Ein Kilo mehr klingt erst einmal nicht dramatisch.

Das Problem: Bei einem Hund oder einer Katze ist ein Kilo eben nicht dasselbe wie bei uns Menschen.

Und meistens passiert es auch nicht über Nacht.

Erst denkst du:

„Ein bisschen kräftiger ist er schon geworden.“

Dann sitzt das Geschirr enger. Die Taille ist irgendwie verschwunden. Beim Streicheln musst du die Rippen inzwischen eher suchen als fühlen.

Und trotzdem bekommt dein Hund doch gar nicht so viel.

Oder?

Genau da wird es interessant.

Denn Übergewicht entsteht selten durch den einen großen Fehler. Viel häufiger sind es viele kleine Dinge, die sich über Wochen und Monate summieren.

Die Portion im Napf.

Das Leckerli beim Spaziergang.

Die Belohnungen beim Training.

Der Kauartikel am Abend.

Das Stück Käse.

Und natürlich der Klassiker:

„Das bisschen kann doch nicht so viel ausmachen.“

Doch. Über den ganzen Tag manchmal schon.

Ist mein Hund oder meine Katze überhaupt zu dick?

Wenn du dein Tier jeden Tag siehst, ist das erstaunlich schwer zu beurteilen.

Gewicht kommt meistens schleichend.

Du wachst nicht morgens auf und denkst:

Hoppla. Gestern schlank, heute dick.

Man gewöhnt sich an die Veränderung.

Dazu kommt: Die Zahl auf der Waage allein sagt nicht alles.

Ein kräftig gebauter Hund kann bei gleichem Gewicht eine völlig andere Körperform haben als ein zierlicher Hund. Bei Mischlingen wird es noch schwieriger.

Und manche Katze versteckt unter ihrem Fell ziemlich erfolgreich, was sich darunter angesammelt hat.

Eine hilfreiche Orientierung ist deshalb der sogenannte Body Condition Score (BCS).

Dabei wird nicht nur das Gewicht betrachtet. Unter anderem wird geschaut, wie gut die Rippen tastbar sind, wie die Körperform aussieht und ob von oben eine Taille erkennbar ist.

Wenn du dir unsicher bist, lass den Ernährungszustand beim Tierarzt beurteilen.

Besonders wenn dein Tier plötzlich oder deutlich zunimmt, obwohl sich an Futter und Bewegung scheinbar nichts verändert hat, sollte außerdem abgeklärt werden, ob gesundheitliche Ursachen oder Medikamente eine Rolle spielen.

„Aber der bekommt doch gar nicht viel!“

Diesen Satz kann ich gut verstehen.

Denn meistens sieht die einzelne Portion tatsächlich gar nicht nach besonders viel aus.

Das Problem steckt häufig zwischen den Mahlzeiten.

Morgens Futter.

Beim Spaziergang ein paar Leckerlis.

Beim Training natürlich auch.

Nachmittags ein Kauartikel.

Abends noch einmal Futter.

Und wenn wir gerade selbst etwas essen, fällt vielleicht auch noch ein kleines Stück ab.

Alles einzeln betrachtet:

Nicht der Rede wert.

Zusammengerechnet kann daraus aber eine ordentliche zusätzliche Futtermenge werden.

Deshalb interessiert mich bei einem Tier mit Übergewicht nicht nur:

„Wie viel Futter bekommt es?“

Sondern:

Was landet innerhalb von 24 Stunden wirklich im Tier?

Leckerchen zählen. Leider auch die ganz kleinen.

Das ist gerade bei Hunden schnell ein Thema.

Belohnung beim Rückruf.

Leckerli fürs Warten.

Noch eines für die schöne Leinenführigkeit.

Und beim Hundetraining kommen schnell einige zusammen.

Natürlich sollst du deshalb nicht aufhören, deinen Hund zu belohnen.

Aber die Belohnungen gehören zur Tagesration dazu.

Das Gleiche gilt für Kauartikel, Tischreste und alles andere, was neben dem eigentlichen Futter gefüttert wird.

Bei Katzen sieht es manchmal etwas anders aus, aber auch dort können Snacks und frei verfügbares Futter über den Tag ordentlich zusammenkommen.

Alter und Alltag verändern sich – die Portion manchmal nicht

Mit zunehmendem Alter werden viele Tiere ruhiger.

Der Hund läuft vielleicht nicht mehr dieselben Strecken wie früher.

Die Katze verbringt mehr Zeit auf ihrem Lieblingsplatz.

Auch nach einer Kastration kann sich der Energiebedarf verändern.

Wenn die Fütterung trotzdem genauso weiterläuft wie seit Jahren, kann das Gewicht langsam steigen.

Und irgendwann fragt man sich:

Wo kommen die Kilos eigentlich her?

Genau deshalb sollte die Futtermenge nicht für das gesamte Tierleben in Stein gemeißelt sein.

Ist das Futter schuld?

Nicht automatisch.

Und genau deshalb würde ich bei Übergewicht auch nicht sofort sagen:

„Wir brauchen ein anderes Futter.“

Entscheidend ist zunächst die gesamte Energiebilanz.

Auch mit einem hochwertigen Futter kann dein Tier zunehmen, wenn es langfristig mehr Energie bekommt, als es verbraucht.

Genauso wenig macht eine einzelne Zutat wie Getreide ein Futter automatisch zum Dickmacher.

Ich möchte deshalb das Gesamtbild sehen:

  • Welches Futter bekommt dein Tier?
  • Wie viel davon?
  • Wie wird die Portion abgemessen?
  • Welche Leckerlis gibt es?
  • Welche Kauartikel?
  • Gibt es Tischreste?
  • Wie aktiv ist dein Tier?
  • Hat sich der Alltag verändert?
  • Welche Medikamente bekommt es?
  • Seit wann steigt das Gewicht?

Erst dann wissen wir überhaupt, an welcher Schraube wir sinnvoll drehen können.

Einfach die Hälfte füttern? Bitte nicht.

Wenn ein Tier zu dick ist, erscheint die Lösung zunächst logisch:

Weniger Futter rein = Gewicht runter.

Aber einfach die Portion massiv zu kürzen, ist nicht automatisch eine gute Lösung.

Das Tier soll schließlich nicht nur weniger Kalorien aufnehmen, sondern weiterhin bedarfsgerecht mit notwendigen Nährstoffen versorgt werden.

Deshalb halte ich nichts von einer Radikalkur.

Sinnvoller sind ein realistisches Zielgewicht, eine passende Futtermenge und regelmäßige Kontrollen.

Bei starkem Übergewicht oder bestehenden Erkrankungen gehört die Gewichtsabnahme außerdem in tierärztliche Begleitung.

Es geht nicht darum, möglichst schnell Gewicht herunterzubekommen.

Es geht darum, dass dein Tier sinnvoll und kontrolliert abnimmt.

Die Futtermenge kann einen größeren Unterschied machen, als man denkt

Gerade bei energiereichem Futter können kleine Abweichungen von der passenden Tagesmenge über Wochen und Monate einiges ausmachen.

Deshalb bin ich ein Fan davon, die Portion zumindest eine Zeit lang tatsächlich abzuwiegen.

Nicht:

„Das müsste ungefähr passen.“

Sondern einmal wirklich auf die Waage damit.

Das ist übrigens auch ein Punkt, der bei REiCO manchmal für Verwunderung sorgt.

Je nach Produkt kann die empfohlene Futtermenge kleiner ausfallen, als Hundehalter es von ihrem bisherigen Futter gewohnt sind.

Warum die REiCO-Fütterungsmenge manchmal überraschend klein aussieht, erkläre ich dir hier ausführlicher.

Mehr Bewegung – ja. Aber passend zum Tier.

Natürlich gehört auch Bewegung zum Gewichtsmanagement.

Aber auch hier bringt uns:

„Der muss einfach mehr laufen.“

nicht immer weiter.

Ein junger, gesunder Hund kann anders bewegt werden als ein Senior oder ein Hund mit Gelenkproblemen.

Bei Katzen kann Bewegung spielerisch in den Alltag eingebaut werden: kleine Jagdspiele, Futterspiele oder andere Beschäftigungsmöglichkeiten können dabei helfen, mehr Aktivität zu schaffen.

Entscheidend ist, dass Bewegung zum jeweiligen Tier passt.

Warum ich bei der Fütterung mit REiCO arbeite

Wenn du mir schreibst:

„Conny, mein Hund muss abnehmen.“

werde ich dir nicht einfach eine bestimmte Dose nennen.

Denn zuerst möchte ich wissen:

Warum hat dein Hund überhaupt zugenommen?

Wie viel wiegt er?

Was wäre ein realistisches Ziel?

Was bekommt er momentan?

Wie groß ist die tägliche Futtermenge?

Was kommt nebenbei dazu?

Wie aktiv ist er?

Gibt es gesundheitliche Besonderheiten?

Genau so gehe ich auch bei einer Katze vor.

In meiner Futterberatung arbeite ich mit REiCO Vital-Systeme. REiCO setzt bei seinem Ernährungskonzept auf naturbelassene Rohstoffe und das vom Unternehmen beschriebene mineralische Gleichgewicht.

Welche REiCO-Fütterung ich wählen würde, hängt vom einzelnen Tier ab.

Denn das Ziel ist nicht einfach: anderes Futter.

Das Ziel ist eine Fütterung, die zum Tier, seinem Bedarf und dem gewünschten Gewichtsmanagement passt.

Danach kann ich dir konkret sagen, wie ich die Fütterung mit REiCO aufbauen und welche Menge ich als Ausgangspunkt wählen würde.

Und die Leckerchen?

Die streiche ich dir nicht automatisch aus dem Leben.

Gerade wenn du mit deinem Hund trainierst, können Belohnungen wichtig sein.

Aber dann müssen sie eben mitgedacht werden.

Vielleicht lässt sich ein Teil der Tagesration als Belohnung einsetzen.

Vielleicht können einzelne Snacks verändert werden.

Vielleicht liegt das Problem überhaupt nicht bei den Leckerchen, sondern ganz woanders.

Genau deshalb möchte ich erst sehen, was wirklich gefüttert wird, bevor wir anfangen zu kürzen.

Häufige Fragen zu Übergewicht bei Hund und Katze

Wie erkenne ich Übergewicht bei meinem Hund?

Das Körpergewicht allein reicht zur Beurteilung nicht immer aus. Eine Orientierung bietet der Body Condition Score. Dabei werden unter anderem Körperform, Taille und Tastbarkeit der Rippen beurteilt. Im Zweifel kann dein Tierarzt den Ernährungszustand bestimmen.

Wie erkenne ich Übergewicht bei meiner Katze?

Auch bei Katzen sind Körperform und Tastbarkeit wichtige Anhaltspunkte. Gerade langes oder dichtes Fell kann die Beurteilung erschweren. Auch hier kann der Body Condition Score helfen.

Wie schnell sollte mein Tier abnehmen?

Das hängt unter anderem von Tierart, Ausgangsgewicht und Gesundheitszustand ab. Eine pauschale Abnehmgeschwindigkeit würde ich deshalb nicht festlegen. Bei deutlichem Übergewicht sollte gemeinsam mit dem Tierarzt ein realistisches Ziel und Vorgehen festgelegt werden.

Muss ich bei Übergewicht auf Diätfutter umstellen?

Nicht automatisch. Zuerst sollte geklärt werden, warum dein Tier zugenommen hat und wie die gesamte Fütterung aussieht. Je nach Situation können Anpassungen bei Futtermenge, Leckerchen und Bewegung eine Rolle spielen.

Kann mein Hund auch mit hochwertigem Futter zunehmen?

Ja. Auch bei hochwertigem Futter kann ein Hund zunehmen, wenn er langfristig mehr Energie aufnimmt, als er verbraucht. Deshalb gehören Futterqualität und passende Futtermenge immer zusammen.

Muss ich alle Leckerchen streichen?

Nicht automatisch. Entscheidend ist die gesamte tägliche Energieaufnahme. Leckerchen und Kauartikel müssen dabei allerdings berücksichtigt werden und dürfen nicht so behandelt werden, als hätten sie keine Kalorien.

Fragst du dich inzwischen, wo die zusätzlichen Kilos überhaupt herkommen?

Vielleicht hast du die Hauptportion längst kleiner gemacht.

Vielleicht bekommt dein Hund deiner Meinung nach wirklich nicht viel.

Und trotzdem bewegt sich auf der Waage nichts.

Dann würde ich nicht einfach noch einmal irgendwo zehn Gramm wegnehmen.

Lass uns erst anschauen, was dein Tier tatsächlich über den ganzen Tag bekommt.

Futter. Leckerchen. Kauartikel. Bewegung. Alter. Gewicht. Medikamente. Alltag.

Daraus können wir einen vernünftigen Ausgangspunkt machen.

Danach kann ich dir sagen, wie ich die Fütterung mit REiCO aufbauen würde und welche Futtermenge ich als Ausgangspunkt wählen würde.

→ Gewicht & Fütterung direkt per WhatsApp besprechen

Du möchtest lieber über das Kontaktformular schreiben? Natürlich geht das genauso.

→ Zum Kontaktformular

Transparenzhinweis: Ich bin selbstständige REiCO Vertriebspartnerin und seit vielen Jahren als Hundetrainerin aktiv. Meine persönliche Beratung rund um Fütterung und passende Produkte ist für dich kostenlos.