinen Eimer kaufen. Erst schauen, was dein Pferd wirklich braucht.

Meine Beratung ist kostenlos.

WhatsApp: 0171 3011027

Alternativ kannst du mir über das Kontaktformular von TierfutterVital schreiben.

Häufige Fragen zu brüchigen Hufen beim Pferd

Warum brechen die Hufe meines Pferdes ständig aus?

Brüchige Hufe können verschiedene Ursachen haben. Hufbearbeitung, Haltung, individuelle Hornqualität und Nährstoffversorgung gehören zu den Punkten, die man sich anschauen sollte. Bei dauerhaftem Ausbrechen lohnt sich deshalb der Blick auf das Gesamtbild.

Kann schlechtes Hufhorn von der Fütterung kommen?

Die Fütterung ist nicht automatisch die Ursache für schlechte Hufe. Der Körper benötigt aber eine passende Nährstoffversorgung, um normales Hufhorn zu bilden. Deshalb sollte die Ration bei dauerhaft schlechter Hornqualität mit überprüft werden.

Welche Nährstoffe sind für Pferdehufe wichtig?

Für die normale Bildung von Hufhorn sind verschiedene Nährstoffe relevant. Dazu gehören unter anderem Proteine beziehungsweise Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Entscheidend ist das Zusammenspiel – nicht möglichst viel von einem einzelnen Stoff.

Hilft Biotin bei brüchigen Pferdehufen?

Biotin wird häufig mit Hufqualität in Verbindung gebracht. Bei brüchigen Hufen sollte trotzdem die gesamte Versorgung betrachtet werden, statt automatisch nur einen einzelnen Nährstoff zu ergänzen.

Wie schnell kann sich die Hufqualität verbessern?

Hufhorn wächst langsam vom Kronrand nach unten. Veränderungen der neu gebildeten Hornqualität brauchen deshalb Zeit, bis sie sichtbar werden. Eine Verbesserung lässt sich nicht nach wenigen Tagen beurteilen.

Was kann ich bei schlechtem Hornwachstum beim Pferd tun?

Hufbearbeitung, Haltung und Fütterung sollten gemeinsam betrachtet werden. Bei dauerhaft schlechtem Hornwachstum lohnt es sich besonders, die gesamte Nährstoffversorgung des Pferdes zu überprüfen.

Reicht Huföl bei brüchigen Hufen?

Äußere Hufpflege kann sinnvoll sein, löst aber nicht automatisch die Ursache schlechter Hornqualität. Das neue Horn wird vom Körper gebildet. Bei wiederkehrenden Problemen sollte deshalb auch die Versorgung von innen berücksichtigt werden.

Welches Ergänzungsfutter ist bei brüchigen Hufen sinnvoll?

Es gibt Ergänzungsfuttermittel, die gezielt die normale Funktion der Hufe, die Elastizität des Hufhorns und gesundes Hufwachstum unterstützen können. Welche Unterstützung zu deinem Pferd passt, hängt von seiner gesamten Fütterung ab. Deshalb würde ich nicht pauschal für jedes Pferd dasselbe empfehlen.

Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei schmerzhaften Hufveränderungen, Lahmheit oder anderen auffälligen Beschwerden sollte die Ursache fachlich abgeklärt werden.