Die ersten Schritte sind steif.

Beim Losgehen wirkt dein Pferd irgendwie eingerostet. Die Wendung fällt schwer, vielleicht läuft es auf einer Hand schlechter oder braucht einfach ein paar Minuten.

Und dann?

Nach einiger Bewegung sieht es plötzlich besser aus.

„Der muss sich halt erst einlaufen.“

So ein Satz wird erstaunlich schnell normal. Gerade bei älteren Pferden.

Aber wenn dein Pferd regelmäßig erst einmal steif losläuft, würde ich mich irgendwann fragen:

Warum eigentlich?

Denn „Einlaufen“ ist eine Beobachtung – keine Lösung.

Kurz gesagt: Was passiert bei Arthrose beim Pferd?

Arthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der sich das Gelenk und insbesondere der Gelenkknorpel verändern. Typische Anzeichen können Steifheit, eingeschränkte Beweglichkeit und Schmerzen sein.

Spat bezeichnet arthrotische Veränderungen im Bereich der unteren Sprunggelenke.

Fütterung kann Arthrose oder Spat nicht rückgängig machen. Sie kann aber Teil eines Gesamtkonzepts sein, wenn es darum geht, Muskeln, Sehnen und Gelenke ernährungsphysiologisch zu unterstützen.

Deshalb schaue ich bei einem Pferd mit Gelenkproblemen auch auf die Fütterung.

„Der ist halt nicht mehr der Jüngste.“

Natürlich verändert sich ein Pferd mit dem Alter.

Ein 20-jähriges Pferd muss nicht laufen wie ein Fünfjähriger.

Aber Alter ist für mich keine Erklärung für alles.

Wenn dein Pferd länger braucht, bis es locker läuft, Wendungen schwieriger werden oder es sich weniger gern bewegt, zeigt es dir etwas.

Vielleicht ganz leise.

Pferde sagen eben nicht: „Mein Sprunggelenk tut heute wieder weh.“

Sie bewegen sich anders.

Und genau solche Veränderungen würde ich nicht einfach als Alterserscheinung abhaken.

Bewegung ja – aber passend

Bei Gelenkproblemen spielt Bewegung eine wichtige Rolle.

Aber zwischen angepasster Bewegung und „Da muss er jetzt durch“ liegt ein ziemlich großer Unterschied.

Wie ein Pferd bewegt werden kann, hängt davon ab, welche Gelenke betroffen sind, wie ausgeprägt die Veränderungen sind und wie es ihm aktuell damit geht.

Was ich nicht machen würde:

Einen regelmäßig steifen Start einfach damit abtun, dass das Pferd eben erst warm werden muss.

Wenn dein Pferd immer eine deutliche Einlaufphase braucht, ist genau das eine Beobachtung, die ernst genommen werden sollte.

Was hat die Fütterung mit Arthrose zu tun?

Sie baut ein geschädigtes Gelenk nicht wieder neu.

Trotzdem gehört die Ernährung für mich zum Gesamtbild.

Denn der Bewegungsapparat besteht nicht nur aus Knochen und Gelenken.

Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke arbeiten zusammen.

Und für ihre normalen Funktionen benötigt der Organismus eine passende Versorgung.

Deshalb interessiert mich bei einem Pferd mit Arthrose oder Spat auch:

  • Was bekommt es täglich?
  • Wie sieht die Grundversorgung aus?
  • Welche Ergänzungen werden bereits gefüttert?
  • Wie wird das Pferd bewegt?
  • Wie ist sein Ernährungszustand?

Erst danach würde ich überlegen, welche gezielte Unterstützung sinnvoll sein kann.

Dein Pferd läuft sich jeden Tag erst einmal „ein“?

Dann erzähl mir, was du beobachtest.

Ist dein Pferd beim Losgehen steif? Braucht es beim Reiten immer länger, bis es locker wird? Gibt es Probleme bei bestimmten Bewegungen? Ist Arthrose oder Spat bereits bekannt?

Und was bekommt dein Pferd aktuell zu fressen?

Dann schauen wir gemeinsam auf die Fütterung und darauf, welche Unterstützung für den Bewegungsapparat sinnvoll sein kann.

Meine Beratung ist kostenlos.

Schreib mir einfach per WhatsApp oder über mein Kontaktformular.

Spat beim Pferd: Was ist das eigentlich?

Spat betrifft die unteren Gelenke des Sprunggelenks.

Je nach Ausprägung können Pferde steif wirken, ihren Bewegungsablauf verändern oder Schwierigkeiten bei bestimmten Belastungen zeigen.

Und auch hier gilt:

Nicht jedes Pferd zeigt Probleme gleich deutlich.

Deshalb ist es so wichtig, Veränderungen wahrzunehmen.

Wenn dein Pferd plötzlich anders läuft, sich weniger gern bewegt oder bestimmte Dinge vermeidet, würde ich daraus nicht vorschnell „Der hat heute keine Lust“ machen.

„Ich gebe schon etwas für die Gelenke.“

Das höre ich bei Gelenkproblemen häufig.

Die interessantere Frage ist:

Was genau – und warum?

Ein Zusatz für die Gelenke. Mineralfutter. Vielleicht noch Kräuter. Und dann kommt der nächste gut gemeinte Tipp aus dem Stall.

Irgendwann stehen fünf Dosen im Futterraum.

Es gibt gezielte Möglichkeiten, Muskeln, Sehnen und Gelenke über die Fütterung zu unterstützen.

Aber ich möchte nicht anhand eines einzigen Wortes – „Arthrose“ – entscheiden, was in den Trog kommt.

Mehr ist nicht automatisch besser. Passend ist besser.

Auch das Gewicht läuft auf vier Beinen mit

Ein Punkt wird bei Gelenkproblemen gerne vergessen:

Jedes zusätzliche Kilo muss dein Pferd mitbewegen.

Gerade bei Arthrose lohnt sich deshalb ein ehrlicher Blick auf den Ernährungszustand.

Nicht jedes kräftige Pferd ist zu dick.

Aber wenn ein Pferd deutlich mehr Gewicht trägt, als für seinen Körper sinnvoll ist, belastet das auch seinen Bewegungsapparat zusätzlich.

Deshalb gehört für mich zur Fütterungsberatung nicht nur die Frage:

Was bekommt das Pferd?

Sondern auch:

Wie viel davon braucht es tatsächlich?

Mein Fazit: „Einlaufen“ ist eine Beobachtung – keine Lösung

Wenn dein Pferd nach einiger Bewegung lockerer läuft als bei den ersten Schritten, hast du etwas Wichtiges beobachtet.

Aber daraus würde ich nicht machen:

„Dann ist ja alles gut.“

Gerade bei Arthrose oder Spat lohnt es sich, mehrere Dinge zusammenzudenken:

Bewegung, Gewicht, Muskulatur, Haltung und Fütterung.

Ein bereits verändertes Gelenk können wir nicht einfach zurückdrehen.

Aber wir können überlegen, wie wir den Bewegungsapparat sinnvoll unterstützen und was zu genau diesem Pferd passt.

Erkennst du dein Pferd gerade wieder?

Dann schreib mir.

Sag mir kurz, wie alt dein Pferd ist, was du beim Laufen beobachtest, ob Arthrose oder Spat bereits bekannt ist und was aktuell im Trog landet.

Ich schaue mit dir gemeinsam auf die Fütterung und darauf, welche Unterstützung für Muskeln, Sehnen und Gelenke zu deinem Pferd passen kann.

Nicht einfach das nächste Gelenkpulver kaufen. Erst schauen, was dein Pferd wirklich braucht.

Meine Beratung ist kostenlos.

WhatsApp: 0171 3011027

Alternativ kannst du mir über das Kontaktformular von TierfutterVital schreiben.

Häufige Fragen zu Arthrose und Spat beim Pferd

Woran erkenne ich Arthrose beim Pferd?

Mögliche Anzeichen sind Steifheit, eingeschränkte Beweglichkeit, ein veränderter Bewegungsablauf oder Probleme bei bestimmten Belastungen. Manche Pferde wirken besonders zu Beginn der Bewegung steif und werden später lockerer.

Warum muss sich mein Pferd erst einlaufen?

Wenn ein Pferd regelmäßig steif startet und sich nach einiger Bewegung lockerer bewegt, sollte das nicht einfach als normale „Einlaufphase“ abgetan werden. Dahinter können Veränderungen oder Beschwerden des Bewegungsapparates stecken.

Was ist Spat beim Pferd?

Spat bezeichnet arthrotische Veränderungen an den unteren Gelenken des Sprunggelenks. Je nach Ausprägung können unter anderem Steifheit, Schmerzen und Veränderungen des Bewegungsablaufs auftreten.

Kann man Arthrose beim Pferd wegfüttern?

Nein. Eine Fütterung kann bestehende arthrotische Gelenkveränderungen nicht rückgängig machen. Eine passende Nährstoffversorgung und gezielte Ergänzung können aber Teil der Unterstützung des Bewegungsapparates sein.

Was kann ich meinem Pferd bei Arthrose füttern?

Zuerst sollte die gesamte Ration betrachtet werden. Darüber hinaus gibt es Möglichkeiten, Muskeln, Sehnen und Gelenke ernährungsphysiologisch zu unterstützen. Welche davon sinnvoll ist, hängt vom einzelnen Pferd und seiner bisherigen Versorgung ab.

Ist Bewegung bei Arthrose beim Pferd wichtig?

Angepasste Bewegung kann für Pferde mit Arthrose wichtig sein. Wie viel und welche Belastung geeignet ist, hängt vom betroffenen Gelenk, der Ausprägung der Erkrankung und dem individuellen Pferd ab.

Darf ein Pferd mit Spat noch geritten werden?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind unter anderem Ausprägung, Schmerzen und individuelle Belastbarkeit. Die Bewegung sollte entsprechend an das Pferd angepasst werden.

Spielt das Gewicht bei Arthrose eine Rolle?

Ja. Übergewicht bedeutet zusätzliche Belastung für den Bewegungsapparat. Bei Pferden mit Gelenkproblemen lohnt sich deshalb auch ein Blick darauf, ob Energiezufuhr und Fütterungsmenge zum tatsächlichen Bedarf passen.

Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Lahmheit, Schmerzen oder deutlichen Veränderungen des Bewegungsablaufs sollte die Ursache fachlich abgeklärt werden.